Definition Was ist Proxmox?

Von SiLip 2 min Lesedauer

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Proxmox ist der Name einer Open-Source-Virtualisierungs- und Containerisierungsplattform, die auf dem gemeinschaftlich entwickelten freien Betriebssystem Debian basiert. Sie ermöglicht es, Serverinfrastruktur effizient zu verwalten und zu skalieren.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Proxmox bietet eine flexible, leistungsstarke, aber dennoch kostengünstige Virtualisierungs- und Containerisierungslösung, die sich für eine Vielzahl von Organisationen und Anwendungen eignet. Mit seiner Hochverfügbarkeit und seinen robusten Funktionen für Backup und Wiederherstellung sowie für das Management von virtuellen Maschinen (VMs) und Containern nimmt das System die Führungsposition unter den Open-Source-Virtualisierungsplattformen ein.

Vorteile und Funktionen von Proxmox

Da der Quellcode von Proxmox unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht wird, können Nutzer darauf zugreifen und auch eigenen Code zum Projekt beitragen. Die Plattform ist unentgeltlich verfügbar, wodurch Transparenz und Kosteneffizienz gewährleistet sind.

Virtuelle Maschinen, Container, sowie Speicher- und Netzwerkressourcen werden zentral über eine webbasierte Benutzeroberfläche verwaltet. Dank seiner unkomplizierten Skalierbarkeit lässt sich Proxmox leicht an die wachsenden Anforderungen der IT-Infrastruktur anpassen. Die Plattform unterstützt sowohl die KVM-basierte Visualisierung als auch LXC-Container, wodurch sie eine Vielzahl von Anwendungsfällen abdeckt.

Um eine konstante Verfügbarkeit zu gewährleisten, besitzt Proxmox umfangreiche Funktionen zum Erstellen von Clustern und zum automatischen Wiederherstellen bei Ausfällen. Eine vollständig integrierte Backup-Lösung ermöglicht das Einrichten automatischer Backup-Jobs zu einem bestimmten Tag oder Zeitpunkt sowie für ausgewählte Knoten und Gastsysteme.

Proxmox inkludiert einen integrierten Authentifizierungsserver, unterstützt aber auch verschiedene andere Autorisierungsquellen wie Linux PAM, LDAP, OpenID Connect oder Microsoft Active Directory.

Nachteile und Herausforderungen

Die Komplexität der gesamten Feature-Palette kann neue Benutzer überfordern. Daher ist eine Einarbeitungszeit erforderlich. Ferner bietet Proxmox zwar eine kostenlose Version, der Zugang zu Enterprise-Updates erfordert jedoch ein Abonnement. Das kann für Einzelpersonen und kleinere Organisationen eine finanzielle Hürde darstellen. Außerdem kann die Qualität der Community-Unterstützung schwanken. Einige Unternehmen ziehen daher eine kostenpflichtige Alternative vor, bei der sie garantierten Support erhalten.

Systemanforderungen

Um optimal zu funktionieren, benötigt Proxmox folgende Hardware:

  • CPU: AMD64 oder Intel 64 mit AMD-V/Intel VT CPU-Flag
  • Arbeitsspeicher: mindestens 2 GB für OS und Proxmox-Dienste plus zusätzlichem Arbeitsspeicher für jeden Gast, Ceph oder ZFS sowie 1 GB Speicher je TB genutztem Storage
  • Storage: schnell und redundant, vorzugsweise SSD-Discs
  • OS-Storage: Hardware-RAID mit batteriegestütztem RAID-Controller oder non-RAID mit SSD- und ZFS-Cache
  • VM-Storage: batteriegestützter Hardware-RAID oder non-RAID für ZFS, (shared und distributet Storage ebenfalls möglich)
  • Network Information Center (NIC): redundante Gbit NICs, zusätzliche NICs in Abhängigkeit von der Storage-Technologie und dem Cluster-Setup, Unterstützung für 10 Gbit und mehr
  • für PCI(e)-Passthrough: CPU mit AMD-d/VT-d CPU-Flag

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