Avision AI360, AI350 und AI340 Autarke Scanner mit integriertem PC

Autor: Klaus Länger

Mit dem AI360 und den Schwestermodellen AI340 und AI350 stellt Avision leistungsstarke Dokumentenscanner mit integrierten Intel-x86-Rechnern vor, die ohne zusätzlichen PC Aufgaben wie OCR und Dokumentenverwaltung übernehmen können.

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Im Avision I360 ist ein Rechner mit einem Intel-Core-i5-Embedded integriert, auf dem Windows 10 oder Ubuntu Linux laufen können und der für weitere Schritte im Dokumentenworkflow nach dem Scannen genutzt wird. Bedient wird er über einen 8-Zoll-Touchscreen.
Im Avision I360 ist ein Rechner mit einem Intel-Core-i5-Embedded integriert, auf dem Windows 10 oder Ubuntu Linux laufen können und der für weitere Schritte im Dokumentenworkflow nach dem Scannen genutzt wird. Bedient wird er über einen 8-Zoll-Touchscreen.
(Bild: Avision)

Reine Dokumentenscanner sind nur mit begrenzter Intelligenz ausgestattet. So verfügen die Avision-Scanner zwar über einen VM3-Bildverarbeitungsprozessor, der den Scanvorgang unterstützt und die Bildkomprimierung übernimmt, aber für Aufgaben wie OCR und Dokumentenverwaltung ist ein zusätzlicher PC notwendig. Bei den Scannermodellen AI360, AI350 und AI340 ist das nicht der Fall. Denn hier ist im Scannergehäuse ein vollwertiger PC mit einem Intel-Prozessor eingebaut. Der Hersteller verwendet dabei Embedded-Varianten von Mobilprozessoren der 8. Core-Generation. Im AI360 sitzt ein Core i5-8365UE auf dem COM-Express-Modul, im AI350 ein Core i3-8145UEA und im AI340 ein Celeron 4305UE. Verfügbar ist zunächst nur der Ai360, der laut Avision mit acht GB RAM und einer bis zu 256 GB großen SSD aufwarten kann. Zur Ausstattung gehören zudem Gigabit-Ethernet und ein WLAN-Controller. Bedient wird das Gerät über einen 8-Zoll-Touchscreen. Zusätzlich können via HDMI ein Monitor und mittels USB eine Maus und ein Keyboard angeschlossen werden. Die eigentliche Scannerplatine mit dem VM3-Prozessor und 512 MB RAM ist intern an dem PC-Mainboard angeschlossen. Scannertreiber stellt Avision für Windows 10 und Ubuntu-Linux zur Verfügung. Im Normalfall gehört das Betriebssystem nicht zum Lieferumfang, kann aber auf Wunsch vorinstalliert werden.

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Scanner mit 60 Seiten Pro Minute

Der mit einem 100-Seiten-ADF ausgerüstete A4-Farbcanner ist duplexfähig und verarbeitet 60 Seiten oder 120 Bilder pro Minute mit 300 dpi. Die maximale Scanauflösung beträgt 600 dpi. Das Gerät verarbeitet bis zu 6.096 mm lange Vorlagen und verfügt über einen Ultraschallsensor zur Vermeidung von Doppelblatteinzügen. Der Scanner bewältigt neben herkömmlichen A4-Seiten mit einem Gewicht von bis zu 413 g/m² auch geprägte Hartkarten wie ID-Karten, Kreditkarten, Führerscheine oder Visitenkarten. Farben und Formate werden automatisch erkannt. Als maximales Scanvolumen nennt Avision 6.000 Seiten pro Tag.

Zunächst bietet Avision den AI360 nur in begrenzter Stückzahl und als Demogerät an. Das Gerät ist vorerst auch nicht an Endkunden gerichtet sondern eher an Partner, die sich mit der Technik vertraut machen wollen, sowie an Softwareentwickler. In größeren Stückzahlen für Endkunden sollen der AI360 und seine beiden Schwestergeräte ab Oktober verfügbar sein. Der Avision AI360 kostet 2.899 Euro (UVP). Endkundenpreise für die anderen beiden Modelle nennt der Hersteller daher bislang nicht.

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