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Grenzüberschreitende Ansätze bei der Unternehmens-Software

BI, CRM und Unified Communication wollen an ERP andocken

09.03.2010 | Redakteur: Stefan Riedl

Bei der Einführung von ERP-Systemen ist der Blick hinter die Grenzen der Software oftmals wichtiger als der auf den Funktionsumfang.
Bei der Einführung von ERP-Systemen ist der Blick hinter die Grenzen der Software oftmals wichtiger als der auf den Funktionsumfang.

Unternehmensdaten aus dem ERP sind ein wertvolles Gut. Sie müssen beim Kundenkontakt genauso vorliegen, wie bei der Analyse durch ein BI-System. Außerdem werden Unternehmensgrenzen aufgeweicht, weil der Datenfluss verschiedene „Grenzübergänge“ benutzt.

Historisch betrachtet sind ERP-Systeme aus Warenwirtschaftssystemen heraus entstanden, denen eine Produktionsplanung angeflanscht wurde. Beides sind Insellösungen, beide sind jedoch auf Daten aus unterschiedlichen Anwendungen angewiesen (beispielsweise CRM) und stellen Daten für andere Anwendungen bereit (beispielsweise Business-Intelligence-Lösungen). Außerdem spielen sowohl in der Warenwirtschaft als auch im ERP-Bereich, bei der Produktionsplanung, Daten aus vor- und nachgelagerten Wertschöpfungs-Stufen eine Rolle.

ERP-2-Systeme als Basis

Werden Unternehmensgrenzen überschritten, ist von „ERP-2“ die Rede. Dieser Ausdruck kann auf Gartner zurück geführt werden. Unter dem Titel “ERP is dead – long live ERP 2“ stellten die Marktforscher den Wandel hin zu neuen ERP-Systemen vor, in denen Prozesse der Zusammenarbeit verschiedener Unternehmen aus verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette eine Rolle spielen. ERP-2-Systeme zeichnen sich daher durch grenzüberschreitenden Datenaustausch, eine web-basierte, offene und modulare Architektur sowie ankoppelbare Prozesse aus. Hinzu kommt die Gemeinsamkeit, dass sie flexibel in beliebigen Branchen einsetzbar sind. Insellösungen waren schon mit ERP-2 Schnee von gestern.

ERP-3: Fake oder Fortschritt

Die Firma Intraprend aus Wiesbaden sieht sich selbst schon einen Schritt weiter und hat das „ERP 3“-Zeitalter ausgerufen. Die Frage, ob das Fake oder Fortschritt ist, hängt in erster Linie davon ab, ob sich der Begriff ERP-3 in diesem Zusammenhang etablieren wird. Für Ditmar Tybussek, den Geschäftsführer von Intraprend, gilt: „ERP 3 bedeutet, dass eine Unternehmenslösung vollständig in der ,Mitmach-Technologie‘ des Web 2.0, also allein in HTML, erstellt wurde“. Erst dadurch könnten Unternehmen wirklich Teil der „connected world“ werden. „Wir kennen das ja längst von Plattformen wie Ebay, Youtube, Google oder Facebook. Dort kann man sich seine ganz individuelle Plattformwelt einrichten, sich nach Belieben vernetzen und problemlos allerlei Extras einbinden“, so Tybussek. Nur in der ERP-Welt werde wie eh und je traditionell programmiert.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu den grenzüberschreitenden Technologien hinter den Konzepten.

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