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Ubirch, G+D Mobile Security und 1NCE kooperieren Blockchain trifft auf IoT-Security

Autor: Sylvia Lösel

Der Managed-Services-Anbieter 1NCE ist spezialisiert auf IoT-Konnektivität beispielsweise in puncto Asset Tracking, Smart Metering und Müll-Management. In Zusammenarbeit mit den Blockchain-Experten von Ubirch entsteht nun eine neue Lösung.

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Die Blockchain sorgt für Sicherheit beim Austausch von IoT-Daten.
Die Blockchain sorgt für Sicherheit beim Austausch von IoT-Daten.
(Bild: © Production Perig - adobe.stock.com)

Ab März 2020 bietet 1NCE seinen Kunden die Möglichkeit, ihre IoT-SIM-Karten mit der Sicherheitstechnologie von Ubirch konfigurieren zu lassen. Während herkömmliche Lösungen die Daten erst nach der Speicherung in einer Blockchain in der Cloud sichern, versiegelt die Ubirch-Lösung Sensordaten direkt an der Quelle, nämlich direkt auf dem SIM-Chip. So versiegelte Datenpakete können bei der späteren Verarbeitung in einer beliebigen Cloud oder anderen IT-Systemen verifiziert werden. Das schafft die Grundlage für vollautomatisierte, datengesteuerte Architekturen über Lieferketten hinweg – zum Beispiel im Gesundheitswesen, in der Logistik, bei Smart Grids oder in der digitalen Versicherungswirtschaft.

Möglich wird dies durch ein von Ubirch entwickeltes Protokoll. Es stellt sicher, dass Daten von IoT-Sensoren nach ihrer Erstellung nicht mehr verfälscht werden können. Die Datenpakete werden mit starker Kryptographie so versiegelt und verkettet, dass es technisch unmöglich wird, sie zu manipulieren, sobald sie einmal in einer Blockchain gespeichert sind. Die Kombination einer Blockchain-on-a-SIM-Lösung mit Konnektivitäts-Dienstleistungen sei bisher einzigartig, nimmt 1NCE für sich in Anspruch. Dritter im Bunde dieses Lösungspaketes ist G+D Mobile Security. Deren SIGNiT-Lösung schafft die Verbindung zwischen SIM-Umgebung, Betriebssystem und der Blockchain.

So funktioniert es

Die Lösung funktioniert wie eine Blockchain, die direkt von der Quelle der Datenerzeugung ausgeht – dem IoT-Sensor. Ein privater Schlüssel, der sich auf der SIM-Karte befindet, versiegelt die IoT-Daten. Im Backend werden diese Mikro-Zertifikate dann in einem sogenannten Merkle-Baum gespeichert und in öffentlichen Blockchains verankert. So entsteht ein unveränderlicher und unwiderlegbarer Datensatz für jeden einzelnen Sensor. Da das Protokoll bidirektional ist, kann ein IoT-Sensor auch eingehende Datenpakete auf ihre Authentizität und Integrität überprüfen. Das bietet Schutz gegen unautorisierte Befehle oder unbekannte Quellen. Die Vorteile für Kunden seien enorm, erläutert 1NCE, da IoT-Daten bei jeder Verarbeitung verifiziert werden können oder neue datengesteuerte Geschäftsmodelle wie Smart-Contract-Versicherungen unterstützt werden.

Stephan Noller, CEO von Ubirch, erklärt: „Bei der Umwandlung des IoT in ein profitables Geschäft geht es eindeutig um zwei Dinge – Sicherheit und Skalierung. Mit dieser spannenden Zusammenarbeit können wir eine bahnbrechende Lösung für beides anbieten. Wir glauben, dass dieses Angebot neu definieren wird, wie Unternehmen über IoT denken.“

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Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin