Partnertag Reunite & Accelerate Acronis: eine Plattform, viele Möglichkeiten
Mit der Cyberprotect Cloud bietet Acronis Partnern eine integrierte Plattform, die in unterschiedlichen Ausprägungen eingesetzt werden kann. Diese Vielfalt, gepaart mit einem regionalen Footprint und globaler Ausrichtung, ebnet dem Hersteller den Weg in die Managed-Services-Welt. Doch das ist noch nicht alles, sagt CEO Patrick Pulvermüller.
Anbieter zum Thema

Es geht um Geschwindigkeit. Darum, die PS auf die Straße zu bringen. Das zeigt schon die Wahl der Location für das Partnerevent von Acronis. In der Motorworld in München ist alles ausgestellt was viel PS hat. Entsprechend passt auch das Motto der Veranstaltung Reunite & Accelerate. Damit bei all der Geschwindigkeit im Markt, die Sicherheit nicht zu kurz kommt, hat sich beim Backup- und Security-Spezialisten im vergangenen Jahr einiges getan. Die Cyberprotect Cloud ist Acronis' Antwort auf eine sich immer schneller drehende Angriffsszenerie. Wie Jan-Jaap Jager, Board Advisor es formuliert: „Es sind keine Menschen mehr, die angreifen. Es sind Bots.“ Entsprechend könne man auch nicht mehr mit den Bordmitteln vergangener Jahre reagieren. Automatisierung und Integration seien das Gebot der Stunde. Denn nicht nur die Anzahl der Angriffe und der Angriffsziele hat ich drastisch vermehrt, dazu komme für Kunden und Systemhäuser, dass es „zu viele Anbieter, zu viele Tools, zu viele Alarme und zu viel Arbeit“, gebe, so Jager. Und Markus Fritz, Director Channel Sales DACH,ergänzt: „Kunden sind mit dieser Komplexität überfordert und benötigen Beratung und Hilfe von Partnern.“ Deshalb wächst der Markt gerade enorm, auch für Acronis. Der Anbieter verzeichnet ein viermal stärkeres Wachstum als der Gesamtmarkt, so der Manager in seiner Keynote vor den rund 130 versammelten Partnern der DACH-Region.
Problemlösung als Einstieg in die Cloud-Welt

„Es gilt, die Möglichkeiten und Vorteile einer Cloud-Lösung aufzuzeigen“, ist auch CEO Patrick Pulvermüller überzeugt, der seit knapp einem Jahr CEO des global agierenden Anbieters mit rund 2.000 Mitarbeitern ist. Gelingt dies, „merkt man Änderungen im Nutzerverhalten und eine höhere Bereitschaft in die Cloud zu wechseln.“ Den Start für die Reise in die Cloud macht meist ein konkretes Problem, das der Kunde hat und das der Partner löst. „Der Partner merkt dann, was er alles dank unserer Plattform vereinfachen und lösen kann. Er gewinnt Zeit und reduziert seine Kosten.“ Ein Indiz für den Erfolg ist für Pulvermüller die sogenannte Net-Retention-Rate (Nettobindungsrate). Diese liegt für Acronis-Partner bei über 130 Prozent. Sprich: wenn deren Kunden heute für 100 Dollar Umsatz sorgen, wird dieser in einem Jahr auf 130 Dollar steigen.
Seine Managementerfahrung bei Service Providern wie Godaddy, Plusserver und Host Europe kann Pulvermüller bestens bei Acronis einbringen. „Wir haben im vergangenen Jahr stark an der Kommunikation mit unseren Partnern gearbeitet und die Prozesse verbessert“, beschreibt er einen Fokus der vergangenen Monate.
Integration und Differenzierung
Zudem hat Acronis nun eben mit der Cyberprotect Cloud eine Plattform auf dem Markt, die bereits 13 Anwendungen integriert und 55 Technologiepartner anbinden kann. Doch das ist noch nicht das Ende: „Dieses Jahr wollen wir es noch auf 100 Integrationen bringen“, gibt Pulvermüller das Ziel aus. „Wir differenzieren uns, indem wir gewisse Kernapplikationen immer selbst anbieten. Und dort sind wir besser als die Konkurrenz, da diese Apps voll integriert sind. Nur auf diese Art reduzieren wir die Komplexität auch für Partner. Denn er muss nicht mehr lernen, jedes einzelne Tool zu bedienen."
Das Partnerprogramm CyberFit hat Acronis ebenfalls angepasst. „Wir arbeiten mit Scores, Badges und einer gewissen Gamification“, schmunzelt der Manager. „Auf der einen Seite schaffen wir so eine gewisse Vergleichbarkeit, andererseits können wir Partnern dann auch helfen, dort besser zu werden, wo wir noch Schwächen identifizieren.“
Weltweit arbeitet Acronis mit 280 Distributoren zusammen. „Wir sind und bleiben ein Multichannel-Unternehmen“, betont Pulvermüller. „Wir möchten es für Kunden und Service Provider so einfach wie möglich machen, unsere Lösungen einzusetzen, und nicht für sie entscheiden, welcher Kanal der richtige für sie ist.“
Vertikalisierung schreitet voran
In der Partnerlandschaft beobachtet Pulvermüller eine zunehmende Vertikalisierung, um die Kundenbedürfnisse besser adressieren und sich selbst differenzieren zu können. „Eine Digitalagentur hat ganz andere Datenmengen, ganz andere Probleme wie beispielsweise ein Retailer oder ein Industrieunternehmen“, erläutert er. „Wir erwerben deshalb für unsere Lösung so viele Zertifikate wie möglich, um es Partnern möglichst einfach zu machen, diese beispielsweise auch in regulierten Bereichen einzusetzen und auf die Kundenbedürfnisse hin zuzuschneiden.“
Zudem bietet Acronis seine Lösung in einem hybriden Modell an. „Die Cloud kann im eigenen Rechenzentrum im Keller stehen“, sagt Pulvermüller. „Auch wer mit einer private Cloud beginnt, ändert die Prozesse und die Logiken. Sind diese einmal angepasst, ist es nur noch ein kurzer Weg, Server und Storage auch an anderen Orten vorzuhalten. So kann man sich mit unserer Lösung Schritt für Schritt weiterentwickeln."
Global und lokal
So vielfältig das Unternehmen in technologischer Sicht aufgestellt ist, so vielfältig ist es das auch mit Blick auf Globalität und Regionalität. Ein wichtiger Punkt, denn „man merkt eine Ent-Globalisierung und eine Re-Nationalisierung, was die Infrastruktur betrifft“, stellt Pulvermüller fest. Acronis wurde 2003 in Singapur gegründet, wo es seinen globalen Hauptsitz hat. In Schaffhausen in der Schweiz befindet sich ebenfalls ein Headquarter. „Unser Wettbewerbsvorteil ist, dass wir in 50 verschiedenen Regionen vertreten sind. Wir sind ein globales Unternehmen, das aber lokale Ausprägungen hat. Die Schweizer Karte hilft uns, Mittelständlern hier in der Region die Sicherheit zu geben.“ Acronis hat inzwischen fast 50 Rechenzentren weltweit, jedes Quartal kommen fünf bis sechs neue Rechenzentrums-Lokationen hinzu, um Daten wirklich im jeweiligen Land halten zu können. Dieser Trend wird bleiben.“
Darin begründet liegt das Ziel, künftig weiterhin kräftig in Infrastruktur, Netzwerk- und Datacenter zu investieren. „Die Vision ist, jeden Kunden und jede Workload weltweit innerhalb von 10 Millisekunden bedienen zu können. Das wird enorm wichtig, weil künftig noch mehr in die Cloud ausgelagert wird und auch Compute-intensive Dinge in der Cloud laufen werden“, lässt sich Pulvermüller ein klein wenig in die Karten blicken.
(ID:48301727)