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Definition Was ist eine JPG-Datei?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Margrit Lingner

Das JPG- oder JPEG-Format für die komprimierte Speicherung von Bildern wurde 1991 entwickelt und gehört heute zu den am weitesten verbreiteten Grafikformaten für Fotos. Der wichtigste Vorteil gegenüber anderen Formaten ist der geringe Speicherbedarf.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Abkürzung „JPEG“ steht für Joint Photographic Experts Group, einen Zusammenschluss verschiedener Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die das Format 1992 als Standard für die Speicherung und Übertragung von digitalen Bildern festgelegt hat.

Es handelt sich dabei um eine Norm, ähnlich wie PNG, die die Art der Komprimierung für ein Bitmap-Bild festlegt. Dabei werden bestimmte mathematische Verfahren angewandt, die die Datenmenge bei der Erstellung reduzieren.

Starke Komprimierung

Ein unkomprimiertes Foto würde für jeden einzelnen Bildpunkt drei Byte für die Farben Rot, Grün und Blau benötigen. Bei einem Foto im Bitmap-Formast BMP mit zehn Megapixeln ergäben sich dann 30 Megabyte. Das JPG-Verfahren benötigt nur einen Bruchteil dieser Datenmenge, denn die Komprimierung ist so weit an die Eigenschaften digitaler Aufnahmen angepasst, dass sie sich sowohl für einen Farbumfang von 16,7 Millionen Farben (256 x 256 x 256 Stufen für die drei Farben), als auch für die Darstellung fließender Übergänge von Farbe und Helligkeit zwischen nebeneinander liegenden Bildpunkten eignet.

Die Komprimierung kann allerdings auch mehr oder weniger deutliche Qualitätsverluste mit sich bringen. Grafiken oder Bilder mit exakten, scharfen Kanten, Schriften, gerasterte Bilder aus dem Zeitungsdruck oder Schwarz-Weiß-Zeichnungen lassen sich besser in anderen Formaten abspeichern. Darüber hinaus ist JPG nicht in der Lage, zum Beispiel Transparenzen anzuzeigen. Hierfür bieten sich alternative Formate wie PNG oder GIF an.

JPEG Marker

Manchmal kommt es zu Problemen beim Öffnen einer JPG-Datei. Photoshop zum Beispiel zeigt dann die Fehlermeldung „ungültiger oder fehlender JPEG Marker“. Dies liegt meist an einer falschen Dateiendung, etwa wenn diese auf „.jpg“ lautet, in Wahrheit aber eine „.png-“ oder „.gif-Datei“ vorliegt. In solchen Fällen lässt sich das Problem mit einer einfachen Änderung des Dateinamens beheben.

Unterarten des JPG Formats

Es gibt mehrere Unterarten des Formats mit verschiedenen Endungen, darunter JPG, JPEG, JFIF und JPE. Sie legen bestimmte Werte fest, die nicht durch die Norm definiert werden, beispielsweise den Farbraum eines Bildes.

Frühe Windows-Versionen nutzten in der Regel JPG für die Endung JPEG, da es häufiger zu Problemen beim Öffnen der Dateien gab. Dies lag daran, dass das System in seinen Ursprüngen lediglich Dateinamen mit einer Endung von maximal drei Buchstaben bearbeiten konnte. Ähnliches gilt bis heute für Endungen wir MPG und MPEG, TIF und TIFF oder HTM und HTML.

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