Apple-Rechner in Unternehmen Apple-Computer als Alternative zu Windows-PCs

Von Margrit Lingner 3 min Lesedauer

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Muss es wirklich immer Windows sein? Wenn das Support-Ende von Windows 10 den Computertausch in Unternehmen erforderlich macht, könnte der Neue ein Mac werden. Die Apple-Alternative bietet nämlich durchaus Vorteile: Sie haben einen langen Atem, sind leistungsfähig, langlebig und leise. Und selbst der höhere Preis macht sich auf längere Sicht bezahlt.

Computer von Apple sind unter anderem wegen ihres langen Supports eine Alternative zu Windows-PCs auch für Businesskunden.(Bild:  Apple)
Computer von Apple sind unter anderem wegen ihres langen Supports eine Alternative zu Windows-PCs auch für Businesskunden.
(Bild: Apple)

Die Gelegenheit ist günstig: Steht ohnehin ein Gerätetausch an, weil die Firmenrechner nicht Windows-11-tauglich sind, könnten Apple-Computer eine Alternative zu Windows-PCs sein. Dabei sollte der Umstieg auf das Apple-Betriebssystem MacOS laut Apple vor allem iPhone- oder iPad-Nutzern leichtfallen. Schließlich tauchen bei der neuesten MacOS-Version nicht nur die gleichen Symbole auf wie beim iPhone. Auch Kontrollzentrum und Systemeinstellungen sind vom iPhone auf den Mac gewandert und lassen die Oberfläche vertraut aussehen.

Apple-Geräte haben sich im Unternehmenskontext als ernst zu nehmende Alternative zu klassischen Windows-PCs etabliert.

Mike Czichowsky, Geschäftsführer Systemconnect

Apple-Rechner im Unternehmenskontext

Apple-Geräte haben sich im Unternehmenskontext als ernst zu nehmende Alternative zu klassischen Windows-PCs etabliert“, bestätigt Mike Czichowsky, Geschäftsführer des in Monheim ansässigen IT-Dienstleisters Systemconnect. Macs seien nicht nur performant, sondern „punkten mit langer Lebensdauer und geringem Support-Aufwand, was in Zeiten knapper IT-Ressourcen ein echter Vorteil ist.“ Die hohe Performance ist dabei nicht nur auf die leistungsfähigen neuen M4-Chips (mit einer bis zu 16-Core-CPU, 40-Core-GPU und einer Neural Engine) zurückzuführen. Vielmehr resultiert sie auch aus der engen Verzahnung von Hard- und Software.

Dass MacOS-Computer beliebter werden, bestätigen die Analysten von Gartner. Demnach hat Apple im zweiten Quartal 2025 5,7 Millionen Rechner verkauft – 13,4 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Dabei ist der PC-Markt 2024 durchschnittlich nur um 4,4 Prozent gewachsen.

Lange Lebenszyklen und Updates

Für den Umstieg auf Apple-Computer gibt es gute Gründe, wie Czichowsky aus der Praxis berichtet. Doch halten sich hartnäckig Vorbehalte. Dass Macs zu teuer seien, wird häufig kolportiert. Das mag vordergründig stimmen, wenn lediglich das Einstiegspreisniveau im Vergleich zu PCs betrachtet wird – das günstigste Modell, der Mac mini, kostet 699 Euro (UVP). Bei ähnlich ausgestatteten Premium-Windows-PCs gleichen sich die Preise wiederum an. Und auf den gesamten Lebenszyklus des Computers gesehen, wendet sich das Blatt. Schließlich sind die Rechner aus Cupertino langlebig, nicht zuletzt, weil Apple mehrere Jahre Software-Support und kostenlose Updates auch für das Betriebssystem bietet. Und „in Konzepten wie Device as a Service relativiert sich der Preis über die Laufzeit, vor allem durch den deutlich höheren Restwert der Geräte im Vergleich zu klassischen Windows-Systemen“, fügt Czichowsky ergänzend hinzu.

Auch das Vorurteil, viele Programme liefen nicht auf MacOS-Geräten, lässt sich entkräften. Gängige Anwendungen wie Microsoft 365 laufen problemlos auf Mac-Notebooks oder -Computern. Dateien mit Windows-PCs auszutauschen, funktioniert ebenfalls reibungslos. Zweifellos gibt es branchenspezifische Anwendungen, die ausschließlich für Windows verfügbar seien, bestätigt der Systemhaus-CEO. Dazu gehören zum Beispiel CAD-Software wie SolidWorks oder spezielle Warenwirtschaftslösungen. Sie lassen sich aber „auf dem Mac problemlos über etwa Parallels Desktop nutzen“. Mehr noch: Da über Parallels eine Partition auf einem Mac für Windows eingerichtet wird, haben Nutzer gleich zwei Rechner mit unterschiedlichen Betriebssystemen.

Schnelles Einrichten via iPhone

Darüber hinaus verspricht der Hersteller mit der neuen Version des Betriebssystems, MacOS Tahoe 26, das im Herbst auf den Markt kommt, einen Produktivitäts-Booster. Das fängt bei der schnellen Einrichtung über iPhones oder iPads an. Einstellungen für WLAN oder iCloud werden dabei ebenso übernommen wie Fotos, Notizen oder Passwörter. Auch die Zusammenarbeit mit dem iPhone funktioniert nahtlos ohne zusätzliche Software. Zudem hilft die optimierte KI Apple Intelligence bei Textzusammenfassungen oder Echtzeitübersetzungen. Dabei ist ChatGPT in der Sprachassistenz Siri integriert. Daten sollen dabei für Trainingszwecke nur weitergegeben werden, wenn Nutzer zustimmen.

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