Für CSI-Leasing-Chef Nils Palm verändert die Cloud auch die Finanzierungs-Modelle

Warum Leasing bei IT-Projekten künftig eine größere Rolle spielt

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

ITB: Sie haben gesagt, CSI biete mehr als nur Leasing, wie schon der Firmenname verrät. Was hat es mit dem „Lifecycle“-Teil des Firmennamens auf sich?

Palm: Wir sind schon sehr lange im IT-Umfeld tätig und haben die Erfahrung gemacht, dass viele Endkunden den gesamten Lifecycle ihrer IT-Geräte standardisieren möchten. Sie wünschen sich einen Automatismus, der sicherstellt, dass sie sich nicht mehr um die Wartung und Entsorgung et cetera der Endgeräte kümmern müssen, sondern sich ganz ihren Kernaufgaben widmen können. Deshalb haben wir gemeinsam mit Magirus ein Lifecycle-Modell geschnürt, das sich so auf den Punkt bringen lässt: „All fine for 99 Cent“.

ITB: Was steckt hinter diesem Slogan „All fine for 99“?

Palm: Der Partner kann seinem Endkunden jegliche Art von IT-Hard- und -Software inklusive Dienstleistungen zu einem monatlichen Pauschalpreis von 99 Cent pro Arbeitsplatz anbieten – und das für den gesamten Produkt-Lebenszyklus. Auf diese Weise lassen sich die Gesamtbetriebskosten, die Total Cost of Ownership, für den Endkunden massiv reduzieren.

ITB: Wie berechnen sich die 99 Cent und worauf beziehen sie sich?

Palm: Wir haben gemeinsam mit Magirus eine Musterkalkulation erstellt auf Basis eines Unternehmens mit zwölf Standorten und 1.500 Usern, das alle Leasing- und Lifecycle-Dienstleistungen nutzt, die CSI zur Verfügung stellt. Pro Tag und Arbeitsplatz kamen wir bei dieser Kalkulation – selbstverständlich inklusive Infrastruktur – auf Kosten in Höhe eines knappen Euros, also 99 Cent.

ITB: Wenn Ihr Angebot auch Dienstleistungen umfasst, dann machen Sie doch den Systemhäusern Konkurrenz?

Palm: Auf keinen Fall. Denn wir erbringen diese IT-Dienstleistungen nicht selbst, sondern bieten sie ausschließlich über Systemhauspartner an und bringen so die IT-Welt mit der Welt der Finanzdienstleistung zusammen. Im Prinzip können wir auf diese Weise alle Services mit abdecken, inklusive der Wartung der Geräte. Also beispielsweise das Lifecycle-Management vom Leasing bis zur Wiedervermarktung der gesamten Hard- und Software – sofern bei den Lizenzen die Drittvermarktungsrechte gewährleistet sind – über Projekt-Management und Kunden-Trainings bis hin zum Management der Techniker-Kosten. Das Systemhaus entscheidet mit seinem Endkunden, welche Komponenten in das Lifecycle-Leasing-Angebot eingehen sollen.

ITB: Das klingt nach einem aufwändigen Abrechnungs-Prozedere…

Palm: Keineswegs. Der Endkunde erhält eine einzige Rechnung für alle gewählten Leistungen über die monatliche Leasing-Rate beziehungsweise die vereinbarte Pauschale. Darin sind zwei Posten separat ausgewiesen: die Service-Leistungen und die Leasing-Kosten.

ITB: Ab welcher Größenordnung beziehungsweise ab wie vielen Arbeitsplätzen lohnt sich das Leasing-Lifecycle-Modell?

Palm: Mit unserem Angebot können Systemhäuser vorrangig Unternehmen ab 500 IT-Arbeitsplätzen adressieren – also den gehobenen Mittelstand bis hin zu Enterprise-Kunden.

Weshalb das Leasing-Modell von CSI auch für international aktive Kunden funktioniert, und was hinter dem Slogan „klimaneutrales Leasing“ steckt, erklärt Nils Palm auf der nächsten Seite.

(ID:2049340)