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Definition Was ist der Return on Investment?

Autor / Redakteur: Updater / Heidemarie Schuster

Der Begriff Return on Investment (ROI) stellt in der Betriebswirtschaft eine wichtige Kennzahl zur Feststellung der Rendite der Tätigkeit eines Unternehmens dar.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der ROI wurde 1919 von Donaldson Brown, einem Ingenieur des Unternehmens Du Pont de Nemours, definiert und ist seither zur Bestimmung der Rentabilität eines Unternehmens unerlässlich. In der Literatur finden sich für Return of Investment auch die Begriffe Kapitalrentabilität, Kapitalrendite, Kapitalverzinsung und Anlagenrentabilität. Mit dem ROI wird die Rendite einer geschäftlichen Tätigkeit ermittelt, als maßgeblich gilt der erzielte Gewinn im Verhältnis zum während der Beobachtungsperiode eingesetzten Kapital. Der ROI gilt als übergeordneter Begriff für alle der Evaluierung der Rendite dienenden Kennzahlen, dazu zählen sowohl die Eigenkapitalrendite (engl. Return on Equity – ROE) als auch die Rendite des Gesamtkapitals (engl. Return on Assets – ROA.)

Wie wird der ROI berechnet?

Der Return on Investment wird wie folgt ermittelt:

ROI = Umsatzrendite x Kapitalumschlag

Umsatzrendite und Kapitalumschlag errechnen sich wie folgt:

Umsatzrendite = erzielter Gewinn / Nettoumsatz

Kapitalumschlag = Nettoumsatz / Gesamtkapital

Dies ergibt gekürzt:

ROI = Gewinn / Gesamtkapital

Da sich der Return on Investment auf das Gesamtkapital und nicht nur auf das Eigenkapital bezieht, sind die Fremdkapitalzinsen dem Gewinn jeweils als Aufwand hinzuzuschlagen. Der ermittelte Wert ist um die Steuerersparnis, welche durch die Fremdkapitalzinsen entsteht, zu vermindern.

Somit erhalten wir:

ROI = Gewinn + Ziinsaufwand x (1- individueller Steuersatz) / Gesamtkapital

Hinweis:

Da der ROI auf das rein betriebliche Ergebnis abstellt, sind die einzelnen Bezugsgrößen um betriebsfremde Bestandteile zu bereinigen.

Welche Aussagekraft hat der ROI?

Aus obiger Darstellung ist ersichtlich, dass der ROI den Quotienten aus Periodengewinn und Kapitaleinsatz darstellt. In Form einer Kennzahl entsteht so eine periodische Bezugsgröße, die es ermöglicht, den wirtschaftlichen Erfolg des gesamten im Unternehmen eingesetzten Kapitals zu beurteilen. Dies erlaubt eine Evaluierung der wirtschaftlichen Rentabilität eines Unternehmens, gestattet jedoch keine Erfolgsbeurteilung von einzelnen Investitionen, zum Beispiel den Ankauf einer betrieblichen Anlage. Für eine zielführende Interpretation des ROI ist es allerdings erforderlich, die Ergebnisse entsprechend aufschlüsseln zu können, dies verhindert eine Manipulation der Kennzahl. Auch können Fluktuationen im Ergebnis sofort auf Veränderungen der Umsatzrendite oder der Kapitalumschlagshäufigkeit zurückgeführt und einer genauen Überprüfung unterzogen werden.

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