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Definition Was ist eine EXE-Datei?

Autor / Redakteur: Blue Floyd / Margrit Lingner

Auf Windows-PCs stellen Dateien mit der Endung „exe“ Dateien dar, die vom Anwender ausführbar sind. Abhängig von den Sicherheitseinstellungen wird auf modernen Windows-PCs eine Sicherheitsabfrage ausgeführt, da in den Dateien Schadsoftware versteckt sein kann.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Abkürzung und Datei-Endung „exe“ steht für den englischen Begriff „executable“, also „ausführbar“. Beim Öffnen solch einer Datei wird somit eine bestimmte Aktion ausgeführt. In der Regel bezieht sich dies auf den Start eines Programms. Die Programme, die ausgeführt werden, können mehr oder weniger kompliziert sein und auch die Dateigröße der Exe-Dateien kann von wenigen Kilobyte bis hin zu Hunderten von Megabyte variieren. Exe-Dateien entstehen, indem Programmierer zuerst lauffähige Quellcodes schreiben und diesen anschließend kompilieren.

Zu beachten ist, dass Exe-Dateien für das Betriebssystem Windows (und DOS) programmiert sind. Zwar lassen sich Exe-Dateien auch unter OpenVMS, Symbian OS und OS/2 nutzen, aber im Bereich der Privatanwender spielen diese kaum eine Rolle.

Verknüpfungen mit Exe-Dateien

Dateitypen können in Windows mit Exe-Dateien jeglicher Art verknüpft werden. Beispielsweise trifft dies auf einfache Text-Dateien zu: Nach einem Doppelklick auf diese Datei wird standardmäßig das Programm Notepad.exe im Windows-Verzeichnis ausgeführt. Notepad öffnen wiederum die Txt-Datei und zeigt anschließend ihren Inhalt in lesbarem Textformat an. Solche Verknüpfungen sind vom Anwender frei wählbar.

Manipulation von Exe-Dateien

Jede Exe-Datei ist ausführbar und kann beim Start auch mit weiteren Parametern gestartet werden. Auf Windows-PCs kommen dafür die Dateieigenschaften zum Einsatz, in denen Startparameter definiert werden können. In der Regel ist das nicht notwendig, aber in Ausnahmefällen können Parameter bei bestimmten Problemen helfen – beispielsweise, um Kompatibilität von älteren Programmen mit neuen Betriebssystemen herzustellen.

Einsatz als Schadsoftware

Für erfahrene Programmierer ist es problemlos möglich, innerhalb einer Exe-Datei auch Schadsoftware wie Viren, Trojaner, Würmer & Co. zu verstecken. Dies gehört zu den größten Sicherheitsprobleme auf Computern, da unerfahrene Anwender das gefährliche Potenzial der Exe-Dateien nicht kennen. Nach einem Doppelklick wird sofort der zur Exe-Datei gehörige Code ausgeführt. Vor allem als E-Mail-Anhang führte dies im ersten Jahrzehnt des Jahrtausends immer wieder zu spektakulären, weltweit messbaren Schadensfällen, wie etwa durch den berüchtigten Loveletter-Virus (auch I-Love-You-Virus genannt). Vor allem in Unternehmen ist das Schadenspotenzial beträchtlich, weshalb eine Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf den Umgang mit diesem Datentypen bei Bedarf unumgänglich ist.

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