Western Digital NAS Ultrastar Transporter System für Edge-Datenerfassung und mobilen Datentransport

Von Michael Matzer 3 min Lesedauer

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Das NAS-Laufwerk Ultrastar Transporter von Western Digital umfasst mehrere NVMe-SSDs und zwei 200-GbE-Schnittstellen, so dass bis zu 368 TB Daten auf schnellem Flash-Speicher transportiert werden können. Das Laufwerk ist FIPS- und TAA-konform.

Der WD Ultrastar Transporter kann in einem TAA-konformen Koffer sicher verstaut werden.(Bild:  Western Digital)
Der WD Ultrastar Transporter kann in einem TAA-konformen Koffer sicher verstaut werden.
(Bild: Western Digital)

Ultrastar Transporter von Western Digital soll Anforderungen an ein hoch performantes NAS-Server-Laufwerk mit hoher Flash-Memory-Speicherkapazität erfüllen, das sich zwischen Edge-Orten und Rechenzentrumsstellen transportieren lässt. Der Bedarf für solche Laufwerke steigt. Die Erfassung großer Datenmengen erfolgt beispielsweise bei Film- und Video-Dreharbeiten, aber auch an abgelegenen Orten wie Bohrinseln oder militärischen Einsatzgebieten. Sie müssen jedoch an einem anderen, gesicherten Ort verarbeitet oder geteilt werden.

Ein weiterer Grund ist die Ausbreitung von Multi-Cloud- oder Multi-Datencenter-Workflows, bei denen große Datenmengen an einem anderen Ort oder an mehreren Orten vorliegen müssen, es aber einen Grund gibt, dass diese Datenmenge schneller verfügbar sein muss, als sie per Online-Übertragung bereitgestellt werden könnte (zumindest zu vertretbaren Kosten).

Bildergalerie

Der Ultrastar Transporter wurde laut Western Digital für die Anforderungen großer Unternehmen und von Cloud-Service-Providern sowie Wiederverkäufern oder Integratoren im Sicherheitsbereich entworfen. Die Intel-Ice-Lake-Architektur unterstütze eine breite Palette von Anwendung und Sicherheitsmodellen.

Diese Plattform stelle robusten, dauerhaften und transportablen Hochleistungsspeicher auf NVMe-SSDs zur Verfügung, wenn eine Netzwerkverbindung wegen hoher Kosten oder schlechter Leitungsqualität nicht erstellbar oder ratsam ist, etwa in militärischen oder nachrichtendienstlichen Einsatzgebieten, wo auch Datensicherheit und Authentifizierung wichtige Faktoren ist.

Der physische Transport großer Datenmengen kann laut Western Digital Tage oder sogar Wochen von entlegenen Orten sparen, wenn man diese Methode mit alternativen Online-Datenübertragungsmethoden vergleicht. Diese Server-Laufwerke sind mit schnellem NVMe-Speicher mit bis zu 368 TB Kapazität und einer 12-Kern-CPU konfiguriert. Damit sollen sie die Anforderungen an Rechenleistung erfüllen, die für jene Datenverwaltungsanwendungen nötig sind, die in solchen Anwendungsfällen üblich sind, etwa bei Dreharbeiten, auf Bohrinseln, in Katastrophengebieten und vor allem in militärischen Einsatzgebieten.

Als Server im Rack oder im Koffer

Die erste Konfiguration sei für Anwendungsfälle gedacht, in denen der Server (das NAS-Laufwerk) am besten im Rack eines Rechenzentrums platziert werde, sei es an einem entfernten oder einem zentralen Ort. WD stellt angepasste „Rail Kits“ (schienengestützte Gehäuse) zur Verfügung, welche die Platzierung in solchen Racks erleichtern sollen. Wird der Ultrastar Edge in einen Reisekoffer gepackt, der mit Rollen versehen ist, lässt er sich leicht transportieren und doch mit dem beigefügten Rail Kit in ein Rack einfügen.

Konformität

Laut WD ist das Produkt respektive die Produktreihe konform zum US Trade Agreement Act (TAA), der es erlaube, Produkte über bestimmte Regierungskanäle zu verkaufen. „Regierungskanäle“ bedeutet in erster Linie Militär. Da die USA über die umfangreichsten Militärstreitkräfte der Welt verfügen, könnte der Bedarf an solchen – gemäß FIPS140-2-Standard gesicherten – Speichergeräten beträchtlich sein. WD gewährt eine Garantie von immerhin drei Jahren.

Der Ultrastar Transporter ist bereits ferfügbar. Preise nannte der Hersteller nicht. Einen Anhaltspunkt liefert der Handelspreis für eine Ultrastar-Festplatte mit 18 TB: Er liegt derzeit bei etwa 330 Euro brutto. Nähme man diesen Preis mal 20, erhielte man für 6.600 Euro eine Kapazität von 360 TB. Für NVMe-SSDs gelten höhere Preise: Eine interne Ultrastar DC SN640-SSD mit 7,7 TB Kapazität kostet im Handel knapp 1.100 bis 1.200 Euro brutto. Nimmt man diese Kapazität mal 50, erhält man 385 TB zu einem Preis von mindestens 55.000 Euro. Der Unterschied zu 368 TB ist nur gering, und so erhält man eine ungefähre Vorstellung, von welchen Preisdimensionen die Rede ist.

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