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Sicherheit der Kundendaten bei IoT und künstlicher Intelligenz

Customer Identity Access Management kaum im Einsatz

| Autor: Sarah Gandorfer

Sicherheitsbedenken behindern oftmals die Implementierung von KI oder IoT Technologien.
Sicherheitsbedenken behindern oftmals die Implementierung von KI oder IoT Technologien. (Bild: canjoena - stock.adobe.com)

Das Bewusstsein für Datenschutz und Sicherheit ist gestiegen. Gleichzeitig hat der Zustrom von KI- und IoT-fähigen Technologien Schwachstellen in vielen Datenketten geschaffen. Diese Sicherheitslücke kann Customer Identity and Access Management (CIAM) schließen. Doch laut einer Forrester-Umfrage nutzen weniger als die Hälfte der internationalen Unternehmen solch eine Lösung.

Im Auftrag des Anbieters für digitales Identitätsmanagement ForgeRock befragte Forrester Consulting weltweit 409 IT-Entscheidungsträger im Bereich Identitäts- und Zutrittsmanagement (IAM) mit 500 oder mehr Mitarbeitern. Die Studienteilnehmer wurden nach dem Einsatz der IAM-Technologie, den verwendeten Ansätzen, den Herausforderungen und den erzielten Vorteilen befragt.

Kaum verwunderlich ist das Ergebnis, dass die Sicherstellung der Kundendaten Priorität hat: Unternehmen können sich so von ihren Mitbewerbern differenzieren. Drei Viertel der Unternehmen geben an, dass sie den Schutz der Privatsphäre der Kunden als Wettbewerbsvorteil betrachten. 79 Prozent sagen, dass der Schutz der Privatsphäre der Kunden eine entscheidende Geschäftspriorität hat, und 80 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass Sicherheits- und Datenschutzaspekte von Anfang an bei der Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Anwendungen berücksichtigt werden.

Gefahr durch IoT und KI

Den zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und dem Internet der Dinge (IoT) im Rahmen der Unternehmensdigitalisierung sehen viele IT-Entscheider jedoch als Bedrohung. So geben 67 Prozent der Befragten an, dass KI ein Unternehmensziel sei und 64 Prozent äußerten sich ebenso zu IoT. Allerdings behindern Sicherheitsbedenken die Umsetzung: 60 Prozent der Entscheidungsträger sind der Meinung, dass sich Bereitstellungszeiten für KI und IoT in ihrem Unternehmen aufgrund von erforderlichen Sicherheitsmethoden verlängert hätten.

57 Prozent der Befragten berichten, dass ihre Kunden durch den Einsatz von KI und IoT größeren Sicherheits- und Datenschutzbedrohungen ausgesetzt sein könnten, und 44 Prozent stimmen zu, dass dies zu einem Widerstand gegen weitere KI- und IoT-Implementierungen führen kann. Mehr als die Hälfte (55 %) haben das Problem, ihre Mitarbeiter zu halten, die für die Sicherstellung von korrekten KI-Modelle nötig ist. Und während die aus dem IoT generierten Daten das digitale Geschäft antreiben, fällt es 51 Prozent der Unternehmen schwer, sie korrekt zu speichern und zu sichern.

Sicherheit durch CIAM

Weniger als die Hälfte (48 %) der befragten IT-Entscheider gaben an, dass ihr Unternehmen ein Customer Identity and Access Management (CIAM) nutze. Wobei davon die Mehrheit (61 %) auf Erweiterungen bestehender Systeme für Mitarbeiteridentität und Zugangsmanagement (IAM) als CIAM-Standards setzt.

Zudem geben 62 Prozent der Unternehmen an, dass sie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einsetzen. 61 Prozent erlauben es Kunden, ihre Social Media Identitäten als Login zu nutzen und wiederum 48 Prozent verwenden eine Biometrie-Lösung.

Diejenigen Unternehmen mit fortgeschrittener CIAM haben eigenen Angaben zufolge ihre Geschäftsziele durch ihre Sicherheitspläne 20 bis 52 Prozent öfter erreichten. Diese Ziele sind, Kunden zu gewinnen (88 %), zu betreuen (89 %) und zu halten (88 %).

Allgemein glauben die Studienteilnehmer, dass CIAM die Datenschutzhürden überwindet, indem es sicherstellt, dass die Datenerhebung strikt innerhalb der Grenzen der Einwilligungsrichtlinien erfolgt. Die meisten der Befragten gaben an, dass CIAM ihnen dabei hilft, die Kundenidentitäten besser zu schützen (84 %), das Bedrohungsrisiko von Kundendaten zu reduzieren (86 %) und Erkenntnisse aus den von ihnen gesammelten Kundendaten zu gewinnen (84 %).

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