Kioxia BG5-Serie Winzige SSD mit schneller Schnittstelle

Von Klaus Länger

Mit der BG5-Serie bringt Kioxia eine Reihe von SSDs im sehr kompakten M.2-2230-Format auf den Markt, die eine Anbindung über vier PCI-Express-4.0-Lanes ermöglichen. Sie sollen beim sequenziellen Lesen bis zu 3.500 MB/s schaffen.

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Die Kioxia BG5 ist eine der ersten M.2-2230-SSDs mit PCI-Express-4.0-Schnittstelle und damit auch als SSD für sehr kompakte Notebooks oder Tablets geeignet.
Die Kioxia BG5 ist eine der ersten M.2-2230-SSDs mit PCI-Express-4.0-Schnittstelle und damit auch als SSD für sehr kompakte Notebooks oder Tablets geeignet.
(Bild: Kioxia, Microsoft)

Einige Notebookhersteller, darunter auch Microsoft, setzen in ihren kompakten Modellen als SSD einen kurzen M.2-2230-Riegel ein, um damit etwas Platz zu sparen. Im Handel sind die nur 30 mm langen SSDs allerdings noch eher dünn gesät. Die erste M.2-2230-SSD mit PCI-Express-4.0-Interface hat nun Kioxia angekündigt, wird die SSD allerdings später auch als M.2-2280-Riegel anbieten.

Im Gegensatz zur BG4-Serie ist die Platine bei der BG5-Serie wieder mit einem separaten Controller bestückt. Daher gibt es die SSD auch nicht als M.2-1620-Baustein im BGA-Format. Der Controller der BG5 unterstützt NVMe 1.4 und kommuniziert mit bis zu vier PCIe-Gen4-Lanes mit dem Mainboard. Der einzelne NAND-Speicherchip wird in der von Kioxia und Western Digital gemeinsam entwickelten BiCS5-Technologie hergestellt, die mit 112 Layern arbeitet. Die BG5-SSDs sind mit Kapazitäten zwischen 128 GB und einem TB erhältlich.

Im Gegensatz zum Vorgänger BG4 sind bei der BG5 Controller und Speicherchip wieder zwei getrennte Bauteile. Auf einen DRAM-Cache hat Kioxia verzichtet. Stattdessen nutzt die SSD die Host-Memory-Buffer (HMB)-Technologie.
Im Gegensatz zum Vorgänger BG4 sind bei der BG5 Controller und Speicherchip wieder zwei getrennte Bauteile. Auf einen DRAM-Cache hat Kioxia verzichtet. Stattdessen nutzt die SSD die Host-Memory-Buffer (HMB)-Technologie.
(Bild: Kioxia)

Mit Host-Memory-Buffer-Technologie

Kioxia stattet die BG5-SSDs nicht mit einem DRAM-Chip aus, sondern nutzt stattdessen die Host-Memory-Buffer-Technologie, bei der mittels DMA-Zugriff über PCI-Express ein Teil des Arbeitsspeichers des Rechners genutzt wird. Die Zugriffe sind zwar langsamer als bei einem eigenen CRAM-Chip, dafür ist die SSD kleiner und günstiger. Der Hersteller gibt für die Geräte bis zu 3.500 MB/s beim sequenziellen Lesen und 2.900 MB/s beim sequenziellen Schreiben an. Die Leistung bei Random-Zugriffen liegt bei bis zu 500.000 IOPS beim Lesen und 450.000 IOPS beim Schreiben. Für die Datenverschlüsselung unterstützen die SSDs laut Kioxia die neuesten TCG-Pyrite- und Opal-Standards.

Die BG5-SSDs sind ab sofort verfügbar, eine Preisangabe gibt es nicht.

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