Leistungsstark, zuverlässig und nachhaltig Was deutsche Nutzer vom Internet der Zukunft erwarten

Ein Gastbeitrag von Anders Grand

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Das Internet wird zum wesentlichen Faktor eines modernen und nachhaltigen Lebensstils, wie eine aktuelle Umfrage von Ciena zeigt. Für 83 Prozent der Befragten spielen dabei vernetzte Geräte eine wesentliche Rolle. Sie erhoffen sich dadurch ein einfacheres Leben (36 %) und mehr Effizienz (25 %).

Schnelles und leistungsstarkes Internet will jeder – damit das ökologisch möglich wird, sind nicht nur die Netzbetreiber sondern auch die Infrastrukturhersteller gefragt.
Schnelles und leistungsstarkes Internet will jeder – damit das ökologisch möglich wird, sind nicht nur die Netzbetreiber sondern auch die Infrastrukturhersteller gefragt.
(Bild: © peach_adobe - stock.adobe.com )

Je mehr Lebensbereiche digitalisiert und virtualisiert werden, desto wichtiger werden auch Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Netzzugänge sowie der eigentlichen Netze. Fast die Hälfte der Befragten plant, ihren Internetzugang in den kommenden zwei Jahren aufzurüsten, 35 Prozent betrachten eine stabile Verbindung mit hoher Verfügbarkeit als das wichtigste technische Merkmal eines Internetzugangs, für 29 Prozent ist es entscheidend, rund um die Uhr Zugang zum Internet zu haben.

Die deutschen Verbraucher haben zudem verstanden, dass es Leistung und Zuverlässigkeit nicht umsonst geben kann. Über die Hälfte der Befragten wäre bereit, für eine höhere Geschwindigkeit auch einen höheren Preis zu bezahlen, 48 Prozent würden für mehr Stabilität und 44 Prozent für mehr Sicherheit einen Preisaufschlag akzeptieren. Besonders große Hoffnung setzen die Umfrageteilnehmer auf 5G. 54 Prozent glauben, dass sich durch die zunehmende Verfügbarkeit der neuen Mobilfunktechnik ihr Internetzugang verbessert, 57 Prozent würden für 5G-Dienste auch höhere Kosten in Kauf nehmen.

Verbraucher wollen aber nicht nur ein schnelleres und zuverlässigeres Internet, sie sehen die Digitalisierung auch als Schlüssel für mehr Klima- und Umweltschutz. 80 Prozent der Befragten glauben, dass ein besserer Internetzugang ein neues Niveau an Nachhaltigkeit ermöglicht, 86 Prozent können sich vorstellen, mehr Aktivitäten virtuell zu erledigen, um ihren CO2-Fußabdruck zu verringern. Zu den am häufigsten genannten Bereichen gehören Online-Einkäufe (39 %), mobiles Arbeiten (33 %) und virtuelle Arztbesuche (29 %).

Wie das Internet grüner werden kann

Den Nachhaltigkeitsvorteilen eines schnellen Internets stehen allerdings die Umwelt- und Klimabelastungen gegenüber, die von der ITK-Industrie verursacht werden. Die Internetnutzung ist schon heute für fast vier Prozent des weltweiten Ausstoßes an klimaschädlichen Gasen verantwortlich, bis 2030 könnte der Stromverbrauch von Rechenzentren, Netzen, Endgeräten und IT-Fertigung mehr als 20 Prozent des weltweiten Bedarfs betragen.

Es ist daher keine Option, die steigende Nachfrage nach schnellen und zuverlässigen Internetanschlüssen einfach durch zusätzliche Infrastruktur zu decken. Netzbetreiber brauchen stattdessen neue Technologien, um mit weniger Energieverbrauch und bei geringeren Kosten mehr Kapazität, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit anbieten zu können.

Tatsächlich haben die Fortschritte in der kohärenten optischen Technologie in den vergangenen zehn Jahren den Weg für eine effizientere Übertragung von Anwendungen und Diensten mit hoher Bandbreite, für eine Reduzierung der Netzwerkkosten und eine bessere Skalierbarkeit geebnet. Dank dieser Entwicklung konnten Netzbetreiber beispielsweise ihren Stromverbrauch pro Bit um mehr als 90 Prozent senken.

Auch die Entwicklung so genannter disaggregierter Lösungen trägt zu mehr Effizienz und Nachhaltigkeit bei. Mit diesen hochmodularen Systemen können Provider ihre Netze flexibel anpassen und ausbauen, ohne an eine bestimmte Plattform, ein einzelnes Unternehmen oder Produkt gebunden zu sein. Diese Technologien treiben die Konvergenz von Diensten und Netzen voran und ermöglichen eine Reduzierung von Energie, Platz und Komplexität.

Netzwerke fit für die Zukunft machen

Wenn es um Nachhaltigkeit geht, stehen meistens Schlüsselthemen wie die Reduktion klimaschädlicher Gase, der Ausstieg aus fossilen Energien, ökologischere Wirtschaftsformen wie Kreislaufwirtschaft und Biolandbau, die Mobilitätswende sowie die Reduktion von Plastik und anderen umweltschädlichen Produkten im Vordergrund. Die damit verbundenen Ziele sind jedoch ohne Vernetzung und Digitalisierung nicht zu erreichen. Schon heute produzieren smarte Fabriken effizienter, erzeugen weniger Ausschuss und verbrauchen weniger Energie. In den Smart Cities von morgen werden vernetzte Systeme Verkehr, Abfallwirtschaft und Energieversorgung so steuern, dass für ihre Bewohner ein möglichst kleiner ökologischer Fußabdruck entsteht, autonome Fahrzeuge werden die Zahl unnötiger Fahrten verringern und die Gefahr von Staus minimieren. Auch in Privathaushalten können digitale Angebote einen nachhaltigeren Lebensstil fördern. Die Nachfrage nach entsprechend leistungsfähigen Internetzugängen ist groß, wie die Umfrage von Ciena zeigt.

Das Internet und das zugrundeliegende Telekommunikationsnetz müssen mit dieser Entwicklung Schritt halten, ohne dass Energie- und Ressourcenverbrauch explodieren. Provider dürfen daher nicht nur in mehr Bandbreite und Zuverlässigkeit investieren, sie müssen auch den Ausbau effizienterer und umweltfreundlicherer Netze vorantreiben. Dieser Aufwand lohnt sich, denn ein nachhaltigerer Ansatz wird es Netzbetreibern ermöglichen, eine höhere Kapitalrendite zu erzielen und das Kundenerlebnis weiter zu verbessern.

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Anders Grand.
Anders Grand.
(Bild: Ciena )

Dank des technologischen Fortschritts sind Netzwerkanbieter wie Ciena heute in der Lage, die Infrastrukturen der Netzbetreiber so zu skalieren, dass sie den exponentiellen Kapazitätszuwachs unterstützen und gleichzeitig den Strom- und Energieverbrauch in Grenzen halten. Die Netze spielen eine entscheidende Rolle auf unserem Weg zur Nachhaltigkeit, und da die Datenmenge und die Nachfrage steigen, muss ein nachhaltigerer Ansatz im Vordergrund stehen.

Über den Autor

Anders Grand ist Regional Managing Director, Northern, Eastern and Central Europe bei Ciena.

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