Angetestet: HP Elitebook Ultra G1q Akku-Marathon mit Snapdragon X

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Das Elitebook Ultra G1q ist HPs Copilot+-Business-Notebook mit ­Qualcomm Snapdragon X. Das dunkelblaue 14-Zoll-Notebook mit 2,2K-Display macht vor allem bei der Akkulaufzeit eine sehr gute Figur und wartet mit einer schnellen KI-Einheit auf. Allerdings benötigt man für die volle Leistung ARM-native Applikationen.

Das HP Elitebook Ultra G1q mit Snapdragon-X-Elite-Prozessor kommt mehr als 19 Stunden bei typischer Office-Nutzung ohne Steckdose aus (gemessen mit PCMark 10 von UL Solutions).(Bild:  Vogel IT-Medien)
Das HP Elitebook Ultra G1q mit Snapdragon-X-Elite-Prozessor kommt mehr als 19 Stunden bei typischer Office-Nutzung ohne Steckdose aus (gemessen mit PCMark 10 von UL Solutions).
(Bild: Vogel IT-Medien)

Business-Notebooks müssen nicht Schwarz oder Silber sein. Und sie müssen nicht mehr unbedingt über einen Intel- oder eine AMD-Prozessor verfügen. Das in der Testkonfiguration 2.029 Euro teure Elitebook Ultra G1q ist in ein elegantes dunkelblaues Gehäuse aus bis zu 50 Prozent recyceltem Aluminium gekleidet. Auf dem Mainboard sitzt ein Snapdragon X Elite X1E-78-100, das kleinste Modell des Prozessors mit 12 Oryon-ARM-Cores. Ihm fehlt der Dual-Core-Boost und auch die Adreno-GPU ist etwas langsamer. Die Hexagon-NPU liefert dagegen bei allen X-Elite-Modellen 45 TOPS. In der mit dem ARM-nativen PCMark 10 Applications gemessenen Anwendungsperformance ist das mit 16 GB LPDDR5x bestückte Elitebook mit 12.073 Punkten langsamer als das mit derselben CPU aber 32 GB RAM bestückten Lenovo Thinkpad T14s Gen 6. Letzteres erzielte im Benchmark 13.122 Zähler. Auch in der 3D-Performance schneidet das Elitebook mit 25.155 Punkten im ebenfalls ARM-nativen 3DMark Night Raid etwas schlechter ab. Dafür kann das Snapdragon-X-Business-Notebook von HP bei der Akkulaufzeit punkten. Mit 19 Stunden und 11 Minuten ist das mit einem 59 Wh starken Akku ausgestattete Gerät das bisher mit Abstand ausdauerndste Notebook in unseren Hands-on-Tests. Zudem arbeitet das Gerät ausgesprochen leise, der Lüfter ist nur bei hoher Last hörbar.

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14_Zoll-Touchscreen mit 2,2K-Auflösung

Das 14-Zoll-Display im Elitebook Ultra G1q basiert auf einem IPS-Panel im 16:10-­Format mit 2.240 x 1.400 Bildpunkten und maximal 300 Nits. Es erkennt Touch-Eingaben, ist aber nicht komplett entspiegelt. Daher ist es unter freiem Himmel nur bedingt einsetzbar. Der Sound des Poly-Studio-Audiosystems ist für ein Business-Notebook sehr gut. Eine gute Qualität liefert die 5-MP-Webcam mit Windows-Hello-Support, die im Gespann mit der NPU zudem die Windows-Studio-Effekte unterstützt. Zusätzlich bietet das Elitebook Funktionen für die Anwesenheitserkennung wie das automatische Sperren und Anmelden sowie das Dimmen des Displays, wenn der Nutzer wegsieht. Die NPU wird zudem durch Microsoft-Anwendungen wie die Bildgenerierung in Paint und die Live-Untertitel mit Übersetzungsfunktion genutzt. Die Copilot-App läuft dagegen ebenso in der Cloud, wie die Teile des HP-eigenen AI Companion, die mit GPT-4o arbeiten. Sie können Fragen beantworten und Texte analysieren oder zusammenfassen. Die Software erfordert eine Anmeldung bei HP, nutzt aber laut Hersteller die Daten der User nicht für das Training. Zudem bietet der AI Companion eine KI-gestützte Optimierungsfunktion für Firmware und Treiber.

Weitere Hardware-Bestandteile des 1,35 kg schweren Elitebook sind eine flotte Samsung-PCIe-Gen4-SSD vom Typ PM9A1 mit einem TB Speicherplatz und ein WiFi-6E-Controller von Qualcomm. LTE oder 5G bietet das Gerät nicht. Etwas sparsam ist HP bei den Schnittstellen. Es gibt zwei USB-C-Ports, einer davon mit USB4 und eine USB-Typ-A-Buchse. Einen HDMI-Ausgang gibt es nicht und auch die bei Business-Notebooks sonst übliche Befestigung für einen Kensington-Lock fehlt. Das kurzhubige Keyboard bietet große, beleuchtete Tasten mit gut lesbarer Beschriftung. Das präzise Touchpad mit integrierten Maustasten ist sehr groß.

Enorm lange Akkulaufzeit und hohe Leistung bei ARM-Applikationen

Das Elitebook Ultra G1q von HP bietet bei einem Preis von etwas mehr als 2.000 Euro eine Rekord-Akkulaufzeit von mehr als 19 Stunden bei gleichzeitig hoher Leistung, sofern native ARM-Anwendungen genutzt werden. Mit der schnellen NPU hat es zudem Potenzial für lokale KI-Anwendungen. Außerdem arbeitet das elegante Business-Notebook sehr leise und es kann mit einem 2,2K-Touchscreen aufwarten. Wer allerdings primär mit x86-Software arbeitet, verliert trotz verbesserter Emulation immer noch viel Leistung.

Weniger gut haben uns das spiegelnde und nicht besonders helle Display sowie die etwas sparsame Schnittstellenausstattung gefallen. Hier macht sich die enge Verwandtschaft zum Consumer-Schwestermodell Omnibook X 14 bemerkbar.

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