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Chapter 11 könnte für Avaya bald Geschichte sein Avaya: Neue Pläne, neuer CEO

Autor: Sylvia Lösel

Acht Jahre führte Kevin Kennedy den UC-Spezialisten Avaya. Zum 1. Oktober gibt er sein Amt ab. Ein Nachfolger steht bereits fest. Er soll dann auch das Unternehmen aus dem Gläubigerschutz des Chapter 11 führen.

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Für Avaya könnte es im Herbst unter neuen Vorzeichen weitergehen.
Für Avaya könnte es im Herbst unter neuen Vorzeichen weitergehen.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Jim Chirico wird ab Oktober neuer Chef bei Avaya. Er übernimmt das Zepter von Kevin Kennedy, der nach acht Jahren zurücktritt. Chirico ist seit 2008 bei Avaya und war bislang Chief Operation Officer.

Des weiteren gab das Unternehmen bekannt, dass es noch diesen Herbst aus dem Chapter-11-Gläubigerschutz heraustreten möchte. Möglich könnte das durch neue Vereinbarungen mit Gläubigern und der U.S. Pension Benefit Guaranty Corporation werden. Unter anderem könnten Avayas Schulden dadurch um mehr als drei Milliarden Dollar reduziert werden. Geplant ist offenbar, Avaya künftig als börsennotiertes Unternehmen zu führen. Diese Vereinbarungen müssen noch bei einer Gerichtsanhörung genehmigt werden. Diese ist für den 23. August angesetzt.

Kommentare der deutschen Geschäftsführung

Wolfhart Krischke, kaufmännischer Geschäftsleiter bei Avaya: „Die nun erzielte Vereinbarung steht im Einklang mit unserer Strategie und bietet uns einen klaren und gangbaren Weg aus dem Chapter-11-Prozess. Sie ist ein wichtiger Meilenstein bei unseren Bestrebungen, in den nächsten Wochen als starkes und wettbewerbsfähiges Unternehmen aus Chapter 11 hervorzugehen. In Deutschland hat sich das Geschäft währenddessen sehr positiv entwickelt; unsere Kunden und Partner haben uns ihr Vertrauen in unsere Technologien und in unser Unternehmen bestätigt. Wir konnten nicht nur unsere Kundenbasis stabil halten, sondern branchenübergreifend signifikant viele Neuprojekte gewinnen.“

Lukas Baur, Head of Sales Avaya: „Wir haben unsere gesetzten Ziele nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen, und verzeichnen durchweg positive Entwicklungen und ein konstantes Wachstum bei unseren Mittelstandslösungen. Hierzu zählen neben den Bereichen Unified Communications und Contact Center insbesondere auch die Carrier Services. Wir sind sehr stolz auf das hohe Maß an Vertrauen und die Unterstützung, die uns von unseren Kunden und Partnern in Deutschland entgegengebracht wird.“

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 Sylvia Lösel

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Chefredakteurin