Zoom stärkt Channel Channel-First-Strategie bei Zoom

Von Margrit Lingner 3 min Lesedauer

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Zoom hat sich von einer Videomeeting-Plattform zur umfassenden Kommunikationslösung mit integrierten KI-Funktionen gemausert. Um auch so wahrgenommen zu werden und weiter zu wachsen, will Zoom eine Channel-First-Company werden.

Zoom hat sich von einer Videomeeting-Plattform zur umfangreichen KI-gestützten UCC-Anwendung gemausert. Um weiter zu wachsen, setzt das Unternehmen auf den Channel.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Zoom hat sich von einer Videomeeting-Plattform zur umfangreichen KI-gestützten UCC-Anwendung gemausert. Um weiter zu wachsen, setzt das Unternehmen auf den Channel.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Mit einer klaren „Channel-First-Strategie“ will Zoom den Channel in Europa deutlich stärken. Um diesem Ziel näher zu kommen, baut der UC-Anbieter das Team aus. Seit November 2024 leitet Nadja Risse die Geschicke des Unternehmens in den Regionen DACH & CEE (Zentral- und Osteuropa). Und seit Juli 2025 leitet der ehemalige Geschäftsführer von Alcatel-Lucent Enterprise Deutschland, Jürgen Reintjes, das Partnergeschäft in Zentraleuropa mit Schwerpunkt auf Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wachstum im UCC-Markt

Schlecht stehen die Aussichten auf weiteres Wachstum im UCC-Markt (Unified Communications & Collaboration) nicht. Schließlich sind in dem Bereich 2024 laut Statista weltweit rund 69 Milliarden US-Dollar umgesetzt worden. Und bis 2029 soll das weltweite UCC-Marktvolumen auf 85,4 Milliarden US-Dollar steigen. Dabei liegt der Umsatz von Zoom im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs bei 1,18 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen geht von weiteren Umsatzsteigerungen im laufenden Geschäftsjahr aus und sieht großes Potenzial im europäischen Markt.

Interessant für mittelständische Kunden im DACH-Raum dürften die Lösungen von Zoom durchaus sein. Schließlich hat der Kommunikationsspezialist das Portfolio in den letzten Jahren stark erweitert. Längst umfasse die Kommunikationslösung weitaus mehr als Video-Meetings, bekräftigt Nadja Risse.

AI Companion von Zoom

So werkelt seit 2023 bereits mit dem AI Companion eine Agenten-basierte KI in den Zoom-Lösungen. Er erstellt nicht nur Live-Zusammenfassungen während und nach Meetings, vielmehr erkennt er To-dos und nächste Schritte. So folgert der smarte Assistent beispielsweise nach einem Meeting eigenständig, ob ein Follow-up nötig ist, und schlägt Termine und Raumbuchungen vor. Außerdem kann er Zusammenfassungen erstellen und E-Mails mit den nächsten Schritten an die Teilnehmer versenden. Darüber hinaus beherrscht der AI Companion 36 Sprachen und liefert zum Beispiel bei Online-Meetings auf Wunsch Echtzeit-Übersetzungen mit Untertiteln.

Wenn Unternehmen Zoom Workplace nutzen, können sie auch unabhängig vom AI Companion Tools etwa für die Raumverwaltung oder für Team-Chats oder Mails nutzen. Schließlich umfasst die zentrale Kommunikationsplattform von Zoom Lösungen für Meetings, Videos, Whiteboards und Workplace-Management. Ferner gibt es für den Einsatz in Unternehmen die Business Services. Integriert sind ebenfalls KI-Funktionalitäten. Im Contact Center bietet die KI sowohl bei Chat- als auch bei Sprachkanälen gleich Lösungsschritte an. Und mit dem Revenue Accelerator, der an CRM angebunden werden kann, erhalten Vertrieb oder Marketing KI-gestützte Konversationsanalysen. Dabei sind die Zoom-Lösungen modular aufgebaut, flexibel einsetzbar und lassen sich dynamisch an die Bedürfnisse der Kunden anpassen.

Wer die Story hinter Zoom versteht, kann Kunden ganz anders abholen.“

Sebastian Menke, Sales Manager Zoom bei Kern & Stelly

Zoom erfolgreich vermarkten

Dass Kollaborations- und Kommunikationslösungen auch im deutschen Raum gefragt sind, stellt die Zusammenarbeit von Zoom mit Kern & Stelly unter Beweis. Der Hamburger Value Added Distributor hat bisher rund 1 Million Zoom-Lizenzen. „Die Erfolgsgeschichte von Kern & Stelly zeigt, was möglich ist, wenn Partner den Wandel im Collaboration-Markt aktiv mitgestalten“, erklärt Zoom-Europachefin Risse. Mit dem VAD arbeitet Zoom seit 2020 zusammen. Als weitere Distributoren im deutschsprachigen Raum ist ferner TD Synnex für Zoom am Start. Und seit Mai dieses Jahres vertreibt auch Komsa die Kommunikationslösungen von Zoom. Erfolgreich vermarkten konnte Kern & Stelly die smarten Lösungen, weil sie „auf Schulungen setzen, damit unsere Partner die Plattform als Ganzes verstehen – und nicht nur einzelne Produkte. Wer die Story hinter Zoom versteht, kann Kunden ganz anders abholen“, sagt Sebastian Menke, Sales Manager Zoom bei Kern & Stelly. Zudem hat der VAD Showrooms eingerichtet. Dort können Reseller Zoom-Lösungen live testen – inklusive Zoom Rooms, Zoom Phone und Collaboration-Tools.

Enge Partnerschaft auf Augenhöhe als Schlüssel zum Erfolg: Jürgen Reintjes (m.), Head of Channel EMEA Central bei Zoom, zusammen mit Marcel Ecke (l.), Technical Manager UC bei Midwich Group plc, und Sebastian Mencke, Focus Sales Manager Zoom bei Kern & Stelly in München(Bild:  Zoom)
Enge Partnerschaft auf Augenhöhe als Schlüssel zum Erfolg: Jürgen Reintjes (m.), Head of Channel EMEA Central bei Zoom, zusammen mit Marcel Ecke (l.), Technical Manager UC bei Midwich Group plc, und Sebastian Mencke, Focus Sales Manager Zoom bei Kern & Stelly in München
(Bild: Zoom)

Showroom und gemeinsame Auftritte

Alternativ werden virtuelle Demo-Termine angeboten, um Partnern und deren Kunden die Plattform in realistischen Szenarien vorzustellen. Als weiteren entscheidenden Erfolgsbaustein sieht der Distributor das gemeinsame Auftreten mit Zoom – etwa bei Roadshows oder Kundenveranstaltungen. Positiv wirke sich zudem die Einführung des Zoom AI Companion aus. Dies schaffe neue Impulse im Channel.

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Davon profitieren könnten nicht nur Partner aus dem IT- und Telefonie-Umfeld. Interessant dürften die Zoom-Lösungen auch für Partner in der Medientechnik sein. Auf dem Weg zur Channel-First-Company will Zoom das Channel-Team weiter personell verstärkt werden. Außerdem ist für Ende des Jahres ein neues Partnerprogramm mit neuen Incentive- und Qualifizierungs-Modellen geplant.

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