IT Infrastruktur-Konzepte für kleine Netzwerke, Teil 3

Backup, Administration, Patch-Management & Wartung für KMU-Netze

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Welche Sicherung ist die Richtige?

Zunächst einmal ist irgendeine Sicherung besser als gar keine! Große Firmen und Rechenzentren sichern ihre Daten in zwei Stufen: Die erste mit Festplatten (sehr schnell) und die zweite mit Bandlaufwerken. Alte Daten bzw. Bänder können so archiviert werden.

Kleine Firmen können ihre Daten gerne auch auf kostengünstige Datenträger brennen und ihre Vollsicherungen auf mehrere externe Festplatten speichern – Auch wenn viele Experten der IT-Branche dies als nicht professionell ansehen mögen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 14 Bildern

Bei einem NAS-Speicher (Network Attached Storage) ist darauf zu achten, dass das Gerät im Dauerbetrieb über eine ausreichende Kühlung verfügt, da ansonsten wegen Überhitzung die Lebensdauer der Festplatte leidet. Hersteller der unteren Preisklasse vernachlässigen hier gerne eine ausreichende Kühlung.

Sichern & Widerherstellen (Backup & Restore)

Wenn in der Firma nur ein Server vorhanden ist, lohnt sich oft der Kauf einer teuren kommerziellen Backup-Software nicht. Vielmehr kann auch mit Bordmitteln eine Datensicherung durchgeführt werden. Alle modernen Betriebssysteme bieten die Möglichkeit per Skript automatisch Sicherungskopien anzulegen. Ein Administrator überwacht anschließend den Erfolg und stellt für künftige Sicherungen ausreichend Speicherplatz zur Verfügung. Die archivierten Sicherungsmedien sollten verschlossen und an einem entfernten Ort aufbewahrt werden. So kann den Daten weder durch Feuer noch durch Diebstahl in der Firma etwas passieren.

Nach dem Motto Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, sollte auch immer überprüft werden, ob die Datensicherung erfolgreich zurückgesichert werden kann. Ein Test ist notwendig.

Cloud-Computing

Die Idee von Cloud-Computing besteht schon sehr lange. Mit Entwicklung von neuen Virtualisierungstechnologien, die sowohl Betriebssysteme, als auch Anwendungen betreffen, rückt das Vertriebsmodell „Software als Dienstleistung“ zu verkaufen wieder ins Gespräch.

Für einen kleinen Betrieb würde das im Extremfall bedeuten, dass er alles – bis auf einen PC ohne Betriebssystem – in die Hände eines externen Dienstleisters geben würde. Der liefert dann über sein Rechenzentrum Anwendungen und Betriebssystem. Alle Firmendaten würden so in diesem Rechenzentrum gespeichert sein. Der Kunde hat keinerlei Arbeit mehr mit der IT.

Der Software-as-a-Service kann nach Datenvolumen, Anzahl der Betriebssysteme und Wartungsaufwand abgerechnet werden. Es fällt eine Art Miete an. Voraussetzung für diese Dienstleistung ist neben einem grenzenlosen Vertrauen in den Dienstleister eine sicherere und vor allen Dingen stabile Datenleitung. Bricht die Verbindung zum Internet ab oder überfluten gerade Hacker das Netzwerk oder die Namensserver, dann kann u. U. auch beim Kunden nicht gearbeitet werden.

Fazit

Selbst eine kleine IT-Infrastruktur muss gewartet werden. Die Überwachung, Software-Updates und insbesondere Datensicherungen sind notwendig. Möchte man dies nicht durchführen, dann können Rechenzentren mit einem Software-as-a-Service-Modell (Cloud Computing) einem kleinen Unternehmen so gut wie alles abnehmen. Die Gefahren dieser Dienstleistung liegen in der Datensicherheit und Verfügbarkeit der Internetleitung.

zurück zu Teil 2

zurück zu Teil 1

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:2046399)