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Definition

Was ist Gewinn?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Sarah Böttcher

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Gewinn bezeichnet die Summe der Erträge eines Unternehmens abzüglich der erbrachten Aufwendungen. Unter dem Aspekt der Betriebswirtschaft, des Steuer- und Handelsrechts sowie des internen Rechnungswesens ergeben sich dabei verschiedene Definitionen.

Unterschieden wird zudem, ob es sich um den Gewinn vor Zinsen und Steuern (earnings before interest and taxes, EBIT) oder den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachwerte und immaterielle Vermögensgegenstände (earnings before interests, taxes and depreciation and amortisation, EBITDA) handelt.

Betriebswirtschaftslehre

Betriebswirtschaftlich gibt es drei Definitionen. Im Zusammenhang mit der Nominalkapitalerhaltung wurde Gewinn dann erzielt, wenn eine Vermehrung des Eigenkapitals stattgefunden hat. Von Realkapitalerhaltung wird gesprochen, wenn die Gewinne das Eigenkapital um mehr als die allgemeine Inflationsrate erhöht haben. Bei der Substanzerhaltung bedeutet Gewinn, dass der Unternehmenswert im Rahmen des Cashflow zugelegt hat.

Internes Rechnungswesen

Im internen Rechnungswesen werden Gewinne anders beschrieben als in der Betriebswirtschaft. Sie liegen dann vor, wenn laut Kostenrechnung die erzielten Erlöse die getätigten Aufwendungen übersteigen. Erlöse wiederum stehen für Erträge, die mit den unternehmerischen Leistungen und Prozessen zusammenhängen, also den produzierten Gütern oder erbrachten Dienstleistungen. Die Gewinnspanne wird mit der einfachen Formel „Gewinn = Erlös – Kosten“ errechnet. Unter Kosten sind Ausgaben für Rohstoffe, Betriebsmittel oder Löhne und Gehälter zu verstehen.

Handelsrecht

Im Handelsrecht basiert die Gewinnermittlung auf dem Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Sind die Erträge höher als die Aufwendungen, hat das Unternehmen Gewinne erzielt. In die Berechnung fließen, im Gegensatz zur Kostenrechnung, auch Erträge aus betriebsfremden Quellen ein, beispielsweise aus Aktienhandel oder Vermietungen. Zum Aufwand zählen ebenfalls betriebsfremde Ausgaben wie Spenden, Verluste durch Diebstähle oder Forderungsausfälle auf Grund nicht bezahlter Rechnungen. Die gängige Formel lautet im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung „Gewinn = Ertrag – Aufwand“.

Steuerrecht

Schließlich gibt es noch die Definition von Gewinnen nach Steuerrecht. Die Ermittlung erfolgt laut Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) nach dem Einkommenssteuergesetz (EStG). Dazu werden sämtliche Ausgaben von den Einnahmen abgezogen. Für die Gewinnermittlung mittels EÜR wird folgende Formel angewandt: „Gewinn = Einnahmen – Ausgaben“.

Die Einnahmen setzen sich aus allen Ertragseinzahlungen, die Ausgaben aus allen Auszahlungen für Aufwendungen zusammen.

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