Für CSI-Leasing-Chef Nils Palm verändert die Cloud auch die Finanzierungs-Modelle Warum Leasing bei IT-Projekten künftig eine größere Rolle spielt

Redakteur: Regina Böckle

Über Magirus können Systemhäuser ihren Kunden Leasing-Modelle für den gesamten IT-Lebenszyklus anbieten, denn der Value Added Distributor kooperiert mit CSI Lifecycle Leasing. „Wir bieten mehr als nur Leasing“, sagt CSI-Chef Nils Palm und untermauert das im Interview.

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Nils Palm ist CEO von CSI Lifecycle Leasing.
Nils Palm ist CEO von CSI Lifecycle Leasing.
( Archiv: Vogel Business Media )

ITB: Spätestens seit Banken und Kreditversicherer Anfang 2001 die Kreditlinien für Unternehmen kappten, ist Leasing auch im IT-Handel ein Thema. Inwiefern schöpft der IT-Channel diese Möglichkeit auch wirklich aus?

Palm: In Deutschland gibt es noch viel Luft nach oben: Die operative Leasing-Rate bei der Hardware beziffert sich aktuell auf etwa 540 Millionen Euro. Das ist aber nur ein ganz kleiner Teil. Wir bieten Systemhäusern und ihren Kunden allerdings weit mehr als nur Leasing an, sondern auch umfassende Mehrwert-Leistungen. Wir sehen uns als One-Stop-Shop-Lösung für die Partner.

ITB: Starten wir dennoch mit Ihrem historischen Kern-Angebot, dem Leasing. Weshalb sollte sich ein Reseller mit dem Thema Leasing für Endkunden befassen?

Palm: Aus vier Gründen: Erstens können Reseller mit Hilfe des Leasing sicher gehen, dass ihre Rechnungen schnell und hundertprozentig bezahlt werden. Schnell bedeutet: Sobald die Lieferung erfolgt ist und der Endkunden den Erhalt der Ware bestätigt hat, bezahlt CSI die Rechnung. Zweitens muss bei neuen Projekten die Rendite, der Return on Invest, binnen zwölf Monaten darstellbar sein. Ein Systemhaus, das seinem Kunden diesen schnelleren RoI transparent darlegen kann, ist hier im Vorteil.

ITB: Weshalb lässt sich der RoI schneller darstellen?

Palm: Bei Leasing-Modellen ist der Opex, also die Ausgaben für den operativen Geschäftsbetrieb, höher, aber dafür entfällt der Capex, also die hohen Anschaffungskosten, die ja in den ersten Jahren richtig zu Buche schlagen. Bei der traditionellen Art der Beschaffung ist dieses Verhältnis exakt umgekehrt. Deshalb ist der RoI beim Leasing schneller sichtbar – und die Kosten sind transparenter. Zudem kann der Endkunde seinen Vorteil gegenüber dem Mitbewerb schneller ausspielen. Für Systemhäuser ist Leasing daher ein schlagendes Argument, um auch den Finanz-Chef des Endkunden für ein Projekt zu gewinnen. Drittens findet in den IT-Abteilungen derzeit ein gravierender Rollenwechsel statt, der sich mit Leasing- und Lifecycle-Modellen leichter bewerkstelligen lässt.

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ITB: Inwiefern?

Palm: IT-Verantwortliche betrachten ihre Abteilung immer weniger als „Kosten-Faktor“, der lediglich dazu dient, bestehende Abläufe im Unternehmen IT-seitig abzubilden. Ihre Aufgabe ist es vielmehr zunehmend, das Unternehmen aktiv zu beraten, welche Wettbewerbsvorteile es sich durch die intelligentere Nutzung der IT schaffen kann. Leasing, Managed Services und Cloud Computing sind Maßnahmen und Technologien, die dabei künftig eine zentrale Rolle spielen werden.

ITB: Und der vierte Vorteil des Leasing?

Palm: Die Refinanzierung von Endkunden-Projekten ist für viele Systemhäuser eine große Herausforderung. Ein Beispiel: Die Hausbank räumt einem durchaus kreditwürdigen Endkunden keine Kreditlinien mehr ein, da die Linie bei ihr ausgereizt ist. Damit könnte ein lukratives Projekt für das Systemhaus platzen.

CSI bietet Resellern die Möglichkeit, Kunden jeden Arbeitsplatz für eine Pauschale von 99 Cent bereitzustellen. Wie das funktioniert, erläutert Nils Palm auf der nächsten Seite.

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