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Weihnachtsfeier, Weihnachtsgeschenke

Steuerfreies Schenken und Feiern

| Autor: Ira Zahorsky

Ob und welche Steuerzahlungen für Präsente anfallen, hängt vom Wert der Sache und von den Beschenkten ab.
Ob und welche Steuerzahlungen für Präsente anfallen, hängt vom Wert der Sache und von den Beschenkten ab. (Bild: shintartanya - stock.adobe.com)

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, denken sich viele Arbeitgeber vor allem zur Weihnachtszeit. Damit die Präsente die Mitarbeiter und Geschäftspartner, nicht aber das Finanzamt erfreuen, gilt es einige Regeln zu beachten.

Die Weihnachtsfeier ist als Betriebsveranstaltung lohnsteuerfrei. Dennoch gilt es, bestimmte Regeln einzuhalten. Für das Finanzamt ist wichtig, dass der Arbeitgeber die „Zuwendungen im überwiegend betrieblichen Interesse“ leistet. Das heißt, dass nur Arbeitnehmer – dazu zählen auch ehemalige Mitarbeiter, Leiharbeitnehmer oder Praktikanten und gegebenenfalls auch die Lebenspartner – teilnehmen und die Veranstaltung allen Angestellten offensteht. Zudem gilt eine Höchstgrenze von 110 Euro an Zuwendung pro Arbeitnehmer. Als Zuwendung werden nicht nur Speisen und Getränke angesehen, sondern auch die Kosten für ein Show-Programm, die Übernahme für Fahrt- und Übernachtungskosten, die Teilnahme eines Lebenspartners sowie ein kleines Geschenk „ohne bleibenden Wert“. Die gesamten Kosten der Feier werden auf alle Teilnehmer der Veranstaltung umgelegt. Übersteigende Beträge sind ein geldwerter Vorteil und müssen vom Arbeitnehmer versteuert werden. Um die Mitarbeiter zu entlasten, kann der Arbeitgeber die Aufwendungen auch als „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ buchen, womit sie begünstigt pauschal besteuert werden.

Geschenke an Mitarbeiter

Auch die Kosten für Geschenke können vom Arbeitgeber als Betriebsausgaben verbucht werden. Überschreiten Sachzuwendungen aber den Betrag von 44 Euro pro Monat, wird der gesamte Betrag für den Mitarbeiter steuer- und abgabenpflichtig. Alternativ kann der Arbeitgeber die Pauschalsteuer in Höhe von 30 Prozent übernehmen.

Die Freigrenze in Höhe von 44 Euro pro Monat gilt auch für Gutscheine mit Geldbetrag. Die Beweislast für die Steuerfreiheit von Sachzuwendungen liegt beim Arbeitgeber. Dieser muss unter Umständen beweisen, dass sich die Guthabenkarte nur für Waren oder Dienstleistungen einlösen lässt und eine Barauszahlung nicht möglich ist. Ab dem 1. Januar 2020 sollen Gutscheine nur noch „zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn“ geleistet werden dürfen. Gesetzliche Unklarheiten bestehen noch bei der Steuerbegünstigung von Pre-Paid-Karten.

Geschenke an Geschäftskontakte

Der Freibetrag pro Geschäftspartner kann pro Jahr mit 35 Euro als Betriebsausgabe angesetzt werden. Dazu müssen Geschenk und Empfänger genau in der Buchhaltung erfasst sein. Der Beschenkte muss ebenfalls den Wert des Geschenks als Einnahme verbuchen. Auch hier führt ein Überschreiten der Freigrenze dazu, dass der komplette Betrag vom Beschenkten versteuert werden muss. Falls der Geber die Pauschalsteuer in Höhe von 30 Prozent übernimmt, sollte er den Beschenkten darauf hinweisen, damit das Geschenk nicht doppelt versteuert wird.

Streuartikel, wie beispielsweise Kugelschreiber oder USB-Sticks, deren Anschaffungspreis zehn Euro nicht übersteigt, gelten weder als geldwerter Vorteil noch als Zuwendung, und so fällt keine Versteuerung an.

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