Impulse für Systemhäuser 2023 Synaxon-Partner behaupten sich im Wind of Change

Von Michael Hase 3 min Lesedauer

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Mit zweijähriger Verspätung hat Synaxon zur „Impulse für Systemhäuser 2023“ das 30-jährige Bestehen der Verbundgruppe gefeiert. Zum Jubiläumsevent kamen 650 Partner nach Kassel. Rekordbesuch! Ein Indiz, dass Vernetzung für ITK-Dienstleister heute wichtiger denn je ist.

Synaxon-Chef Frank Roebers wies in seiner Eröffnungsrede auf die Chancen für ITK-Dienstleister in einem schwierigen Umfeld hin.(Bild:  Michael Hase)
Synaxon-Chef Frank Roebers wies in seiner Eröffnungsrede auf die Chancen für ITK-Dienstleister in einem schwierigen Umfeld hin.
(Bild: Michael Hase)

Metallica bringt 1991 das Black Album her­aus. Der Zweite Golfkrieg tobt, und in Moskau putschen Funktionäre gegen Präsident Gorbatschow. Im selben Jahr entsteht in Bielefeld die Keimzelle von Synaxon. An den zeitgeschichtlichen Hintergrund erinnerte Frank Roebers, CEO des Unternehmens, auf der „Impulse für Systemhäuser 2023“ in Kassel. Dort feierte die Verbundgruppe, coronabedingt mit zweijähriger Verspätung, ihr 30-jähriges Bestehen. Wie sich die Welt und der IT-Markt in den Jahren weiterdrehten, wie sich der Musikgeschmack von Roebers, der inzwischen Wagner und Mahler hört, verfeinerte, machte auch die Gruppe ihre Metamorphosen durch.

SYNAXON - Impulse für Systemhäuser 2023
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Heute ist Synaxon die größte Fachhandelskooperation Europas mit 3.000 Partnern in Deutschland und einem Einkaufsvolumen von einer Milliarde Euro. Geblieben sind die Ideen der Vernetzung von IT-Spezialisten, der Bündelung von Einkaufs- und Marketingbudgets sowie der Bereitstellung zentraler Services. Vieles hat sich über die Zeit verändert. Immer wieder kam Neues hinzu, teils durch Akquisition, teils durch Entwicklung. Das Franchise-Modell, mit dem die Marke PC-Spezialist in den 90er-Jahren startete, wurde verabschiedet. Der Schwerpunkt verlagerte sich von B2C auf B2B. Services gewannen im Geschäft der Partner sukzessive an Bedeutung. Synaxon wurde immer wieder vom „Wind of Change“ erfasst. Der Scorpions-Song eroberte, auch daran erinnerte Roebers, ebenfalls im Jahr 1991 die Ohren und Herzen.

Enormer Stress

Auch die Herausforderungen rissen nie ab. Für die Mitglieder, die sich heute weitgehend auf das Dienstleistungsgeschäft im SMB-Segment fokussieren, liegen sie nicht mehr in Preiskämpfen bei PCs und sinkenden Hardware-Margen, sondern derzeit in den unsicheren ökonomischen Rahmenbedingungen. „Man braucht als Partner eine robuste mentale Ausstattung, weil die Stressfaktoren enorm sind“, betonte Roebers. Energiekrise, Inflation, Fachkräftemangel et cetera. Die Zahl der ITK-Dienstleister ist hierzulande nach Beobachtung von Synaxon in den vergangenen vier, fünf Jahren von 26.000 auf 18.000 zurückgegangen. Im Gegenzug steigt der Dienstleistungsbedarf auf Endkundenseite an. Denn für Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern rechne es sich nicht mehr, in eigenes IT-Personal zu investieren. An Aufträgen fehle es somit nicht. „Die gute Nachricht ist, dass die meisten Dienstleister den Markt nicht verlassen, weil es ihnen wirtschaftlich schlecht geht, sondern dass sie aus Altersgründen aussteigen oder weil sie die Chance sehen, ihr Unternehmen zu einem guten Preis zu verkaufen.“

Umso größer seien die Chancen für diejenigen, die ihr Geschäft weiterbetreiben. Sie profitierten von freiwerdenden Marktanteilen der Aussteiger und könnten durch Zukäufe schnell wachsen, so Roebers weiter. Um zu belegen, dass die Mitgliedschaft in einer Verbundgruppe die Resilienz der Marktteilnehmer erhöht, wies der CEO auf eine Relation hin: Während die Zahl der Dienstleister insgesamt um 10 Prozent pro Jahr gesunken ist, liegt die Marktaustrittsquote bei Synaxon-Mitgliedern nur bei 2,4 Prozent. „Man hat also eine vier Mal höhere Wahrscheinlichkeit, im Markt zu bleiben, wenn man bei uns Partner ist.“

Dass die Vernetzung unter Systemhäusern angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen und zunehmender technologischer Komplexität wichtiger denn je ist, dafür sprach der Rekordbesuch der Impulse-Veranstaltung. 650 Partner kamen Ende März nach Kassel. Auf der Agenda standen 40 Vorträge, in denen es um Technologien, Managed-Service-Konzepte, Markttrends, Systemhausorganisation, Mitarbeiterführung oder Personalrekrutierung ging.

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