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Was ist die Europäische Artikelnummer (EAN)?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Michael Hase

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Bei der Europäischen Artikelnummer (EAN) handelt es sich um ein Strichcode-System, das dazu dient, Handelswaren international eindeutig zu kennzeichnen.

Die Europäische Artikelnummer (EAN) ist eine Kennzeichnung für Handelsartikel, die eine eindeutige Zuordnung jedes Produkts erlaubt. Sie wurde 2009 durch die Global Trade Item Number (GTIN) abgelöst, was letztlich nur eine Änderung des Namens bedeutet. Der Code besteht immer aus 13 Ziffern und wird deshalb auch als EAN-13-Barcode bezeichnet. Er enthält vier Bestandteile, von denen die Teile 2 und 3 eine unterschiedliche Länge aufweisen können. Die EAN beziehungsweise GTIN wird in der Regel als maschinenlesbarer Strichcode auf die Verpackung der Waren aufgedruckt und kann von Barcodescannern decodiert werden.

Bereits 1973 wurde in den USA mit dem Universal Product Code (UPC) ein zwölf-stelliges System für Handelswaren eingeführt. Ein Jahr später gab es auch in Europa erste Überlegungen für ein solches System, das mit dem amerikanischen kompatibel sein sollte. Gegenüber dem UPC wurde die europäische Variante schließlich um eine Führungsziffer auf 13 Stellen erweitert.

1977 erfolgte die Gründung der European Article Association, die später ihren Namen in EAN International änderte und seit 2004 als GS1 Global firmiert. 2005 wurde die EAN de facto auch von den USA übernommen. Für Deutschland ist die GS1 Germany GmbH verantwortlich. Hierzulande ansässige Unternehmen können dort ihre Nummern und Barcodes beantragen, um sie anschließend eigenständig ihren Artikeln zuzuordnen.

Zusammensetzung der EAN

Teil 1 der EAN mit den Ziffern 1 bis 3 zeigt den Ländercode (für Deutschland 400 bis 440). Teil 2 mit den Ziffern 4 bis 9 ist die von GS1 Germany vergebene Nummer für das produzierende Unternehmen. Teil 3 mit den Zahlen 8 bis 12 steht den Unternehmen für ihre intern zu vergebende Artikelnummer zur Verfügung. Teil 4 mit der Ziffer 13 schließlich ist eine Prüfzahl für die formale Richtigkeit des gesamten Codes.

Handelt es sich um ein sehr kleines Produkt, bei dem die Anbringung der normalen EAN mehr als 25 Prozent der Fläche bedecken würde, kann ein 8-stelliger Code verwendet werden. Außerdem gibt es das System EAN 128, das allerdings wenig verbreitet ist. Es enthält einige zusätzliche Informationen zum Artikel, beispielsweise die Farbe oder die Verpackungsgröße.

Die Nutzung der EAN bietet zahlreiche Vorteile im Vergleich zu früheren Kennzeichnungen. Dazu zählen:

  • eindeutige Identifizierung eines Artikels
  • schnelle Registrierung per Scanner an der Kasse
  • erhöhte Sicherheit durch Vermeidung von Tippfehlern
  • automatisierbare Lagerhaltung
  • Vereinfachung des Warenverkehrs
  • keine Preisauszeichnung am Artikel notwendig, lediglich am Regal
  • transparente und weltweite Standardisierung

Kurioses rund um die EAN

Unter Esoterikern und Naturheilkundlern kursiert seit einigen Jahren die Verschwörungstheorie, dass Strichcodes auf Verpackungen als eine Art Antenne wirken und Strahlung aus der Umgebung aufnehmen. Durch Laserscanner an der Kasse werde die negative Energie zusätzlich aktiviert und auf Lebensmittel übertragen, so die Befürchtung. Obwohl es dafür keinerlei wissenschaftliche Grundlage gibt, nehmen einige Hersteller die Sorgen dieser Kunden ernst und „entstören“ die EAN. Dazu drucken sie etwas Zusätzliches, nicht der Norm Entsprechendes, beispielsweise einen Querstrich oder ein Symbol, auf den Barcode.

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