Definition Was ist Brute-Force-Tool

Von Erik1

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Illegale Versuche durch Hacker, an Passwörter oder Benutzernamen zu gelangen, stellen für Unternehmen und Privatpersonen eine große Gefahr dar. Häufig greifen Hacker bei automatisierten Angriffen auf ein Brute-Force-Tool zurück. Was ist das?

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Der Begriff „Brute Force“ stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „brutale Kraft“ oder „rohe Gewalt“. Im Gegensatz zu anderen Angriffsversuchen, bei denen Hacker mittels Intelligenz an ihr Ziel zu gelangen versuchen, steht bei der Brute-Force-Methode eine rücksichtslose Vorgehensweise im Mittelpunkt. Per Trial-and-Error werden wahllos jegliche Buchstaben- und Wortkombinationen ausprobiert, bis das System geknackt ist. Die hierbei verwendeten, automatisierten Tools bezeichnet man als Brute-Force-Tool.

So läuft ein Angriff mit einem Brute-Force-Tool ab

Die Brute-Force-Methode gehört zu den ältesten Angriffsmethoden von Cyberkriminellen. Seit es Passwörter zum Schutz sensibler Daten gibt, gibt es auf der anderen Seite Kriminelle, die mittels Brute-Force vorgehen. Die dabei zum Einsatz kommenden Tools haben sich Schritt für Schritt verbessert und sind inzwischen äußerst leistungsfähig. Das Tool „errät“ die gesuchte Passwortkombination, indem es beispielsweise ungekürzte Wörterbücher in Verbindung mit Zahlen automatisiert durchlaufen lässt – im schlechtesten Fall so lange, bis die Kombination stimmt.

Welche Arten von Cyberangriffen kann ein Brute-Force-Tool ausführen?

Brute-Force-Tools sind in der Lage, unterschiedliche Arten von Angriffen auf Datenbanken und Computersysteme durchzuführen. Typische Angriffsarten sind:

  • einfache Angriffe, bei denen der Hacker verschiedene Passwörter durchprobiert, indem er auf öffentlich zugängliche Informationen zurückgreift
  • Wörterbuchangriffe, bei denen Wörterbücher als Datengrundlage verwendet werden
  • hybride Angriffe, bei denen Wörterbücher in Verbindung mit Geburtsdaten und anderen privaten Informationen zum Einsatz kommen
  • umgekehrte Angriffe, bei denen ein Hacker zunächst im Darknet geknackte Passwörter kauft und anschließend versucht, den dazu passenden Nutzer zu finden

Brute-Force-Tools machen aus Sicht eines Hackers vor allem aufgrund ihrer Geschwindigkeit Sinn. Die menschliche Fähigkeit, Zahlenkombinationen manuell einzugeben, ist beschränkt. Das Brute-Force-Tool ist um ein Vielfaches schneller und erspart dem Hacker somit viel Arbeit. Bekannte Hacker-Tools wie Brutus, John the Ripper und Aircrack-ng gleichen Tausende Passwortkombinationen innerhalb einer Minute mit Nutzern ab.

Brute-Force-Tools für Penetrationstests nutzen

Neben den obligatorischen Sicherheitsmaßnahmen bei der Passwortwahl – unter Verwendung seltener Kombinationen – nutzen Unternehmen ausgefeilte Brute-Force-Tools, um sich in Sachen Sicherheit besser aufzustellen. Anhand eines Penetrationstests mit einem Tool wie Gobuster oder BruteX lässt sich die Anfälligkeit des eigenen Systems und der eigenen Passwörter überprüfen. Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse können Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

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