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Jürgen Schmitz, Country Director CCI Canon

Durch die Einigung zwischen dem Branchenverband Bitkom und den zuständigen Verwertungsgesellschaften haben wir jetzt Planungssicherheit für die Zukunft, und das ist für uns als Hersteller ganz wichtig. Die Gebühren werden sich letztendlich in den Verkaufspreisen wiederfinden, und die Preiseinstiegsklassen werden sich nach oben bewegen. Es wird wahrscheinlich keine Preisklasse unter 50 Euro mehr geben. Für die Hersteller wird diese fehlende Einstiegsklasse ganz sicher zu Einbußen führen. In dieser Art ist die Urheberrechtsabgabe ein deutsches Phänomen, was ganz sicher nicht vorteilhaft für den Wettbewerb mit der europäischen Konkurrenz ist. Jedoch ist jeder Importeur, der Produkte in den deutschen Markt bringt, abgabepflichtig. Wer die UHG umgehen will, muss Ware illegal einführen. Dies wird der Gesetzgeber ganz sicher im Auge behalten, und auch die VG Wort wird alles daran setzen, ihre Interessen gewahrt zu sehen. Wir als Hersteller werden natürlich die Interessen des Fachhandels ebenfalls schützen und aktiv vorgehen, um Grauimporte aufzuspüren und zur Anzeige zu bringen.
Bernd Quenzer, Geschäftsführer Oki

Ein Gutes hat die aktuelle Einigung zur Urheberrechtsabgabe (UHG): Der jetzige Kompromiss zwischen Herstellern/Bitkom und den Verwertungsgesellschaften (VG Wort, VG Bild-Kunst) nimmt endlich die seit langem schwelende Unsicherheit aus dem Markt und erleichtert es Herstellern, Handel und Endkunden nun mit den Abgaben transparent und einfacher umzugehen. Dennoch liegt eine gewisse Komplexität in der Sache, beispielsweise gibt es geschwindigkeitsabhängige Abgaben für MFPs. Zur Preisgestaltung lässt sich sagen, dass die Geräte durch die UHG nicht Hersteller-seitig verteuert werden, sondern durch die vereinbarten Abgaben an die Verwertungsgesellschaften. Bei Faxgeräten ist dies schon lange so üblich. Grundsätzlich hat sich Oki von Beginn an mit anderen Herstellern gegen die Abgabe insbesondere auf Drucker ausgesprochen. Daran hat sich nichts geändert. Zudem kommt die UHG zu einem wirtschaftlich extrem ungünstigen Zeitpunkt und wird die zurückhaltende Nachfrage sicher nicht motivieren. Mit Blick auf Brüssel bin ich enttäuscht. Es gibt keine europäisch einheitliche Regelung, damit ist eine Wettbewerbsverzerrung zum Nachteil des Standorts Deutschland gewiss.
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