Komsa ist ein ITK-Distributor aus dem sächsischen Hartmannsdorf. Gewachsen als Distributor bietet Komsa mittlerweile auch umfassende Dienstleistungen an und gehört seit der Fusionierung Ende 2022 zur Westcoast Group.
Erweiterungsgebäude beim Haupsitz der Komsa im sächsischen Hartmannsdorf.
(Bild: Wolfgang Schmidt/ Bildreporter)
Mit Jahreserlösen von rund 1,4 Milliarden Euro (Fiskaljahr 2021) zählt Komsa zu den umsatzstärksten Distributoren der ITK-Branche. Die Gruppe mit Hauptsitz in Hartmannsdorf bei Chemnitz beschäftigt an sechs Standorten in Deutschland und Polen über 2.000 Mitarbeitende. Zum Portfolio des Unternehmens, dessen Wurzeln im Telekommunikationsmarkt liegen, gehört mittlerweile ein breites Spektrum an ITK-Produkten und -Services. Aktuell sind rund 400 Technologieanbieter gelistet.
Produkt-und Dienstleistungssortiment
Telefone aller Art sowie Mobilfunk- und Festnetzverträge bilden nach wie vor das zentrale Sortiment von Komsa. Darüber hinaus bietet der Großhändler mittlerweile auch Produkte zur Heimvernetzung, Smart Devices und Wearables an. Die Kundenbasis umfasst nicht nur ITK-Reseller, sondern erweitert sich auch auf Automobil-, Sportartikel- und Schmuckhändler. Insgesamt vertreiben die Sachsen ihr Sortiment über etwa 20.000 Reseller unterschiedlichster Art. Neben traditionellen Marketing-, Vertriebs- und Logistikdienstleistungen stellt der Distributor seinen Fachhandels- und Herstellerpartnern eine Vielzahl weiterer Services zur Verfügung.
Neben dem Volumengeschäft mit Produkten und Services für den Consumer-Markt spielt das B2B-Geschäft, das allerdings den deutlich kleineren Anteil zum Gesamtumsatz beisteuert, für den Distributor eine wesentliche Rolle. Dabei arbeitet Komsa mit einigen tausend Systemhäusern zusammen. Über sie vertreibt das Unternehmen beispielsweise Telefonanlagen, die als On-Premises-Systeme und als Cloud-Dienste angeboten werden, oder Unified-Communications-Lösungen. Außerdem gehören Netzwerkprodukte zum Portfolio.
Über die Komsa-Gruppe
Unter dem Dach der Komsa-Gruppe agieren mehrere Gesellschaften: die Komsa AG (Handelsgeschäft), die W-Support.com GmbH (Reparatur- und Logistikservices), die Komsa Services GmbH (Dienstleistungsgeschäft), die Komsa Management GmbH (Administration der Unternehmensgruppe) und nicht zuletzt die Fachhandelskooperation Aetka. Europaweit zählen 30.000 Handelspartner mit zur Fachhandelskooperation Aetka.
Unternehmensgeschichte von Komsa
Der Name Komsa ist ein Akronym und steht für Kommunikation Sachsen. Das Unternehmen wurde 1992 in Hartmannsdorf gegründet. Die Initiative dazu ging von Gunnar Grosse aus, einem gebürtigen Schweden mit familiären Wurzeln in Sachsen. Als er gemeinsam mit den Mitgründern Jürgen Unger, Norbert Hanussek und Jürgen Fuchs den Vertrieb von Mobiltelefonen über den Fachhandel aufnahm, hatte der Entrepreneur bereits eine erfolgreiche Karriere als Manager in seiner skandinavischen Heimat hinter sich.
Grosse und Unger führten die Gruppe bis Ende Juni 2017 als CEO und COO. Nach 25 Jahren an der Unternehmensspitze wechselten die beiden Gründer in den Aufsichtsrat und übergaben die Führung an ein fünfköpfiges Vorstandsteam, dessen Mitglieder allesamt bereits dem Komsa-Management angehörten.
Vom 1. Mai 2020 bis Ende März 2025 war Pascal-Pierre Urbon CEO von Komsa. Unter seiner Führung wurde die Fusionierung mit der Westcoast-Gruppe durchgeführt.
(Bild: Komsa)
Zum 1. Mai 2020 übernahm mit Pierre-Pascal Urbon eine externe Führungskraft als CEO die Leitung des Konzerns. Der Manager stand zuvor als Vorstandssprecher an der Spitze des Kasseler Solartechnikspezialisten SMA. Ende März 2025 verließ Pierre-Pascal Urbon nach knapp fünf Jahren auf eigenen Wunsch das Unternehmen. Zum 1. April 2025 wurden Toni Burger und Ronny Fischer vom Aufsichtsrat zu Vorständen bestellt.
Neue Vorstände, kein CEO
Der fünfköpfige Vorstand wurde ab dem 1. April 2025 neu strukturiert. Die Mitglieder und ihre Verantwortungsbereiche bestehen seitdem aus Steffen Ebner (Vorstand Distribution), Ronny Tischer (Vorstand Services) Toni Burger (Vorstand Finance, IT, Legal & Compliance), Sven Mohaupt (Vorstand Operations), und Katrin Haubold (Vorstand People & Culture) zusammen.
Bezüglich der CEO-Position veröffentlichte das Unternehmen folgende Stellungnahme: „Der Aufsichtsrat sieht aktuell keine Notwendigkeit für einen CEO. Der Vorstand ist mit zukünftig fünf Mitgliedern vergleichsweise groß. Die Funktionen sind gut aufgeteilt und die Strategie ist mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Zudem wird der Aufsichtsrat die Kontrollfunktion engmaschiger durchführen."
Fusion mit der Westcoast-Gruppe
Unter der Leitung des damaligen CEO Pierre-Pascal Urbon fusionieren Komsa und die Westcoast Gruppe aus Großbritannien im Herbst 2022. Durch diesen Zusammenschluss entstand ein Distributions-Schwergewicht, das Komsa, so kommentierte Urbon, zu „einem relevanten Marktteilnehmer in Europa“ macht. Durch die neue Partnerschaft entstehe zudem „die größte europäische Vertriebs-Allianz für globale ITK-Marken in Privatbesitz“. Durch die Fusion erhält Komsa nicht nur eine Ausweitung des Portfolios, sondern erschließt auch die Märkte im Vereinten Königreich, in Irland und Frankreich.
Als Teil der strategischen Fusion erwirbt Westcoast stufenweise bis 2025 die Anteile der Komsa-Mitbegründer Gunnar Grosse und Jürgen Unger. Nach der Übertragung ihrer Aktien werden diese ihre Positionen im Aufsichtsrat aufgeben, welche dann von zwei Vertretern von Westcoast übernommen werden. Die Position der Aufsichtsratsvorsitzenden bleibt weiterhin bei Kerstin Grosse.
Stand: 08.12.2025
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