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Was ist ein Deckungsbeitrag?

| Autor / Redakteur: Mandarina / Michael Hase

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Deckungsbeitrag ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl. Sie ist definiert als die Differenz zwischen dem Umsatz eines Unternehmens und seinen variablen Kosten.

Der Deckungsbeitrag ist eine Kennzahl der Kosten- und Leistungsrechnung, mit der das Betriebsergebnis von Unternehmen ermittelt wird. Sie stellt den Umsatz, den ein Anbieter mit einem Produkt oder einer Dienstleistung erzielt, ins Verhältnis zu den variablen Kosten, die er dafür aufwendet. Um den Deckungsbeitrag zu berechnen, ist es daher notwendig, die Gesamtkosten in einen fixen und einen variablen Anteil aufzuteilen.

Wie die Bezeichnung ausdrückt, handelt es sich bei den Fixkosten um feste Kosten, die unabhängig von der Produktion oder der Erbringung einer Dienstleistung anfallen. Beispiele dafür sind Mieten für Produktionshallen und Büros, Gehälter für Mitarbeiter in der Verwaltung (Sekretariat, Buchhaltung etc.) sowie Zinsen auf Investitionen und Abschreibungen von Anlagen. Variable Kosten hängen dagegen unmittelbar von der Produktion ab. Dazu gehören etwa der Arbeitsaufwand ebenso wie die Material- und Transportkosten, die sich im Verhältnis zur Menge der tatsächlich hergestellten Produkte verändern.

Im Gegensatz zum produzierenden Gewerbe lassen sich fixe und variable Kosten in anderen Wirtschaftszweigen, etwa im Dienstleistungssektor, oft weniger eindeutig voneinander abgrenzen. Das gilt beispielsweise auch für das Systemhausgeschäft, in dem Gesamtlösungen vermarktet werden, die Services, Support und Wartung einschließen. Um den Deckungsbeitrag trotzdem zu ermitteln, ist es notwendig, Berechnungsmodelle mit klaren Definitionen der einzelnen Kostenposten und sinnvollen Bezugsgrößen zu erstellen.

Gewinn oder Verlust?

Grundsätzlich berücksichtigt der Deckungsbeitrag die variablen Kosten, die von den Erlösen abgezogen werden. Der verbleibende Betrag steht dem Unternehmen zur Verfügung, um die Fixkosten zu begleichen. Übersteigt er die festen Kosten, erzielt ein Anbieter mit seinem Produkt oder seiner Dienstleistung ein positives Betriebsergebnis, also einen Gewinn. Ist der Deckungsbeitrag dagegen geringer als die Fixkosten, schreibt er einen Verlust.

Somit wird das Betriebsergebnis ermittelt, indem von den Umsatzerlösen zunächst die variablen Kosten und davon, also vom Deckungsbeitrag, dann die fixen Kosten abgezogen werden. Neben dieser einstufigen Berechnung gibt es eine differenzierte Betrachtungsweise, bei der auf mehreren Stufen folgende Werte subtrahiert werden:

  • Fixkosten der Produktgruppe
  • Fixkosten der betreffenden Abteilung
  • Fixkosten des gesamten Unternehmens

Der Deckungsbeitrag kann sowohl für die Gesamtmenge eines Produkts als auch pro Stück berechnet werden. Er dient somit nicht nur dazu, den Erfolg des Unternehmens auf Kostenbasis zu ermitteln. Die Kennzahl kann auch dazu verwendet werden, den Verkaufspreis für ein Produkt so zu kalkulieren, dass es Gewinn abwirft.

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