Um Microsoft Windows 11 zu sichern, sind nicht immer Zusatztools notwendig. In vielen Fällen reichen die Bordmittel aus, um zum Beispiel eine vollständige Image-Sicherung zu erstellen. Wir zeigen in diesem Beitrag, wie das geht.
In Windows 11 können Daten oder auch komplette Rechner mit Bordmitteln gesichert werden.
(Bild: cutimage - stock.adobe.com)
Windows 11 verfügt über die Möglichkeit, in der Systemsteuerung vollständige Image-Sicherungen durchzuführen. Damit können auch komplette Rechner wiederhergestellt werden. Für das Erstellen eines Images oder zur Sicherung der Daten sind keine Zusatztools notwendig. Eine vollständige Image-Sicherung hat auch den Vorteil, dass diese über die Installations-DVD von Windows 11 oder auch mit einem Rettungssystem jederzeit wiederhergestellt werden kann.
Für eine richtige Datensicherung von Windows 11 ist es immer ratsam, zunächst eine Image-Sicherung mit allen Daten, Programmen und Einstellungen zu erstellen. Ist eine Wiederherstellung notwendig, kann sie auf Basis dieser Sicherung erfolgen.
Image-Sicherung mit Windows 11 durchführen: Betriebssystem und Anwendungen sichern
Eine Image-Sicherung von Windows 11 findet in der Systemsteuerung über den Bereich „System und Sicherheit“ und anschließend „Sichern und Wiederherstellen (Windows 7)“ statt. Über „Systemabbild erstellen“ können die externe Festplatte oder Freigabe ausgewählt werden, auf die das System gesichert werden sollen.
Nachdem ausgewählt wurde, welche Partitionen in die Image-Sicherung mit eingebunden werden sollen, kann das Systemabbild mit „Sicherung starten“ gespeichert werden. Der Vorgang dauert natürlich einige Zeit. Während der Sicherung kann mit dem System weitergearbeitet werden, allerdings bremst die Datensicherung Windows 11 aus. Sobald die Sicherung abgeschlossen ist, befindet sich auf dem externen Datenträger eine vollständige Sicherung aller Daten, Programme und Einstellungen.
Wenn ein Wiederherstellungsvorgang notwendig ist, kann dieser über die Systemwiederherstellung in Windows 11 erfolgen. Dazu reicht es aus, den Rechner mit dem Installationsdatenträger von Windows 11 zu booten und die Systemwiederherstellung zu starten. Die Wiederherstellung startet aber auch, wenn der Start von Windows 11 dreimal abbricht. Wenn die externe Festplatte verbunden ist, kann hierüber ebenfalls wieder das komplette System wiederhergestellt werden.
Während die Image-Sicherung die Aufgabe hat, den kompletten Rechner, mit Betriebssystem, Daten und Einstellungen einmal als vollständiges Image zu sichern, kann die Windows-Sicherung wiederum regelmäßig und automatisiert ein Backup der Daten vornehmen. Dadurch lassen sich die Dokumente, Bilder und andere Daten regelmäßig sichern. Auch das kann auf einer externen Festplatte erfolgen.
Die Windows-Sicherung lässt sich an derselben Stelle aktivieren wie die Systemabbildsicherung. Dazu wird „Sicherung einrichten“ verwendet. Danach wird ausgewählt, ob die Daten auf einer externen Datensicherung oder auf einer Freigabe im Netzwerk gespeichert werden sollen.
Über den Assistenten zur Einrichtung der Datensicherung kann auch ausgewählt werden, welche Daten gesichert werden sollen. Wer es sich einfach machen will, wählt die Option „Auswahl durch Windows“. Mit „Auswahl durch Benutzer“ kann selbst gesteuert werden, welche Daten im Rahmen der regelmäßigen Sicherung gespeichert werden sollen. Bei der Auswahl der Daten, die zu sichern sind, kann danach festgelegt werden, welche Verzeichnisse die Sicherung berücksichtigen soll. Generell kann es sinnvoll sein, parallel noch die Option „Systemabbild von Laufwerken einschließen“ zu aktivieren. Dadurch wird auch die Systempartition gesichert. Diese ist zwar ebenfalls im Systemabbild enthalten, durch die regelmäßige Sicherung kann das Backup aber auch geänderte Daten berücksichtigen. Danach werden der Assistent abgeschlossen und die Sicherung aktiviert.
Systemwiederherstellung und Wiederherstellungspunkte für den Schutz vor Änderungen aktivieren
Der dritte Bereich einer ordentlichen Datensicherung von Windows 11 mit Bordmitteln ist der Computerschutz. Mit „sysdm.cpl“ kann auf der Registerkarte „Computerschutz“ mit „Konfigurieren“ zunächst für jedes Laufwerk festgelegt werden, dass bei Änderungen im System ein Wiederherstellungspunkt erstellt wird. Geht etwas schief, kann Windows über das Aktivieren dieses Punktes wiederhergestellt werden. Über den Schieberegler ist noch festzulegen, wie viel Speicherplatz die Wiederherstellungspunkte einnehmen dürfen.
Mit der Schaltfläche „Erstellen“ kann jederzeit manuell ein Wiederherstellungspunkt erstellt werden. Die Wiederherstellung eines solchen Punktes kann über die Computerreparaturoptionen beim Starten mit einem Wiederherstellungsdatenträger oder einem Installationsdatenträger von Windows 11 erfolgen. In den Einstellungen des Computerschutzes kann dazu auch die Schaltfläche „Systemwiederherstellung“ zum Einsatz kommen.
Stand: 08.12.2025
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Datensicherung von Windows 11 in der PowerShell konfigurieren und steuern
Die Datensicherung in Windows 11 kann auch über die PowerShell gesteuert werden. Dazu sollten die PowerShell oder das Windows-Terminal über das Kontextmenü mit Adminrechten gestartet werden. Geben Sie das Cmdlet „Get-ComputerRestorePoint“ ein, um die Systemwiederherstellungspunkte anzeigen zu lassen.
Mit dem Cmdlet „Restore-Computer <SequenceNumber>“ setzen Sie den Computer zu dem Zeitpunkt des Wiederherstellungspunkts zurück, den Sie in der „SequenceNumber“ angeben haben. Diese Nummer erfahren Sie über „Get-ComputerRestorePoint“. Nach der Eingabe des Befehls startet der Assistent sofort mit seiner Arbeit, es erscheint keine Rückfrage.
Mit dem Befehl „Checkpoint-Computer -description <Beschreibung>“ erstellen Sie einen Wiederherstellungspunkt in der PowerShell. Allerdings können Sie auf diesem Weg immer nur einen Punkt alle 24 Stunden erstellen. Den Wiederherstellungspunkt können Sie später genauso in der grafischen Oberfläche verwalten wie alle anderen auch.
Mit „wbadmin.exe“ kann im Windows-Terminal, der PowerShell oder auch in der Eingabeaufforderung ebenfalls die Datensicherung mit einem Skript konfiguriert werden. Die Syntax für den Befehl ist:
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