FU Berlin: mit WLAN von Cisco auf dem Weg zur internationalen Netzwerk-Universität

Access Points unterm Lampenschirm

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Digital, mobil und weltoffen

„Mobiler Netzwerkzugang auf dem gesamten Campus der Freien Universität Berlin zählt zu unseren vordringlichsten Infrastrukturzielen“, ergänzt Torsten Prill, Managing Director des Hochschulrechenzentrums. Unter seiner Verantwortung entstand an den drei Uni-Standorten Dahlem, Düppel und Lankwitz innerhalb weniger Jahre das größte akademische Funknetzwerk Deutschlands.

Im Dezember 2005 wurde im Rahmen eines bundesweiten Ausschreibungsverfahrens die IT-Dienstleistungsfirma Lewron GmbH mit der Realisierung des Teilprojektes Wireless LAN beauftragt. Seitdem steht Lewron als Partner rund um das Wireless LAN kompetent zur Seite. Bis dato sind ca. 1.200 Cisco Access Points integriert. „Das Wireless-LAN-Projekt“, fährt Torsten Prill fort, „ist Bestandteil des übergeordneten Technologieprojekts ‚digitaler Campus‘. Damit verfolgen wir das Ziel, sichere und zuverlässige IT- und Kommunikationsservices für Forschung, Lehre und Universitätsverwaltung auf hocheffiziente Weise zentral anzubieten – und zwar im Rahmen eines kooperativen Betreuungskonzepts, also in enger Abstimmung mit allen betroffenen internen und externen Versorgungsträgern, Fachbereichen und Verwaltungseinheiten.“

Seinen Worten zufolge kann ‚digitaler Campus‘ als eine Art Fahrplan verstanden werden für die Entwicklung hin zu einer internationalen Netzwerkuniversität. Internationalisierung spielt im globalen Wettbewerb der Wissenschaftsstandorte heute eine entscheidende Rolle. Die Freie Universität Berlin unterhält bereits Büros in Peking und New York. Auch im Wireless LAN findet die weltoffene Internationalisierungsstrategie der Universität ihren Niederschlag: Auf Basis des Security-Standards IEEE 802.11X bietet der europaweite Roaming-Dienst ‚EduRoaming‘ Wissenschaftlern aller angeschlossenen Bildungseinrichtungen einen hochsicheren mobilen Zugriff auf heimatliche Netzwerkressourcen und das Internet.

Stabile Signalstärken bis an den Funkzellenrand

Unterdessen bereitete die drahtlose ‚Verkabelung‘ der eisernen Rostlaube nach Abschluss der Asbestsanierung Rainer Ronke einiges Kopfzerbrechen: „Das Metall der Wände verursacht extreme Reflexionen. Eine Lösung schien nicht in Sicht“. Dies änderte sich als er Anfang 2008 die Präsentation des neuartigen Access Point Aironet 1252 auf der Cisco Networkers-Konferenz 2008 in Barcelona erlebte. Die Produkte beherrschen den De-facto-Standard IEEE 802.11n, der in vollständiger Kompatibilität zu allen heute verbreiteten Wi-Fi-Normen gleichzeitig über mehrere Antennen sendet und empfängt. „Mit drei Antennen ist ohne Kanalbündelung eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 150 Megabit pro Sekunde möglich“, erläutert Rainer Ronke.

Die funktechnischen Messungen in der Rostlaube förderten einen weiteren Vorzug des neuen Aironet 1252 zutage: „Zwar sind die Funkzellen mit IEEE 802.11n nicht unbedingt größer als bei den anderen Vertretern der Wi-Fi-Standardfamilie. Anders als dort ist jedoch die Signalstärke bis an den Zellenrand nahezu konstant. Und das heißt: überall gleichmäßig stabile Bandbreiten“, führt Rainer Ronke aus. Außerdem können benachbarte Zellen dank flexibler Kanalauswahl über jeweils verschiedene Kanäle senden und empfangen. Störende Wechselwirkungen, so genannte Interferenzen, seien damit so gut wie ausgeschlossen.

Insgesamt 30 Cisco Aironet 1252 sind zurzeit im Einsatz. Die meisten davon wurden unter der Deckenverkleidung montiert, denn die Antennen lassen sich abnehmen und mit einem Clip sehr einfach zum Beispiel unter einem Lampenschirm anbringen. „Die Access Point sind damit unsichtbar und ziehen keinerlei Aufmerksamkeit auf sich – eine wirksame Prävention gegen Diebstahl und Vandalismus und folglich ein Beitrag zum Investitionsschutz“, so Rainer Ronke.

Das Management der neuen Cisco-Produkte erfolgt einheitlich mit denselben Administrationstools wie das übrige Wireless LAN. Sämtliche Cisco Access Points auf dem Wireless Campus werden per Controller gesteuert, die als Einsteckmodule für Cisco Catalyst Switches 6509 im Hochschulrechenzentrum die Verbindung zum kabelgebundenen Backbone der Uni halten. Konfigurationen und Softwareupgrades werden von zentraler Stelle aus automatisiert an die Basisstationen verteilt. Dieses sogenannte Zero Touch Deployment macht deutlich, was Torsten Prill meinte, als er von hocheffizienter Bereitstellung zentraler Services sprach.

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