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Definition Was ist WebRTC?

Autor / Redakteur: Laimingas / Sarah Böttcher

Die Abkürzung WebRTC steht für Web Real Time Communication oder deutsch Web-Echtzeitkommunikation. Es handelt sich dabei um einen offenen Standard, der unterschiedliche Kommunikationsformen von Browser zu Browser übertragen kann.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Mit Hilfe von WebRTC – einem Open-Source-Projekt – können Videokonferenzen, Chats, Bildschirmpräsentationen und andere Interaktionen in Echtzeit zwischen allen gängigen Browsern wie Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge, Apple Safari oder Opera stattfinden. Das Tool ist auf den Programmiersprachen JavaScript und HTML aufgebaut.

Die Nutzer benötigen dafür keine besonderen Plug-ins oder zusätzliche Programme, sondern können ad hoc via Internet miteinander in Verbindung treten, da WebRTC in den Browsern bereits installiert ist. Analysen zu Folge betrug die Zahl der Nutzer im Jahr 2018 bereits rund 1 Milliarde. Die Zahl der mit WebRTC ausgestatteten Smartphones, Tablets und Rechner lag bei etwa 4,7 Milliarden.

Zeit- und Aufwandsersparnis durch WebRTC

Ein großer Vorteil des Tools ist, dass Unternehmen eine Menge Zeit und Aufwand für Softwareinstallationen einsparen und auch die Kompatibilität unbeschränkt gewährleistet ist. Mussten bisher zum Beispiel für Bildschirmpräsentationen separate Programme eingerichtet werden, sorgen API-Schnittstellen dafür, dass die komplexen Funktionen der Echtzeitkommunikation von Entwicklern nicht mehr beherrscht werden müssen. Mit einer passenden API sind sie in der Lage, diese in jede gewünschte Webapplikation einzubinden.

Einsatzmöglichkeiten

Ein Einsatzgebiet ist die effiziente Zusammenarbeit mit mobilen Teams und Arbeitsgruppen. WebRTC hat den Vorzug, dass Online-Meetings oder Mitarbeiter-Chats inklusive Videoübertragung unkompliziert und schnell eingerichtet und genutzt werden können. Diese Kontaktmöglichkeit besteht aber nicht nur innerhalb von Teams, sondern erlaubt auch die Einrichtung von Echtzeit-Supports auf Webseiten.

Viele Unternehmen nutzen diese Funktion, indem sich ein Fenster auf der Seite öffnet und ein Mitarbeiter sich vorstellt und seine Hilfestellung anbietet, etwa nach dem Schema: „Hallo, ich bin Max Mustermann. Haben Sie Fragen zu unserem Produkt? Ich helfe Ihnen gerne weiter.“ Gibt der Nutzer dann eine Frage ein, bekommt er auch umgehend eine Antwort.

Add-ons für die Anonymität

Wer anonym surfen möchte, kann die Add-ons „WebRTC control“ und „WebRTC leak test“ installieren. „WebRTC control“ verhindert das Auslesen der eigenen IP-Adresse mittels JavaScript, obwohl man eine VPN-Verbindung nutzt. Diese Sicherheitslücke lässt sich mit dem Tool schließen, indem durch einen einfachen Klick auf das Icon das Kommunikationsprotokoll von WebRTC deaktiviert wird.

Mit „WebRTC leak test“ lässt sich feststellen, ob die öffentliche IP-Adresse auf Grund der WebRTC-Nutzung ebenfalls trotz VPN-Verbindung angezeigt wird. Der Test benötigt nur wenige Schritte, um zu einem Ergebnis zu kommen.

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