Hintergrund

Warum Notebooksbilliger zum Assemblierer für Dell-Server wird

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Für Dells Channel-Chef Bleeker ist eine solche Betrachtungsweise zu einseitig. Zunächst einmal handle es sich bei der NBB-Kooperation um die erste von möglicherweise mehreren. Außerdem sollte man nicht aus den Augen verlieren, wie sich Dell im Bereich der Services auf den Channel zubewegt. So war eines der großen Themen auf der EMEA-Partnerkonferenz, wie Dell-Partner in ein modulares Service-Konzept eingebunden werden können, um lukrativere Geschäfte vornehmen zu können. Bereits Anfang 2011 sei in dieser Richtung ein konkretes Programm zu erwarten, verriet der Dell-Manager.

NBB auch mit IBM und HP

Für die eigenen Kunden assembliert Notebooksbilliger bereits im B2B-Segment für zwei weitere Marktgrößen: IBM und HP, war vom NBB-Sprecher zu erfahren.

Insofern reiht sich Dell lediglich in eine etablierte B2B-Infrastruktur ein. Doch Arndt von Wedemeyer plant auch in Sachen B2C weiter: Bereits im August verriet der Notebooksbilliger-Chef im Interview, dass eigene Fertigungsstrukturen aufgebaut werden sollen. Auch nach dem Dell-Deal steht diese Marschroute fest: Es soll ein Notebooksbilliger-Eigenbrand etabliert werden. Auf dem Blog des Unternehmens sowie der Facebook-Seite können Kunden hierfür Markennamen vorschlagen. Zu den Favoriten zählt das Markenkürzel „NBB“.

Auch in Bezug auf die geplante Eigenmarke könnte der Channel eine Rolle spielen. Firmengründer von Wedemeyer sagte im Sommer zu diesem Thema: „Wir denken darüber nach, den Fachhandel einzubinden. Die Logistik würden wir selbst übernehmen und keine Distributoren einschalten, weil sich so niedrigere Preise realisieren lassen.“ Billiger eben.

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