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Computex 2019

AMD kündigt Ryzen-Prozessoren der dritten Generation an

| Autor: Klaus Länger

Bis zu 12 Cores und PCI-Express 4.0: die Ryzen-3000-Prozessoren für den Sockel AM4. Sie sollen auch kompatibel zu Mainboards mit älteren Chipsätzen sein.
Bis zu 12 Cores und PCI-Express 4.0: die Ryzen-3000-Prozessoren für den Sockel AM4. Sie sollen auch kompatibel zu Mainboards mit älteren Chipsätzen sein. (Bild: AMD)

Am 7. Juli sollen die ersten Ryzen-Prozessoren der dritten Generation auf den Markt kommen. Die Desktop-CPUs mit Zen-2-Architektur verfügen über sechs bis zwölf Cores und werden in 7-Nanometer-Technologie hergestellt.

AMD-Chefin Dr. Lisa Su verkündete auf der Computex 2019 in Taipeh die Verfügbarkeit der ersten Desktop-Prozessoren auf Basis der Zen-2-Architektur. Sie sollen ab den 7.7. zur Verfügung stehen. Das Datum hat Symbolcharakter. Denn die unter dem Codenamen „Matisse” entwickelten Prozessoren werden bei TSMC als erste AMD-CPUs teilweise in einem 7-Nanometer-Verfahren gefertigt. Das Spitzenmodell wird der Ryzen 9 3900X mit 12 Cores und 24 Threads. Er nutzt zwei CPU-Chiplets mit jeweils sechs Cores, die mit einem I/O-Chiplet gekoppelt sind. Der Basistakt liegt bei 3,8 GHz, der Boost-Takt bei bis zu 4,6 GHz. Den Cache hat AMD großzügiger dimensioniert als bei der zweiten Ryzen-Generation: Der 12-Kerner verfügt über 64 MB L3- und sechs MB L2-Cache. Darunter rangieren die Achtkerner Ryzen 7 3800X (3,9/4,5 GHz) und Ryzen 7 3700X (3,6/4,4 GHz) und die Hexacore-Prozessoren Ryzen 5 3600X (3,8/4,4 GHz) und 3600 (3,6/4,2 GHz). Die Achtkerner verfügen über vier MB L2- und 32 MB L3 Cache, die Sechskerner über drei MB L2- und ebenfalls 32 MB L3-Cache. Alle CPUs verfügen über zwei DDR4-Speicherkanäle. Allerdings unterstützen sie nun mit DDR4-3200 den derzeit schnellsten Speicher mit offizieller JEDEC-Spezifizierung. Neu ist die Unterstützung von bis zu 20 PCI-Express-4.0-Lanes. Davon sind 16 für die Grafikkarte und vier für NVMe-SSDs bestimmt. Weitere vier Lanes binden den Chipsatz an. Der Ryzen der dritten Generation ist die erste Desktop-CPU, die den gegenüber PCIe 3.0 doppelt so schnellen PCIe-4.0-Standard unterstützt.

Der US-Preis für die neuen Prozessoren soll zwischen 199 und 499 US-Dollar liegen. Damit kostet der Ryzen 9 3900X etwa genauso viel wie der Intel Core i9-9900K mit acht Cores, soll diesen in der Leistung aber klar übertrumpfen.

AMD X570: Chipsatz mit PCIe 4.0

Laut AMD laufen die neuen Prozessoren problemlos auf AM4-Mainboards mit älteren Chipsätzen bis hinunter zum B450. Bei Boards mit X370- und B350-Chipsatz ist dagegen ein an die neuen CPUs angepasstes BIOS notwendig. Der eigentlich für die neuen Prozessoren entwickelte Chipsatz ist allerdings der ebenfalls auf der Computex vorgestellte X570. Er verfügt auch über einen PCI-Express-4.0-Controller mit weiteren 16 Lanes, der allerdings durch seine höhere Leistungsaufnahme wohl einen Lüfter auf dem Chipsatz notwendig macht. Die X570-Mainboards sollen zudem zu Ryzen-Prozessoren der zweiten Generation kompatibel sein.

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