Das erst 2016 gegründete Vast Data bezeichnet sich selbst als das „am schnellsten wachsende Dateninfrastruktur-Startup in der Geschichte“. Grund genug, Gregg Machon, Vice President, Worldwide Channels, auf den Zahn zu fühlen. Was dürfen Partner im KI-Zeitalter erwarten?
Gregg Machon, Vice President, Worldwide Channels bei Vast Data
(Bild: Vast Data)
Vast wächst nach eigenen Angaben schnell. Mit seiner Data Platform sollen Unternehmen vor allem die Time-to-Insight für Workload-intensive Anwendungen beschleunigen können. Im August 2023 hatte Vast zudem eine neue Technologie für die Datenverarbeitung vorgestellt, die als Grundlage für Künstliche Intelligenz (KI)-gestützte Aufgaben dienen soll. „Die Vast Data Platform stellt ein weltweit ausgerichtete Angebot für Dateninfrastrukturen dar, das Speicher, Datenbanken und virtualisierte Compute-Services in einem skalierbaren System vereint. Es wurde von Grund auf neu für zukünftige Aufgaben der KI entwickelt“, erläutert Gregg Machon, Vice President, Worldwide Channels.
Die Plattform setze auf der hauseigenen verteilten Systemarchitektur „Disaggregated Shared-Everything (DASE)“ auf. Diese bilde hinsichtlich Performance, Kapazität, Skalierung, Einfachheit und Ausfallsicherheit ein stabiles Datenfundament für die Prozesse des Deep Learnings und erlaube Unternehmen das kompromisslose Erproben und Trainieren von Daten-Modellen.
„Die neue Vast-Datenplattform wurde darüber hinaus mit Blick auf das gesamte verfügbare Datenspektrum entwickelt: Dazu gehören zum Beispiel unstrukturierte und strukturierte Datentypen in Form von Video, Bildmaterial, ungegliedertem Text, großen Datenmengen sowie Gerätedaten, die überall auf der ganzen Welt erzeugt wurden und in Echtzeit und in Abhängigkeit von einer global vorhandenen Datenmenge verarbeitet werden müssen“, so Machon. Dieser Ansatz schließe Lücken zwischen ereignisgetriebenen und datengesteuerten Architekturen und installiere eine abfragbare semantische Schicht in den Daten selbst.
Partnerprogramm ist essenziell
Um die neue Plattform in den Markt zu bringen, setzt Vast auf den Channel, das Unternehmen selbst bezeichnet sich als "Partner-first Company". Was darf man darunter verstehen? Machon: „Vast ist zu 100 Prozent vertriebsorientiert aufgebaut. Das bedeutet ganz einfach, dass sich die Partner keine Sorgen machen müssen, dass wir ihnen ein Geschäft wegnehmen und den direkten Kontakt zu den Kunden suchen. Unser Ansatz stellt damit einen großen Unterschied zu den meisten unserer Konkurrenten dar. Ob man nun als Solutions Provider, Value-Added-Reseller, System Integrator oder Service Provider auftritt, wir als Vast bieten in jedem Fall eine hervorragende Geschäftsalternative an.“
Darüber hinaus unterscheidet Vast zwischen ISVs und MSPs, denn „je nach dem Geschäftsmodell unserer Partner wird die Beziehung von unterschiedlichen Teams angeleitet, die sich auf das jeweilige Geschäftsmodell und den Marktzugang spezialisiert haben“, so der weltweite Partnerverantwortliche. In EMEA und APJ ist übrigens Michael Richmond Ansprechpartner für den Channel: „Er arbeitet mit seinem Team daran, besonders unsere deutschen Partner und Kunden zu unterstützen.“
Für ein „FY25“ genanntes Partnerprogramm bereite sein Team gerade „einige Ankündigungen“ vor. Sie sollen den Partnern Ende dieses Jahres ein „noch größeres Gewicht beim Aufbau einer langfristigen Beziehung zu Vast Data“ gewähren. Aber auch das aktuelle Programm biete bereits viele spezielle Angebote, darunter Zugang zu einem Partnerbeirat, zum Partner Advisory Council sowie zu einem Executive Sponsor Program und dem Demo/Lab Gear. „Letztlich ist unser hundertprozentiges Engagement für unsere Partner entscheidend“, so Machon. „Wir bieten auch ein wettbewerbsfähiges Anreizprogramm mit dem Titel ‚Bounty Account‘ für die Organisation von Meetings mit einem der über 6000 Kunden an, die besonders wichtig für uns sind.“
Wie entscheidet Vast, welche Partner „besonders wichtig“ sind? Machon: „In unserem Geschäftsjahr 2024 werden alle Partner gleich behandelt, die Preisunterschiede werden ausschließlich durch ein Deal Registration Program festgelegt. Für das zukünftige Geschäftsjahr 2025 werden wir ein abgestuftes Partnerprogramm einführen, bei dem die Partner auf der Grundlage objektiver Kriterien eingestuft werden, einschließlich von solchen Faktoren wie vergangene Verkaufserfolge, der Erstellung von Abstufungen, der Registrierung von Geschäftsabschlüssen, Partnerzertifizierungen sowie Aktivitäten zur Nachfragegenerierung.“ Außerdem sollen die Fähigkeiten zur Erstellung von Geschäftsplänen und der gegenseitigen Rechenschaftspflicht zur Erreichung gemeinsamer Ziele eine größere Rolle spielen. Das werde auch entscheidend sein für die Vergabe von Partnerauszeichnungen wie „Gold“, “Silber“ und ähnlichen Kategorien.
Stand: 08.12.2025
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Bereit für das KI-Zeitalter
Ein früher Partner war übrigens das sich in einem Allzeithoch befindliche Nvidia: „Unsere Zusammenarbeit begann bereits im Jahr 2016. 2021 war Nvidia dann einer der Investoren in der Finanzierungsrunde der Serie D von Vast.“ Früher in diesem Jahr wurde zudem bekannt gegeben, dass die Network Attached Storage (NAS)-Lösung Vast DataStore für den Einsatz mit der KI-Infrastrukturplattform DGX SuperPOD von Nvidia zertifiziert wurde.
Und damit sind wir mitten im Modethema KI: „Die Programme von Vast Data wurden ja im und für das Zeitalter der KI entwickelt und sind vollkommen geeignet für jedes Unternehmen oder jede staatliche Organisation, die viele Daten zu verwalten haben und sie für wichtige Aufgaben einsetzen. Damit bieten wir unseren Partnern die einzigartige Möglichkeit, die Infrastruktur ihrer Kunden durch Innovationen zu modernisieren, schnellere Erkenntnisse zu liefern und vor allem bessere und kostengünstigere Geschäftsresultate zu erzielen“, erläutert Machon. „Das mag zunächst etwas einfach und allgemein klingen, betrifft aber wesentliche Ziele eines jeden Unternehmens und auch von staatlichen Institutionen.“
Damit sieht Machon sich und Vast bestens gerüstet und will insbesondere in Deutschland Großes erreichen: „Uns kommt es besonders darauf an, die geschäftlichen und technologischen Herausforderungen unserer gemeinsamen Kunden mit Innovationen, konkreter Umsetzbarkeit und Nachhaltigkeit zu lösen. Wir streben nichts weniger an, als einen Marktanteil von 100 Prozent in den wichtigen Märkten von unstrukturiertem Storage und Data Platforms zu erreichen.“