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Worauf IT-Einkäufer bei ihren Cloud-Einkäufen achten sollten

Amazon zielt mit Amazon Web Services verstärkt auf Unternehmen ab

| Redakteur: Katrin Hofmann

Giorgio Nebuloni, Senior Research Analyst European Enterprise Server Group, und Lynn-Kristin Thorenz, Director Research & Consulting bei IDC
Giorgio Nebuloni, Senior Research Analyst European Enterprise Server Group, und Lynn-Kristin Thorenz, Director Research & Consulting bei IDC

Amazon, einer der führenden Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Anbieter, möchte sich künftig stärker als Dienstleister für Unternehmen positionieren, und breitet sich damit außerhalb der Community der Entwickler aus.

2006 wurden Amazon Web Services (AWS) von Amazon eingeführt, um Applikationsentwicklern On-Demand-Infrastrukturdienstleistungen und -Ressourcen über das Internet anzubieten. Zu diesem Serviceangebot gehören in erster Linie Speicher- und Rechenkapazität, die durch Angebote rund um Datenbanken, Messaging und Content Delivery ergänzt werden. IDC geht davon aus, dass 2010 Umsätze in Höhe von mehreren hunderten Millionen Dollar mit AWS verdient wurden.

Die Pläne

Amazon hat seine Pläne, sein Profil im Business-Umfeld zu schärfen, auf dem europäischen Festland bereits deutlich kundgetan. Zu den geplanten Erweiterungen des Angebots gehören zusätzliche Support-Funktionen (z.B. der AWS-Premium-Support-Kanal für einen 24x7-Support), die Zertifizierung von Dritten für Qualität und Sicherheit (SAS 70 Typ 2, PCI DSS Level 1, FISMA und ISO 27001) sowie eine Erweiterung der Zertifizierung für Standard-Enterprise-Applikationen im Rapid Deployment Solutions (RDS)-Programm, inklusive einer Partnerschaft mit SAP und Oracle.

IDC beobachtet die Einführung von AWS bei Unternehmen vor allem in den folgenden Unternehmensbereichen: Web-Front-End-Hosting; Nutzung von Server- und Speicherkapazität, um „technische“ Back-End-Aufgaben durchzuführen (z.B. die Prüfung und Entwicklung von neuer Software, leistungsstarken EDV-Batch-Jobs sowie Datensicherung); transaktionale E-Mail-Dienstleistungen; Verwendung von EDV-Kapazität, um Server-Lastspitzen bei kurzen Zeitspannen zu adressieren.

Fazit für IT-Entscheider und Einkäufer

  • 1. Für Unternehmen, die Aufgaben in den oben genannten Bereichen zu bewältigen haben, empfiehlt IDC, AWS in Betracht zu ziehen, da einige Bereiche in bestimmten bei großer Auslastung womöglich reif für die Public Cloud sind. Andere Bereiche, wie beispielsweise RDS-Dienstleistungen, sollten hingegen langsamer angegangen werden. Zudem sind Unternehmen gut beraten, ein besonderes Augenmerk auf die Lizenzierungsvereinbarung und SLAs richten.
  • 2. Ein zentrales Thema bei der Einführung von Cloud ist der unkoordinierte Einkauf aus mehreren Geschäftsbereichen im Unternehmen, der Probleme bei der Architektur und Sicherheit verursachen kann sowie oftmals einem ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis entgegensteht. AWS-Kapazität wird in der Regel unmittelbar von IT-Mitarbeitern und -Entwicklern gekauft und verwendet, und zwar im Selbstbedienungsmodus über das Amazon-Webportal. Unternehmen sollten sich daher einmal genau anschauen, wer wann AWS-Kapazitäten „einkauft“ und dabei vor allem die einzelnen Geschäftsbereiche, die Finanz- und die Entwicklungsabteilung genauer unter die Lupe nehmen.
  • 3. Amazon hat zwar eine führende Rolle im Markt inne, ist jedoch nicht der einzige seriöse Anbieter. Vergleichen Sie die AWS-Preise und -Funktionen mit denen von Rackspace, CenturyLink (Savvis) und anderer Anbieter, die ebenfalls gerade dabei sind, den europäischen Markt gezielter zu adressieren.

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