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ITB: Wie hat sich das Geschäft mit den Vblocks entwickelt?
Blank: Ich bin von dem Modell überzeugt, glaube aber auch dass es kurzfristig schwierig sein wird, Vblocks breit im Channel zu platzieren. Mittelfristig ist die Opportunity riesig: Viele Systemhäuser nutzen Vblocks bereits heute als Türöffner für eine strategische Diskussion mit ihren Endkunden. Wir werden hier Gas geben.
Schmidt: Wir sehen eine sehr gute Nachfrage nach VBlocks, speziell von IT-Dienstleistern, und arbeiten an über 80 Projekten in Deutschland. Allerdings gilt heute: Je größer der Kunde ist, desto schwieriger ist es, die Einkaufsprozesse beim Kunden an die Vblock-Systeme anzupassen. Denn Großkunden schreiben üblicherweise Storage, Server und Netzwerk erst einmal getrennt aus. Das scheint sich derzeit zu ändern.
ITB: Was unterscheidet denn den Vblock von den Komplettlösungen, die sich auch andere Hersteller wie IBM oder HP mit der Converged Infrastructure oder Fujitsu mit ITaaS auf die Fahnen schreiben?
Blank: Meines Erachtens ist der Technologie-Ansatz der Vblocks ein ganz anderer, zweitens arbeiten Partner bei Vblocks mit Marktführern der jeweiligen Bereiche zusammen. Der Ansatz kann dann funktionieren, wenn wir in den patentierten Lösungen auch so skalierbar sind, dass es für die Kunden – vom Mittelstand an aufwärts – passt. Das ist die große Chance. Und es gibt ja nicht nur die Vblocks, sondern wir können ja auch auf Basis von UCS ganz andere, spezifische Converged-Strukturen bauen – die Flexibilität ist enorm.
ITB: Inwiefern flexibler als andere?
Speikamp: Hier hat Cisco die Gnade der späten Geburt: Es gibt keine historisch bedingten technischen Abhängigkeiten. Cisco startet mit einem – im positiven Sinne – Netzwerk-lastigen Ansatz, das Standard-Intel-Architekturen komplett optimiert und das Management auf komplett neue Füße stellt, ohne dass man eine bereits seit Jahrzehnten installierte Basis im Schlepptau führt, die es zu unterstützen gilt. Deshalb hat Cisco einen konzeptionellen Vorteil, der Endanwendern gerade beim Aufbau von Private-Cloud-Lösungen optimal entgegen kommt.
ITB: Cisco hat auch mit Citrix und Netapp ähnliche Referenz-Architekturen aufgebaut wie mit VMware und EMC – nicht nur im Desktop- sondern auch im Server-Umfeld. Wie weit geht diese Zusammenarbeit und wo grenzt sie sich von der VCE-allianz (Cisco, VMware und EMC) ab?
Schmidt: Mit Citrix wie mit Netapp arbeiten wir in enger Partnerschaft zusammen. Mit Netapp haben wir eine Referenz-Architektur inklusive der Abnahme-Prozesse für Kunden entwickelt, die Flexport-Architektur. Allerdings unterhalten wir hier im Gegensatz zur VCE-Allianz hier kein Joint-Venture, zweitens haben wir diese Architekturen bislang nicht in feste Plattformen gefasst wie bei den vBlocks. Sondern wir haben dem Kunden eine getestete, einheitliche, zertifizierte Architektur zur Verfügung gestellt, die speziell auf seinen Bedarf zugeschnitten ist. Das ist eine unterschiedliche Positionierung. Hinzu kommt, dass wir für die Cisco-Netapp-Architekturen ein anderes Support Modell anbieten. Ein zweites Joint-Venture, zusätzlich zur VCE-Company, wird es aus heutiger Sicht nicht geben. Wir wollen aber selbstverständlich den Kunden auch künftig Wahlfreiheiten bieten.
Speikamp: So wie auch VMware nicht nur mit Cisco, sondern auch mit zahlreichen anderen Server-Herstellern wie HP, IBM und auch Dell zusammenarbeitet. Der Unterschied ist allerdings, dass für vBlocks und vBundles ein Unified Support gewährt wird. Das ist für Vertriebspartner erfahrungsgemäß ein extrem wichtiger Punkt und Vorteil der VCE-Koalition. Das hat sich auch bei unseren vBundles gezeigt. Obendrein bietet EMC mit den VXN- und VXNe-Linien jetzt auch ein sehr breites Portfolio für den Mittelstand an – und hier gibt es für die VCE-Allianz, beziehungsweise speziell auch für Cisco, noch ein großes Potenzial auszuschöpfen.
Welche Erweiterungen für die vBundles geplant sind, lesen Sie auf der folgenden Seite.
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