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Definition Was ist Opt-in?

Autor / Redakteur: Mandarina / Dr. Andreas Bergler

Viele Verbraucher reagierten lange Zeit ungehalten, weil sie mit Bergen unerwünschter Werbung überschüttet wurden. Per Gesetz wurde hier ein Riegel vorgeschoben. Das Opt-in-Verfahren erfordert die Zustimmung der jeweiligen Adressaten für diverse Werbemaßnahmen von Unternehmen.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die englische Übersetzung von Opt-in gibt bereits den entscheidenden Hinweis, welche Werbemaßnahmen tatsächlich erlaubt sind. Denn „Opt-in“ bedeutet soviel wie „sich entscheiden (für etwas)“. Konkret: Der Verbraucher darf Werbung erst dann bekommen, wenn er ihr tatsächlich auch zugestimmt hat.

Opt-in im Realen und Virtuellen

„Bitte keine Werbung!“ Ein solcher Hinweis auf dem Briefkasten ist bereits ein klassisches Beispiel dafür, dass der Verbraucher auch im realen Bereich entscheiden kann, ob er Werbemittel tatsächlich haben möchte oder nicht. Das Gleiche gilt auch für den Bereich der Telefonie, bei dem unerwünschte Werbeanrufe unterbleiben müssen. Im digitalen Bereich gibt es ebenfalls eine ganze Reihe von Marketingmaßnahmen (oder auch Marktforschungsmaßnahmen), die ohne Zustimmung des Users von Websites nicht durchgeführt werden dürfen.

Hierzu gehören zum Beispiel:

  • der Versand von Newslettern
  • die Verwendung von Cookies
  • das Versenden von Werbemails
  • die Standortbestimmung des Besuchers einer Website

Opt-out

Der Gegensatz des Opt-in-Verfahrens ist Opt-out. Der Begriff kennzeichnet Werbemaßnahmen, die ohne die vorherige Zustimmung der jeweiligen Adressaten von den Unternehmen durchgeführt werden. Dazu gehört unter anderem die Speicherung von personenbezogenen Daten, die allein deshalb erfolgt, weil die Betroffenen diesem Vorgang nicht aktiv widersprochen haben. In Deutschland ist eine solche Vorgehensweise rechtlich nicht erlaubt.

Besonders sicher: das Double-Opt-in-Verfahren

Doppelt genäht hält besser. Das gilt auch für diese spezielle Form des Permission Marketings, das von der Zustimmung des geplanten Adressaten abhängig ist. In einem ersten Schritt trägt sich ein Interessent hier in eine Liste der Abonnenten für bestimmte Werbemittel ein. Danach wird (in der Regel durch eine E-Mail) noch einmal um eine ausdrückliche Bestätigung dieses Wunsches angefragt. Somit kann ein Missbrauch in hohem Maß ausgeschlossen werden, etwa für solche Fälle, in denen jemand die E-Mail-Adresse einer anderen Person gegen dessen Willen und somit unberechtigterweise in eine solche Liste einträgt. Dieses Verfahren ist auch unter der Bezeichnung Closed-Loop-Opt-in bekannt.

Die Rechtssituation

Bis zum Jahr 2018 war es vor allem das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG), das willkürliche und nicht gewollte Werbung untersagte. Seit dem 25. Mai 2018 gibt es in diesem Zusammenhang zusätzlich die tatkräftige Unterstützung der Europäischen Union. Mit Inkrafttreten der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) werden die personenbezogenen Daten von Kunden und Interessenten, die mit einem Unternehmen in Kontakt treten, noch umfangreicher als vorher geschützt.

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