Definition Was ist Bloatware?

Von andi_dd

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Der Begriff Bloatware bezeichnet aufgeblähte oder unnütze Software, welche die Leistung von Rechnern und mobilen Endgeräten schmälert. Es handelt sich um vorinstallierte Programme oder Software, die im Laufe der Zeit wächst.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Bezeichnung Bloatware lässt sich mit Bläh-Software übersetzen und beschreibt Programme, die mit unnötigen Funktionen PCs, Smartphones und andere Geräte verlangsamen. Für Anwender gibt es keinen ersichtlichen Nutzen - sie leiden dagegen unter einer vermeidbaren Beanspruchung des Arbeitsspeichers und Belegung des Speicherplatzes.

Zwei Arten an Bloatware mit demselben Problem

Bloatware gibt es in zwei Varianten:

  • gemeinsam mit dem Betriebssystem vorinstallierte Software
  • ursprünglich schlankes Programm, das zunehmend Zusatzfunktionen aufweist

Im ersten Fall sind vor allem Windows- und Android-Betriebssysteme betroffen. Die Hersteller verkaufen die entsprechenden Geräte mit installiertem Betriebssystem plus zusätzlicher Software wie Internet-Security-Paketen. Häufig handelt es sich um Testversionen oder kostenlose Grundversionen. Das Problem liegt darin, dass Nutzer diese Programme meist nicht benötigen. Sie sehen sich ausschließlich mit den negativen Folgen wie dem verlangsamten Hochfahren des Rechners konfrontiert.

Im zweiten Fall haben Anwender ursprünglich eine sinnvolle Software heruntergeladen und installiert. Die Entwickler blähen das Programm im Rahmen von Updates aber schrittweise auf. Diese Zusatzfunktionen stehen häufig in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit der Hauptfunktion: Aus einer nützlichen und effektiven Software wie einer App wird Bloatware.

Gründe für Bloatware bei kommerzieller Software

Beide Varianten der Bloatware finden sich im Regelfall bei kommerziellen Programmen, bei Open-Source-Software ist dieses Phänomen selten. Die Unternehmen schaffen bewusst Bläh-Software, weil sie sich dadurch einen höheren Verdienst versprechen.

Hersteller von Notebooks, Smartphones und Co. kassieren von Entwicklern Provisionen, wenn sie Testversionen und gratis Basisversionen als Softwarepaket vorinstallieren. Ein gewisser Anteil an Usern investiert dank dieses Marketings später in kostenpflichtige Versionen oder zusätzliche Funktionen. Für Entwickler ist dieses Modell genauso attraktiv wie für die Gerätehersteller.

Auch bei Software, die im Lauf der Zeit an Funktionsumfang gewinnt, liegen kommerzielle Gründe vor. Die Entwickler erhoffen sich mit einer Funktionserweiterung eine höhere Attraktivität ihres Angebots und mehr Neukunden. In der Praxis verliert die Software aber meist an Nutzen. Folgende Probleme treten auf:

  • Der Ressourcenverbrauch steigt.
  • Die Bedienung wird komplizierter.
  • Fehler häufen sich.
  • Es entstehen Sicherheitslücken.

Bloatware als Anwender vermeiden

Gewerbliche und private Nutzer haben ein starkes Interesse daran, dass ihre Geräte mit der optimalen Leistung funktionieren. Die Beseitigung vorhandener Bloatware beschleunigt zum Beispiel den Startvorgang. Anwender sollten regelmäßig prüfen, ob bisher effektive Software durch Erweiterungen die Performance beeinträchtigt.

Vorinstallierte Bloatware sollte unmittelbar nach dem Kauf entfernt werden. Durch eine individuelle Konfiguration von Geräten lässt sich dieses Problem präventiv verhindern.

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