Virtualisierung, Deduplizierung und Thin Provisioning für schnellen ROI Storage-Hersteller wollen mit Effizienzsteigerung durch die Krise
Auch wenn einige Projekte derzeit geschoben werden, der Storage-Markt ist von einer echten Krise noch weit entfernt. Das meinen zumindest die Manager großer Anbieter. Wie eine Umfrage von Storage-Insider.de ergab, werden von Kunden heute vor allem Lösungen gefragt, mit denen ein schneller Return on Investment (ROI) erzielt werden kann. Gleichzeitig werden Datenwachstum-bedingte Investitionen in die Aufstockung der Hardware getätigt.
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Die Kunden investieren immer noch in Storage-Lösungen. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen haben die Anbieter von Speicher-Hard- und -Software derzeit kaum Grund zu klagen. Das ergab eine Umfrage von Storage-Insider.de unter den Managern großer Hersteller.
Auch wenn SNIA-Europe-Chef Jürgen Arnold davon berichtet, dass „langfristig angelegte und komplexe Projekte (...) tendenziell aufgeschoben“ werden und „die Investitionsbereitschaft abflacht“, wird dennoch gezielt in neue Projekte investiert. Nachgefragt werden, da sind sich alle Befragten einig, vor allem Lösungen, die schnell dabei helfen, einen Return on Investment (ROI) zu erzielen. Patrick D. Cowden, Geschäftsführer von Hitachi Data Systems, spricht von einem „Return on Assets“, einem Ansatz, „bereits vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen.“
Konsolidierung ist Trumpf
Konsolidierung ist also Trumpf. Laut Stephan Simon von HP entwickeln sich die Verkäufe von Storage-Virtualisierungs-Lösungen sehr gut, während Bereiche wie Backup und Solid State Drives (SSD) schwächeln. Die Kunden wollen laut Simon derzeit vor allem „viel Speicher für möglichst wenig Geld“. Kein Wunder, dass daher auch Funktionen wie Deduplizierung, Thin Provisioning und Snapshots zunehmend genutzt werden, wie Manfred Reitner von Netapp feststellt.
Doch nicht nur die Effizienzsteigerung steht im Fokus der IT-Verantwortlichen. Auch die gesetzlichen Anforderungen an die langfristige Aufbewahrung von Daten sind weiterhin ein Investitionstreiber. „Lösungen rund um Compliance“ sowie „zur Langfristarchivierrung und Sicherstellung der Verfügbarkeit wichtiger Unternehmensdaten“, zählen für IBM-Storage-Manager Dirk Köhler zu den Segmenten, die kontinuierlich nachgefragt werden.
Datenflut sorgt für Investitionen
Auch die Datenflut macht vor der Krise nicht halt. So sind Unternehmen nach wie vor dazu gezwungen, in den Ausbau ihrer Storage-Hardware zu investieren. Dass „das Datenwachstum nicht aufzuhalten ist“, ist auch für EMC-Chef Michael Hammerstein ein wichtiger Grund, „warum Unternehmen gerade jetzt in ihre IT-Infrastruktur und das Management der Informationen investieren“. Wer dies nicht tut, „verpasst womöglich die Chance, sich früher als der Wettbewerb wieder auf dem Wachstumspfad zu bewegen.“
Lesen Sie auf den folgenden Seiten die ausführlichen Statements der Hersteller.
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