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Was ist geplante Obsoleszenz?

| Autor / Redakteur: Mandarina / Ira Zahorsky

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Geplante Obsoleszenz heißt, dass Unternehmen die Nutzungsdauer von Produkten durch Verkürzen ihrer Lebensdauer bewusst einschränken. Tritt ökonomische Obsoleszenz ein, lohnt sich Reparatur nicht und der Verbraucher soll zur Neuanschaffung bewegt werden.

Die Lebensdauer von Produkten hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Qualität von Material und Verarbeitung, Gebrauch nach Bestimmung oder äußeren Einflussfaktoren ab. Oft sind es die Hersteller selbst, die diese Lebensdauer ganz bewusst herabsetzen.

Eine Obsoleszenz kann in unterschiedlichen Varianten herbeigeführt werden:

  • stofflich
  • funktionell
  • psychologisch

Die stoffliche Obsoleszenz kennzeichnet den Fall, dass Materialien eines Produktes altern und einen Verschleiß erfahren. Funktionelle Obsoleszenz bedeutet, dass technische Hindernisse eine weitere Nutzung von Produkten verhindern, zum Beispiel dann, wenn die Hardware eines Computers nicht mehr die Voraussetzungen für die Anwendung einer modernen Software erfüllt. Psychologisch bedeutet im Zusammenhang mit Obsoleszenz häufig, dass ein Produkt, auch wenn es noch einwandfrei funktioniert, aus der Mode gekommen ist und daher ersetzt wird.

Ökonomische Obsoleszenz

Eine geplante Obsoleszenz ist nicht unbedingt immer eine ökonomische Obsoleszenz. Denn ökonomische Obsoleszenz bedeutet, dass ein Produkt so reparaturbedürftig wäre, dass die dafür entstehenden Kosten höher als der Neupreis sind. Bei unaktuellen Produkten ist dies nicht der Fall. Zudem hat der Verbraucher auch bei ökonomischer Obsoleszenz die Möglichkeit, die hohen Reparaturkosten in Kauf zu nehmen, wenn er ein Gerät aus Gewohnheit weiterbenutzen möchte oder mit einem Produkt vielleicht sogar ein ideeller Wert verbunden ist.

Gründe für geplante Obsoleszenz

Geplante Obsoleszenz unterstellt den Herstellern von Produkten, dass sie diese absichtlich so gestalten, dass die Lebensdauer vorzeitig begrenzt wird. Das bedeutet, dass für Konsumenten eine neue Anschaffung nötig wird, die den entsprechenden Unternehmern wieder Umsatz generiert. Gleichzeitig gibt es jedoch auch Unternehmen, die ein Produkt in seiner Haltbarkeit nur so lange konzipieren, bis es ohnehin nicht mehr genutzt wird. Hierzu zählen Modeartikel oder Produkte, die einem ständigen technischen Fortschritt unterzogen sind. Solche Produkte können unter Umständen zu einem günstigeren Preis angeboten werden, sodass auch der Verbraucher von dieser Form der geplanten Obsoleszenz profitieren kann.

Auch Verbraucher in der Verantwortung

Die geplante Obsoleszenz wird häufig auch mit den Wünschen der Verbraucher in Zusammenhang gebracht. Die Mentalität der modernen Wegwerfgesellschaft wird dabei ebenso diskutiert wie der Wunsch der Verbraucher, immer neue Produkte mit mehr Funktionen und verbessertem Komfort angeboten zu bekommen. Ein Beispiel hierfür sind Smartphones, für die immer wieder Innovationen, zum Beispiel in Bezug auf die Kamera oder Künstliche Intelligenz (KI), auf dem Markt kommen.

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