IT-Business-Verzahnung ist erfolgsentscheidend Trend zum Business-IT-Alignment verändert Kundenwünsche

Redakteur: Katrin Hofmann

Je enger die Unternehmens-IT mit der Geschäftsstrategie verknüpft ist, desto erfolgreicher ist das Unternehmen. Eine Studie der Consulting-Firma Deloitte zeigt, dass CIOs zunehmend ein erweitertes Rollenverständnis haben. Das sollten auch IT-Reseller adressieren, denn das Nachfrage-Verhalten ändert sich.

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Die Einbeziehung von Fachabteilung und Management in IT-Prozesse in Verbindung mit dem Einfluss des IT-Chefs auf die Unternehmensstrategie kann die Wettbewerbssituation entscheidend beeinflussen. Laut einer weltweiten Studie der Unternehmensberatung Deloitte sind 44 Prozent davon überzeugt, dass sie durch eine solche Strategie mehr Performance als ihre Wettbewerber haben. Lediglich neun Prozent erlebten im Vergleich zur Konkurrenz keine Verbesserungen.

Business-IT-Alignment wird wichtiger

Der CIO finde seinen Weg in das Top-Management Stück für Stück und die Repräsentanten des Managements sind Deloitte zufolge zunehmend von der Relevanz des Business-IT-Alignment überzeugt. Beispielhaft haben einige Firmen frühere IT-Sicherheitsbeauftragte durch einen Informationssicherheits-Beauftragten ersetzt. Damit habe dieser eine Bedeutung erlangt, die über die IT-Abteilung hinausreicht, so Deloitte. Allerdings setzte sich diese Entwicklung nur langsam durch: Bei rund der Hälfte der Betriebe steht der Wandel diesbezüglich noch aus.

„Nachdem die meisten Unternehmen die Folgen ihrer krisenbedingten Ad-hoc-Kostensenkungen überwunden haben, richten sich die Aktivitäten wieder verstärkt auf die Integration von IT und Business. Unsere Befragung zeigt, dass die Funktion der IT für den gesamten Unternehmenserfolg auf breiter Front erkannt wurde – das Tempo der Umsetzung dieser Erkenntnis in konkrete strukturelle Prozesse ist jedoch sehr unterschiedlich“, kommentiert Peter Ratzer, Partner Business IT Strategy bei Deloitte.

Dass mit Business Cases der mögliche Wertbeitrag der IT prognostiziert werden kann, ist den meisten Befragten bewusst. In einem Viertel der Betriebe besteht hier schon ein hohes Maß an Formalisierung. Ein gewisser Nachholbedarf besteht dagegen offenbar bei der Quantifizierung des aktuellen Wertbeitrags, ebenso wie beim IT-Performance-Reporting oder der Nutzung von Best Practices. Im Entwicklungsstadium befinde sich eine zielorientierte Kostendeckung der IT-Abteilung.

„Bemerkenswerte Entwicklung“ beim Outsourcing

Die Nachfrage nach externen Dienstleistungen ist dem grundlegenden strategischen Wandel unterworfen. Hier sieht Peter Ratzer eine „bemerkenswerte Entwicklung“. Denn zielten die Aktivitäten noch bis vor Kurzem in erster Linie auf Kostenreduzierungen ab, gewinnt mittlerweile zunehmend die Suche nach besonderem Know-How beziehungsweise Talenten an Bedeutung. Und auch hier gelte: Je enger IT und Business firmenintern verzahnt sind und je ausgereifter die entsprechenden Nachfrage-Prozesse sind, umso erfolgreicher sei das Outsourcing. Werden beispielsweise Service Level Agreements von beiden Parteien gemeinsam definiert, ist der Kunde letztlich zufriedener.

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