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5G-Ausbau in Deutschland Telefónica setzt auf Ericsson-Technologie

Autor: Ann-Marie Struck

Der Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes ist in Deutschland in vollem Gange. Telefónica möchte nun bis 2021 mit Hilfe von Ericsson ein 5G-Kernnetz in seine Infrastruktur einbinden. Dadurch sollen das Surfen mit bis zu 20 Gbit/s sowie neue Geschäftsmodelle ermöglicht werden.

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2019 wurde 5G an geografischen Hotspots Realität. Jetzt bauen die Anbieter ihre Netze aus.
2019 wurde 5G an geografischen Hotspots Realität. Jetzt bauen die Anbieter ihre Netze aus.
(Bild: © NicoElNino - stock.adobe.com)

Vodafone und die Deutsche Telekom sind schon mitten im 5G-Ausbau, Telefónica Deutschland zieht nun nach. Der Mobilfunkbetreiber aus München möchte bis zum kommenden Jahr ein 5G-Kernnetz errichten. Dafür arbeitet das Unternehmen mit dem schwedischen Telekommunikationsausrüster Ericsson zusammen und setzt somit nicht auf die Technologie des chinesischen Mitbewerbers Huawei.

5G-Kernnetze für neue Geschäftsmodelle

Das Kernnetz bildet den zentralste und sicherheitsrelevanteste Teil eines Mobilfunknetzes. Es besteht aus mehreren Hochleistungsservern und Glasfasertechnologien. Angaben von Telefónica zufolge laufen hier sämtliche Anwendungen und Daten von den bundesweit über 26.000 Mobilfunkstandorten zusammen, die von den 42 Millionen Mobilfunkkunden des O2-Netzes genutzt werden.

Laut den Vorgaben der Bundesregierung müssen sich nicht nur alle Hersteller einer behördlichen Sicherheitszertifizierung unterziehen, sondern auch eine Garantieerklärung über ihre Vertrauenswürdigkeit abgeben. Folglich werden auch bei Telefónica alle Komponenten des Kernnetzes vor ihrem Einsatz getestet. Bis 2021 möchte der Telekommunikationsanbieter ein komplett eigenständiges 5G-Kernnetz mit vollständiger Cloud-Kompatibilität in seine Infrastruktur implementieren. Dadurch soll Network Slicing oder Edge Computing ermöglicht werden.

Surfen und Echtzeitkommunikation

Zudem soll Kunden durch 5G das Surfen mit bis zu 20 Gbit/s ermöglicht werden. Das sei laut Telefónica um rund 100 Mal schneller als über dem LTE-Standard, der derzeit bei 225 Mbit/s liege. Außerdem realisiert das 5G-Netz Kommunikation in Echtzeit. Darüber hinaus der neue Mobilfunkstandard für das Internet der Dinge (IoT) und Maschinennetze notwendig. Während Netzbetreiber mit LTE bis zu 10.000 Geräte auf einer Fläche von einem Quadratkilometer miteinander vernetzen können, soll 5G künftig sogar bis zu 1 Million Geräte verbinden.

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 Ann-Marie Struck

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Redakteurin