NetApp BlueXP und Änderungen im Partnerprogramm Verbessertes Datenmanagement für mehr Nachhaltigkeit

Von Klaus Länger

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Mit BlueXP soll das Management von Daten in der hybriden Multi-Cloud einfacher und effizienter und nachhaltiger werden. Nachhaltigkeit wird auch eine Rolle spielen in dem auf Lösungen fokussierten Partnerprogramm, das im Mai 2023 starten soll.

BlueXP soll als übergreifende Managementplattform alle Speicher- und Anwendungs-Services von NetApp in der hybriden Multic-Cloud zusammenfassen: Storage, Datenmanagement, Datensicherung und KI-unterstütztes Monitoring. (Bild:  peach_adobe - stock.adobe.com)
BlueXP soll als übergreifende Managementplattform alle Speicher- und Anwendungs-Services von NetApp in der hybriden Multic-Cloud zusammenfassen: Storage, Datenmanagement, Datensicherung und KI-unterstütztes Monitoring.
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Nachhaltigkeit ist für die Analysten bei Gartner auf dem ersten Platz der zehn strategischen Technologie-Trends für 2023. Das wird auch bei NetApp so gesehen. Maik Höhne, Director Enterprise Partners EMEA, erklärte in seinem Vortrag bei der Partner Academy 2022 in München, dass der Anteil der ICT-Nutzung am weltweiten CO2-Ausstoß bei 2030 auf etwa 8 Prozent steigen werde. Ein erheblicher Anteil daran gehe auf das Konto der immer weiter wachsenden Rechenzentren. Und dort wiederum ist Storage für etwa 10 bis 15 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich. Allerdings werden aber nur 32 Prozent aller erzeugten und gespeicherten Daten tatsächlich aktiv genutzt, so Höhne weiter. Und dabei kommt das Datenmanagement ins Spiel, das NetApp inzwischen als Kernkompetenz sieht. Denn nur durch ein möglichst einfaches Datenmanagement können ungenutzte oder auch doppelt gespeicherte Daten identifiziert werden, auch wenn sie in einer komplexen hybriden Multi-Cloud-Umgebung gespeichert sind.

Maik Höhne, Director Enterprise Partners EMEA bei NetApp.(Bild:  NetApp)
Maik Höhne, Director Enterprise Partners EMEA bei NetApp.
(Bild: NetApp)

BlueXP: Eine Oberfläche für alles

BlueXP führt als einheitliche Management-Plattform alle Applikations- und Speicher-Services von NetApp unter einer Oberfläche zusammen, um so die Verwaltung einer hybriden Architektur zu erleichtern. Dabei helfen integrierte Assistenten sowie KI-unterstützte Automatisierungsfunktionen. Zusätzlich bietet BlueXP einen Satz von APIs mit rollenbasiertem Zugang. Die Plattform umfasst vier Bereiche: Storage, Mobility, Protection sowie Analysis und Control. Unter Storage können On-Premises-Installationen wie Ontap-Cluster, Storage-Arrays und Storage-Grid-Objektspeicher sowie alle Arten von NetApp-Cloud-Speichern bei AWS, Azure und der Google Cloud verwaltet werden. Mobility umfasst das Kopieren, verschieben und Synchronisieren von Daten, das Tiering sowie das Edge-Caching. Unter Protection sind Backup und Recovery, Datenreplikation, der Schutz von Kubernetes-Workloads sowie der Ransomware-Schutz zusammengefasst. Analysis und Control ermöglicht das Monitoring von Anwendungen und Infrastruktur, die Klassifizierung von Daten sowie die Storage-Optimierung mit Hilfe des Digital Advisor. Laut dem Hersteller liefert BlueXP auch Energieverbrauchsberichte, mit deren Hilfe Unternehmen ihren Stromverbrauch vermindern können.

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Mit Cloud Tiering, einem über BlueXP gesteuerten Dienst, werden selten genutzte Daten automatisch die Cloud verschoben. Dort sind sie mit weniger Overhead gespeichert als on-Premises. Laut NetApp soll dieses automatische Tiering bei Midrange-Storage-Kunden die Emissionen um das Äquivalent von bis zu 56,3 Tonnen CO2 in fünf Jahren senken. Die Datenkatalog- und Klassifizierungslösung Data Sense nutzt KI-Funktionen, um die Art von lokal oder in der Cloud gespeicherter Daten zu identifizieren. Sie hilft beim Compliance-Management, spürt unbeabsichtigt freigegebene Daten und überflüssige Daten auf, die gelöscht werden können.

Generell spart eine hybride Multi-Cloud-Strategie Energie, so Peter Wüst, seit Mai Deutschlandchef bei NetApp. „Einerseits, weil Public Clouds aufgrund von Skaleneffekten weniger CO2 produzieren, als unternehmenseigene Rechenzentren. Zudem gehen auch letztere durch Cloud-native Technologien – zum Beispiel Container – viel effizienter mit Ressourcen um als bisher gekannt. Das schließt Service Provider ein.“

Peter Wüst, Deutschlandchef bei NetApp.(Bild:  NetApp)
Peter Wüst, Deutschlandchef bei NetApp.
(Bild: NetApp)

Für die Kostenoptimierung der Public-Cloud-Nutzung soll dabei CloudCheckr sorgen. NetApp hat den Anbieter der Cloud-Management-Plattform CloudCheckr CMx im Oktober 2021 übernommen und den Dienst in sein Spot-Portfolio eingegliedert. Damit erweitert das Unternehmen seinen Fokus über das Storage-Management hinaus auf die Verwaltung von Applikationen in der Cloud.

Neues Partnerprogramm ab März 2023

Dieser erweiterte Fokus von NetApp spiegelt sich in dem neuen Partnerprogramm wieder. Es wird derzeit noch entwickelt und soll am 1. Mai 2023 in Kraft treten. Es umfasst dann vier Stufen:Approved, Preferred, Prestige und – nur auf Einladung – Prestige Plus. Das Programm soll alle Arten von Partnern umfassen und setzt nicht mehr auf Zertifizierungen, sondern auf Lösungskompetenzen für die Einordnung in die Partnerstufen. Da immer mehr Partner sich auf Teilbereiche des NetApp-Angebots spezialisieren will NetApp passende Partner mit unterschiedlichen Kompetenzen für entsprechende Projekte zusammenbringen. Insgesamt soll der Anteil des über Partner generierten Geschäfts in Deutschland weiter wachsen: von etwa 80 auf über 90 Prozent.

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