Aktueller Channel Fokus:

Storage&DataManagement

Definition

Was ist die Einkommensteuer

| Autor / Redakteur: Christian Schreiber / Heidemarie Schuster

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Als wohl elementarste Abgabe kommt der Einkommensteuer in der Bundesrepublik Deutschland eine wesentliche Bedeutung zu. Kaum ein aktiv Beschäftigter kommt an ihr vorbei. Doch nicht selten lässt sich bei der Steuererklärung Geld zurückholen.

Einkommensteuer müssen in Deutschland alle Personen mit Arbeitseinkommen entrichten. Hierzu zählen neben Arbeitnehmern auch Selbständige, Beamte, Richter, Soldaten und Freiberufler. Immer dann, wenn die bestehenden Freigrenzen überschritten werden, wird Einkommensteuer fällig. Lediglich bei Einkünften unterhalb der nachfolgend genannten Beträge (Steuerjahre 2019 bzw. 2020) wird keine Einkommensteuer fällig:

  • Alleinstehende: 9.168 EUR (2019) / 9.408 EUR (2020)
  • Verheiratete: 18.336 EUR (2019) / 18.816 EUR (2020)

Für das Einkommen, welches die genannten Grundfreibeträge überschreitet, werden Steuern erhoben.

Höhe abhängig vom Erwerbseinkommen

Wie hoch die von einer Person zu entrichtende Einkommensteuer ist, bemisst sich nach der Höhe des Erwerbseinkommens. Während dies bei Arbeitnehmern, Beamten, Richtern und Soldaten regelmäßig das Gehalt bzw. die Bezüge nebst eventueller Sonderzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld oder ein 13. Monatsgehalt) sind, gilt bei Selbständigen und Freiberuflern die Summe der positiven Einkünfte als Bemessungsgrundlage. Wer Einkünfte sowohl aus einem Angestelltenverhältnis als auch aus selbständiger Tätigkeit erzielt, muss beide Summen addieren. Eventuelle Verluste aus der selbständigen (Neben-)Tätigkeit können abgezogen werden und wirken sich gegebenenfalls mindernd auf die für die Berechnung heranzuziehende Gesamtsumme aus. Die tarifliche Einkommensteuer wird dann nach der Grundtabelle (Alleinstehende) bzw. der Splittingtabelle (Verheiratete) berechnet. Ehepartner haben zudem die Wahl zwischen Zusammen- und Getrenntveranlagung.

Steuergerechtigkeit als Ziel

Die deutsche Einkommensteuergesetzgebung beruht auf dem sogenannten progressiven Steuertarif. Dies bedeutet, dass die Bemessungsgrundlage variabel und individuell bestimmbar ist, die tarifliche Festsetzung hingegen der Umverteilungsgerechtigkeit dient. Besondere persönliche wie sachliche Verhältnisse des jeweiligen Steuerpflichtigen werden durch die vom Gesetzgeber fixierten Normen berücksichtigt. So mindern etwa Kinderfreibeträge oder bestimmte Sonderausgaben des Betroffenen die tatsächlich zu entrichtende Steuer.

Manche Einnahmen sind kein steuerlich relevantes Einkommen

Ebenfalls aus Gründen der Steuergerechtigkeit und einer sozial verträglichen und angemessenen Abgabenhöhe zählen bestimmte Einnahmen nicht als steuerlich relevantes Einkommen. Hierzu gehören etwa Kinder- und Elterngeld, Bafög, Sozialleistungen (Arbeitslosengeld oder Hartz IV) sowie bestimmte Versicherungsleistungen.

Minderungen und Erstattungen im Rahmen der Steuererklärung möglich

Im Rahmen der Steuererklärung haben Arbeitnehmer genau wie Selbständige und alle anderen Steuerpflichtigen die Möglichkeit, ihre Einkommensteuerlast zu mindern und gegebenenfalls eine Erstattung von bereits entrichteten Beträgen zu erhalten. Neben Vorsorgeaufwendungen (z.B. für bestimmte Versicherungen) können sich Steuerberatungskosten, Berufsausbildungs- und Fortbildungskosten aber auch Spenden sowie Unterhaltsleistungen an einen geschiedenen Ehegatten steuermindern auswirken.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 46112335 / IT-BUSINESS Definitionen)