Studie: Innovationsstau beim vernetzten Arbeiten Collaboration-Tools: Unter­neh­men haben Nachholbedarf

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Einer Studie von LogMeIn zufolge wird Teamarbeit in vielen Unternehmen zu selten mit effizienter Technik unterstützt. Demnach sieht ein Großteil der Befragten zwar die Vorteile, dennoch nutzen nur 15 Prozent Chat-Lösungen und zwölf Prozent Videokommunikation.

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Collaboration-Tools helfen, die Effektivität der Mitarbeiter und deren Kommunikation mit den Kollegen zu verbessern.
Collaboration-Tools helfen, die Effektivität der Mitarbeiter und deren Kommunikation mit den Kollegen zu verbessern.
(Bild: LogMeIn)

Ortsungebunden oder im Team zu arbeiten, beschert Mitarbeitern viele Vorteilen, sofern sie die passende Unterstützung durch geeignete Tools erhalten. UCC-Experte LogMeIn hat eine Studie zum Arbeitsverhalten von Wissensarbeitern in Deutschland durchgeführt. Ein zentrales Ergebnis: Büros sollten verstärkt auf den Einsatz effizienter Collaboration-Anwendungen setzen, damit Mitarbeiter effektiver arbeiten und die Kommunikation mit ihren Kollegen verbessern können.

Im Rahmen der Studie wurden 200 Mitarbeiter von deutschen Unternehmen verschiedener Branchen und Größen unter anderem gefragt, welche Vorteile sie persönlich aus der Arbeit in einem Team zögen. 60 Prozent schätzen es, verschiedene Perspektiven in die Arbeit einfließen lassen zu können. Für 52 Prozent spielt es eine große Rolle, die anfallende Arbeitslast auf mehrere Schultern zu verteilen. Eine signifikante Erhöhung der Effizienz (33 %) und der Motivation (23 %) bei der Arbeit waren weitere Vorteile, die genannt wurden.

Kommunikationshindernisse agil überwinden

Allerdings zeigt die Studie ebenfalls, dass gleichwohl die Arbeit im Team Spaß macht und motiviert, viele Büroangestellte nicht in ausreichendem Maße moderne Technologien nutzen. So nennen die Befragten als bevorzugte Kommunikationswege unter Mitarbeitern am Arbeitsplatz immer noch den persönlichen Direktkontakt (68 %) und E-Mails (22 %). Lediglich 15 Prozent nutzen Chat-Lösungen und zwölf Prozent Videokommunikation für den täglichen Austausch mit ihren inländischen und internationalen Kollegen.

Um die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter zu erhalten, wären Unternehmen gut beraten, mehr Wert auf den Einsatz moderner Collaboration-Tools zu legen und eine entsprechende Kultur im Unternehmen zu fördern. Schließlich setzen nur 20 Prozent der Befragten oft Collaboration-Anwendungen am Arbeitsplatz ein, um sich mit Kollegen auszutauschen. Immerhin 36 Prozent beklagen sogar, dass es an ausreichender Kommunikation zwischen ihren Mitarbeitern und Arbeitskollegen fehle. Hier besteht noch erhebliches Potenzial, die Prozesseffizienz und die kollegiale Interaktion weiter zu verbessern und dadurch die Produktivität zu stärken.

Entwicklung im Bereich Collaboration geht weiter

„Arbeit im Homeoffice und in dezentral organisierten Teams sind die aktuellen Top-Trends in der Arbeitswelt qualifizierter Wissensarbeiter“, erklärt Sion Lewis, Vice President EMEA bei LogMeIn. „Sowohl Mitarbeiter als auch Unternehmen profitieren dadurch von einem Zuwachs an Flexibilität und Potenzierung von Know-how – vorausgesetzt die Rahmenbedingungen stimmen. Ein wesentlicher Faktor dafür ist eine leistungsfähige technologische Infrastruktur. Sie muss gewährleisten, dass Kommunikation auch unter nicht anwesenden Kollegen so funktioniert, dass produktiver Austausch jederzeit stattfinden kann. Wir stehen seit Jahren dafür ein, Innovationen im Bereich Collaboration zu fördern und Anwendern zugänglich zu machen. Um diese Entwicklung konsequent weiterzuführen, werden wir Menschen und Unternehmen auch in Zukunft mit unserem Portfolio die erforderliche Unterstützung für die effiziente Zusammenarbeitsmodelle von morgen zukommen lassen.“

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