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Was ist Fishbowl?

| Autor / Redakteur: Mandarina / Heidemarie Schuster

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Fishbowl-Methode ist eine Diskussionsform, die in einer bestimmten Sitzordnung durchgeführt wird. Diese ähnelt dem Goldfischglas. Sie ist geeignet, wenn zahlreiche Gruppenmitglieder ein Thema gemeinsam effizient bearbeiten sollen.

Bei der Fishbowl-Methode haben die Diskussionsteilnehmer eine bestimmte Sitzordnung einzunehmen. Generell gibt es dabei einen Außen- und einen Innenkreis. Im Inneren des „Goldfischglases“ erörtern die Teilnehmer die Thematik. Der äußere Kreis besteht aus Teilnehmern, die diese Diskussion vorerst als Beobachter verfolgen. Ob ein Moderator der Diskussion beiwohnt und bei Bedarf eingreift, kann frei vereinbart werden.

Regelungen im kompakten Überblick

Die Regelungen für die Diskussion nach der Fishbowl-Methode beziehen sich nicht wie bei zahlreichen anderen Diskussionen auf die Redebeiträge an sich, sondern hängen ebenfalls eng mit der Sitzordnung zusammen. So ist es einem Teilnehmer im inneren Kreis jederzeit erlaubt, aufzustehen und in den äußeren Kreis umzuziehen. Ein Stuhl im Innenkreis darf von einem beliebigen Teilnehmer eingenommen werden – und zwar bis dieser seinen Redebeitrag absolviert hat oder ein anderer Teilnehmer Redebeitrag anmeldet. Es ist nicht erlaubt, dass Teilnehmer des inneren Kreises mit dem Nachbar 1:1 reden. Das Plenum hat das Recht, alle Gespräche zu hören.

Mehrere Methoden möglich

Natürlich kommt es häufig vor, dass Mitglieder des Außenkreises den Anspruch haben, im Innenkreis mitdiskutieren. Dies kann in unterschiedlichen Möglichkeiten verwirklicht werden. Entweder räumt ein Mitglied des Innenkreises seinen Stuhl freiwillig. Manchmal wird dies auch möglich, indem ein Außenkreismitglied „anklopft“. Dann kann der Innenkreisteilnehmer seinen Beitrag noch leisten, ehe gewechselt wird. Manchmal wird auch ein Gaststuhl im Innenkreis angeboten, den ein Teilnehmer von außen nutzen kann, bis ein anderes Außenkreismitglied einen Redebeitrag anmeldet.

Die Vorteile der Fishbowl-Methode

Von der Fishbowl-Methode verspricht man sich effizientere Arbeitsergebnisse, da die Teilnehmerzahl der Diskussion reduziert sind. Im Gegensatz zur Plenumsdiskussion haben oft auch weniger durchsetzungsstarke Teilnehmer den Mut, die eigene Meinung zu artikulieren. Teilnehmer, die die Motivation zum Mitdiskutieren nicht haben, können einfach in den Außenkreis wechseln.

Auch Nachteile bei der Fishbowl-Methode

Die Fishbowl-Methode ist jedoch nicht immer nur mit Vorteilen verbunden.

Nachteilig kann unter anderem sein:

  • das Gefühl von Teilnehmern des Innenkreises, von außen beobachtet zu werden
  • hohe Sozialkompetenz nötig, wenn von Außen eine Ablösung gefordert wird
  • ohne Moderator gegenseitige Achtsamkeit und Disziplin wichtig, die in hitzigen Diskussionen oft schwierig zu verwirklichen ist
  • Interesse des Außenkreises nicht immer aufrechtzuerhalten

Dennoch ist die Fishbowl-Methode eine lohnenswerte Variante, wenn die Plenumsdiskussion nicht zu verwertbaren Ergebnissen geführt haben sollte.

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