Managed Security für KMU Telekom Cyberprotect verbindet EPP, EDR und 24/7-SOC

Von Ira Zahorsky 3 min Lesedauer

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Cyberangriffe treffen längst auch kleinere Betriebe, während interne IT-Teams Sicherheitsalarme schnell bewerten müssen. Cyberprotect verbindet Endpunktschutz mit der Analyse durch das Telekom-SOC und kann bei kritischen Ereignissen Gegenmaßnahmen einleiten.

Für den Preis von zwei Café Latte pro Tag will die Deutsche Telekom mit Cyberprotect 24/7 Cybersecurity bieten.(Bild:  KI-generiert von der Deutschen Telekom)
Für den Preis von zwei Café Latte pro Tag will die Deutsche Telekom mit Cyberprotect 24/7 Cybersecurity bieten.
(Bild: KI-generiert von der Deutschen Telekom)

Kleine Unternehmen müssen Sicherheitsereignisse schnell bewerten und darauf reagieren. Das bindet Zeit und setzt Security-Fachwissen voraus, das interne IT-Teams oft nicht im benötigten Umfang vorhalten können. Zugleich können automatisierte Angriffsmethoden und der Einsatz von KI den Aufwand für Angreifer senken.

Telekom Cyberprotect soll diese Lücke mit einer externen Überwachung schließen. Ein Sensor analysiert sicherheitsrelevante Aktivitäten auf Endgeräten und übermittelt relevante Daten verschlüsselt an die Sicherheitsplattform. Das Telekom-SOC bewertet die Meldungen. Je nach Schweregrad und zuvor festgelegten Regeln kann es Gegenmaßnahmen einleiten.

Der Service verbindet Endpoint Protection (EPP) mit Endpoint Detection and Response (EDR). EPP schützt Geräte wie Notebooks und Server. EDR erkennt verdächtige Aktivitäten und ermöglicht Reaktionen darauf. Bei einem kritischen Angriff kann das SOC etwa ein betroffenes Gerät isolieren, um eine Ausbreitung zu verhindern.

„Mit Cyberprotect machen wir professionelle Cyberabwehr auch für kleinere Unternehmen planbar und bezahlbar“, verspricht Niklas Horstmann, COO der Deutschen Telekom Security. KI unterstütze dabei, Auffälligkeiten zu erkennen und große Mengen an Sicherheitsinformationen auszuwerten, so Horstmann. Für interne IT-Teams könne der Service dort entlasten, wo Zeit und spezialisierte Security-Kompetenz fehlen.

Drei Pakete mit unterschiedlichem Umfang

Cyberprotect ist in drei Paketen erhältlich:

  • Basic bietet den Basisschutz,
  • Comfort ergänzt Funktionen für mehr Kontrolle und Transparenz,
  • Advanced erweitert den Service unter anderem um Firewall- und Schwachstellenmanagement. Dabei sollen Schwachstellen fortlaufend erkannt, nach Risiko priorisiert und mit Handlungsempfehlungen berichtet werden.

Ein Wechsel in ein höheres Paket ist laut Telekom während der Vertragslaufzeit möglich.

Identity Protection und Incident Response lassen sich unabhängig vom Paket hinzubuchen. Der Identitätsschutz kann Microsoft Active Directory und Microsoft Entra ID einbeziehen. So sollen gefährdete oder kompromittierte Konten erkannt und abhängig von den festgelegten Regeln Gegenmaßnahmen ausgelöst werden. Der Incident-Response-Service unterstützt bei schwerwiegenden Sicherheitsvorfällen.

Für Unternehmen, die bereits Microsoft Security einsetzen, nennt die Telekom zwei Betriebsmodelle:

  • Bei Fully Integrated Technology können sie die vorhandene Technologie weiterverwenden und mit der Expertise des Telekom-SOC ergänzen.
  • Bei Fully Managed Technology übernimmt die Telekom die Administration und den Plattformbetrieb der eingesetzten Sicherheitstechnologie.

Aufgaben und Reaktionswege vorab klären

Die Dokumentation von Sicherheitsereignissen und Maßnahmen kann Unternehmen dabei helfen, ihr Vorgehen gegenüber internen Stellen, Prüfern, Geschäftspartnern oder Versicherern nachvollziehbar zu machen. Sie erleichtert die Transparenz, ersetzt aber keine Prüfung, welche konkreten regulatorischen oder vertraglichen Anforderungen für ein Unternehmen gelten.

Auch bei Cyberversicherungen können dokumentierte Schutzmaßnahmen relevant sein. Cyberprotect kann laut Telekom die Umsetzung und Nachvollziehbarkeit technischer Schutzmaßnahmen unterstützen. Eine Versicherung lässt sich optional ergänzen. Technische Abwehr und finanzielle Absicherung bleiben jedoch unterschiedliche Bausteine.

Für Systemhäuser ergeben sich vor einer Empfehlung drei zentrale Prüfpunkte:

  • 1. Paketumfang: Welche Funktionen benötigt der Kunde, und welches Paket deckt sie ab?
  • 2. Reaktionsregeln: Welche Maßnahmen darf das SOC bei einem kritischen Alarm einleiten?
  • 3. Zuständigkeiten: Wie arbeiten SOC, interne IT und betreuendes Systemhaus bei Analyse und Reaktion zusammen?

Rund 2.500 Euro jährlich nennt die Deutsche Telekom als Beispielpreis für Cyberprotect bei 25 Endgeräten. Der Service kombiniert Endpunktschutz mit der Überwachung durch ein Security Operations Center (SOC). Der Beispielpreis gibt eine erste Orientierung, beantwortet aber nicht allein, ob der Service zum jeweiligen Kunden passt. Für Systemhäuser liegt der nächste Schritt darin, Leistungsumfang und Betriebsmodell gegen die vorhandene IT-Sicherheitsumgebung und die internen Abläufe abzugleichen.

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