Die Kölner Timetoact Group übernimmt das Beratungshaus WCA Walldorf Consulting und den Software-Anbieter Target. Die Schwesterunternehmen gehören zum Partnerökosystem von SAP. Durch den Zukauf wächst die Dienstleistungsgruppe auf fast 1.000 Mitarbeiter an.
Sie gehören nun zum gleichen Team (v. l.): Hanno Hofmann (WCA), Felix Binsack, Frank Fuchs, Hermann Ballé (alle Timetoact) und Simon Flick (WCA).
(Bild: Timetoact)
Die Timetoact Group setzt ihren Akquisitionskurs fort. Mit dem Kauf der Schwesterunternehmen WCA Walldorf Consulting und Target Software Solution, beide in Walldorf ansässig, dehnt die Kölner Dienstleistungsgruppe ihr Service-Spektrum auf die SAP-Welt aus. WCA berät Kunden zu Cloud-basierten SAP-Lösungen und unterstützt sie bei deren Implementierung. Ein Schwerpunkt des 2015 gegründeten Beratungshauses liegt auf der Bereitstellung von S/4Hana in der Public Cloud. Target entwickelt Applikationen und SaaS-Dienste für das Ideen- und Innovationsmanagement, die sich in Verbindung mit SAP-Systemen einsetzen lassen. Der ISV agiert seit 1997 am Markt.
WCA ist mit fast 100 Mitarbeitern das deutlich größere der beiden Unternehmen. Neben der Hauptniederlassung in Deutschland unterhält es weitere Büros in Lettland, den USA, Malaysia und Singapur. Der Dienstleister wird weiterhin unter seiner Marke auftreten, die künftig innerhalb der Timetoact Group für SAP-Beratung steht. Die WCA-Vorstände Hanno Hofmann und Simon Flick werden auch künftig ihr Unternehmen leiten. Gleiches gilt für Achim Noe und Robin Müller-Cajar, beide Geschäftsführer bei Target. Außerdem beteiligen sich Hofmann und Flick als Gesellschafter an der Timetoact Group.
Die Kölner zielen mit der Akquisition nach eigenen Angaben darauf ab, das Portfolio an Beratungsleistungen zur Cloud-Transformation von Kunden zu erweitern. Von dem Zukauf verspricht sich Felix Binsack, Gründer und Geschäftsführer von Timetoact, darüber hinaus Synergien, die sich aus den Kompetenzen der anderen Gruppenunternehmen ergeben. „Ab sofort können auch SAP-Kunden von unserem umfassenden Leistungsspektrum in der Digitalen Transformation profitieren.“
Breites Themenspektrum
Mit den Einzelgesellschaften ARS, Catworkx, IPG, PKS, Timetoact und X-Integrate deckt die Gruppe ein breites Spektrum an Software-Disziplinen ab, wie etwa Business Intelligence, Data Science, Enterprise Content Management (ECM), Identity & Access Management (IAM), Service Management, Software Engineering und Prozessintegration. Cloudpilots und Novacapta erbringen Dienstleistungen rund um die Cloud- und Digital-Workplace-Angebote von Google beziehungsweise von Microsoft. Außerdem gehört mit Synaigy eine Digitalagentur zur Organisation.
Durch den aktuellen Zukauf wächst die Zahl der Mitarbeiter in der Gruppe auf fast 1.000 an. Außerdem gewinnt sie mit Walldorf den 18. Standort im deutschsprachigen Raum hinzu. Timetoact wurde 1998 gegründet und erwarb über die Jahre einige Mitbewerber, von denen zwei, Edcom und GIS, inzwischen in Schwesterunternehmen aufgegangen sind. Im Mai 2021 stieg die britische Private-Equity-Gesellschaft Equistone bei Timetoact ein und hält seitdem die Mehrheit der Anteile.
Mit frischem Kapital ausgestattet, hat die Gruppe ihr Akquisitionstempo spürbar erhöht. So übernahm sie im Januar 2022 PKS aus Ravensburg, einen Spezialisten für Software-Modernisierung, im April darauf Catworkx aus Hamburg, einen der größten Atlassian-Partner in Deutschland, und im September OpenAdvice aus dem hessischen Heusenstamm, einen Spezialisten für Application Performance Monitoring.
Kein Herz für Infrastruktur
Die Unternehmen der Timetoact Group erbringen ihre Leistungen bei größeren Mittelständlern und bei Konzernen unterschiedlicher Branchen sowie in der öffentlichen Verwaltung. Durch die Akquisition von WCA kommen einige Großkunden hinzu wie etwa B. Braun, BMW, Daimler, Fresenius, Porsche, Sartorius oder Siemens. Ansprechpartner für die Gruppe sind auf Kundenseite sowohl Fachbereiche als auch IT-Abteilungen. Letztere berät Timetoact vor allem bei der Modernisierung von IT-Prozessen. Für das klassische Infrastrukturgeschäft schlägt das Herz der Rheinländer dagegen nicht, wie Geschäftsführer Binsack einmal sagte. Zu ihren wichtigsten Herstellerpartnern zählen Atlassian, Freshworks, Google, IBM, Microsoft, One Identity, Oracle, Red Hat, Saviynt und Talend.
Dass die Gruppe weiter anorganisch wachsen wird, ist mehr als wahrscheinlich. Der Markt sei fragmentiert und die Konsolidierung werde weitergehen, führte der Timetoact-Chef vor einigen Monaten im Gespräch mit IT-BUSINESS aus. Bei dieser Entwicklung wolle das Unternehmen eine aktive Rolle spielen. Für inhabergeführte Dienstleister sei der Ansatz von Timetoact deswegen attraktiv, weil sie auch nach dem Verkauf operativ eigenständig und die Geschäftsführer in ihrer Funktion bleiben.
Zugleich kommt das Modell nach Binsacks Überzeugung bei Kunden an. „Mit unserer kombinierten Dach- und Multimarkenstrategie verbinden wir das Beste aus zwei Welten: Auf der eine Seite haben wir die Glaubwürdigkeit mittelständischer Spezialisten, die Kompetenz auf einzelnen Themenfeldern abbilden. Auf der anderen Seite können wir Synergien realisieren, weil alle Unternehmen der Gruppe das gleiche Geschäftsmodell verfolgen.“
Stand: 08.12.2025
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