Unified Communications as a Service UCaaS findet im Channel Gehör

Autor: Ann-Marie Struck

Mit der Corona-Pandemie haben UCC-Lösungen schlagartig Einzug in den Unternehmensalltag gefunden. Doch die Kommunikationstools in Unternehmen werden immer komplexer und werden oft als Insellösungen implementiert. Das lässt Managed Services an Bedeutung gewinnen.

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Unternehmenskommunikation als Service aus der Cloud trifft zunehmend auf Anklang im Channel.
Unternehmenskommunikation als Service aus der Cloud trifft zunehmend auf Anklang im Channel.
(Bild: shchus - stock.adobe.com)

Die Welt steht Kopf: Geschäftsreisen entfallen, Homeoffice ist plötzlich Alltag, und Videokonferenzen ersetzen Meetings im Büro. Die Corona-Pandemie hat die Arbeitswelt verändert, und durch den Umzug vieler Arbeitnehmer in das Homeoffice haben allem voran virtuelle Meetings sowie Videokonferenzen an Bedeutung für die Kommunikation in Unternehmen gewonnen. Christian Malzacher, Business Manager Workplace bei Bechtle, bestätigt: „In den zurückliegenden Monaten hat der Einsatz von UCC-Tools ­einen Schub erhalten.“ Jedoch besteht in Unternehmen derzeit ein „Flickenteppich“ an verschiedensten Anwendungen, Diensten und Applikationen, wie Alexander Ernst, Director Network & Communication bei Cancom, berichtet.

Das stelle nicht nur die IT, sondern auch die Anwender vor Herausforderungen. Der „Flickenteppich“ wurde durch die Pandemie nochmals verstärkt, da aus der Not ­heraus kurzfristig Webmeeting-Lösungen ein­geführt wurden, um die Produktivität und ­Geschäftsfähigkeit schnell sicherzustellen. Dabei blieb Ernst zufolge bei der Einführung von UCC-Tools leider oft die User-Adoption auf der Strecke, wodurch das Potenzial der Lösungen nicht in ­Gänze genutzt wird.

Bedeutung an Managed Services wächst

Dieser Mangel an Knowhow zum Umgang mit UCC-Tools sowie die immer komplexer werdenden Anforderungen lassen den Bedarf an Managed Services wachsen. So postuliert Ernst: „UCC ist ein Kernthema, das noch stärker als Managed Service geliefert wird.“ Gleichzeitig spielt die Cloud bei UCC-Lösungen eine immer größere Rolle, und vor allem in der aktuellen Situation haben viele Unternehmen Kommunikationsdienste wie Internet-Telefonie, E-Mails, Instant Messaging oder Conferencing zur Miete aus der Datenwolke bezogen.

Die Services aus der Cloud haben für ­Anwender den Vorteil, dass der Zugriff von überall funktioniert, sofern Internet vorhanden ist. ­Außerdem werden die Kommunikationskanäle auf einer Plattform zusammengeführt und können sicher gemanagt werden. Mit „Unified ­Communications as a Service“ (UCaaS) können beispielsweise Software-Updates einfach und zentralisiert in bestehende Geschäftsprozesse integriert werden, wodurch sich die Reaktionszeit in Unternehmen verkürzt. Hierdurch werden ­Kosten und Personalaufwand weiter eingespart und standortübergreifendes Arbeiten unterstützt.

Vorteile von UCaaS

Des Weiteren sollen Medienbrüche zwischen ­Telefonie, Instant Messaging, Video, Serverzugriff und File Sharing verhindert werden. Malzacher ergänzt dazu: „Die Vorteile für den Kunden liegen im einfachen Bezugsmodell, in der flexiblen ­Anpassung an die schnellen Innovationszyklen, der Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards sowie in einem umfassenden Support durch den professionellen Dienstleister.“ Zudem geht die Bereitstellung aus der Cloud in der Regel mit einer Umstellung des Geschäftsmodells einher und erfordert ein Umdenken beim Einkauf, wie Dr. Felix Wunderer, Vice President Digital Business and Transformation, Telekom Deutschland, erklärt: „Manche Unternehmen bevorzugen noch Einmal-Anschaffungen (Capex) und eine vor-Ort-Installation. Moderne UCC-Tools sind in der Regel jedoch cloudbasiert und ermöglichen kurzzyklische Feature-Updates. Cloudbasierte Modelle bedingen fast immer ein nutzungsabhängiges Preismodell (Opex).“ Schließlich hat die Coronakrise dem modernen Arbeitsplatzkonzepten den nötigen Auftrieb verschafft und damit einhergehend wird die Verbreitung von UCC-Lösungen weiter zunehmen.

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Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin, Vogel IT-Medien