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Sprachassistenten kommen häufiger zum Einsatz

| Autor: Sarah Nollau

Für das Vorlesen von Mails und Diktieren von Nachrichten nutzen die Deutschen den Sprachassistenten noch relativ wenig.
Für das Vorlesen von Mails und Diktieren von Nachrichten nutzen die Deutschen den Sprachassistenten noch relativ wenig. (Bild: AndSus - stock.adobe.com)

Eine aktuelle Studie von Bitkom Research und Deloitte hat ergeben, dass Sprachassistenten in den letzten zwei Jahren deutlich an Bekanntheitsgrad gewonnen haben. 8,7 Millionen Menschen nutzen bereits einen Smart Speaker zur Musiksteuerung und Informationsbeschaffung.

In vielen Wohnungen und Häusern gibt es einen neuen Mitbewohner. Nicht der frischgebackene Student aus einer anderen Stadt, sondern ein Sprachassistent in Lautsprecherform. Eine aktuelle Studie von Bitkom und Deloitte hat ergeben, dass jeder achte Bundesbürger (13 %) einen Sprachassistenten – ob Amazon Echo, Google Home oder der HomePod – in seinen vier Wänden nutzt, also 8,7 Millionen Menschen. Der Bekanntheitsgrad von den cleveren Lautsprechern hat sich in den letzten Jahren rasant erhöht. Derzeit kennen 84 Prozent die digitalen Gesprächspartner, 2017 waren es nur 69 Prozent, 2016 sogar nur 5 Prozent. Ein weiteres Ergebnis der Trendstudie „Consumer Technology 2018“ ist, dass sich mehr als jeder Vierte (27 %) vorstellen kann, Geräte über einen Assistenten zu steuern. 4 Prozent möchten sich in den nächsten zwölf Monaten einen Sprachassistenten anschaffen. Für die Studie wurden telefonisch 1.007 Personen in Deutschland ab 14 Jahren befragt.

Smartphone noch immer Nummer Eins

Auf Platz Eins der Steuerungsgeräte für den Haushalt ist der Smart Speaker allerdings noch nicht. Ein Drittel der Smart-Home-Nutzer (37 %) nutzt ihn als Zentrale. Vor ihm stehen noch immer das Tablet (44 %) und das Smartphone (76 %). „Sprachassistenten werden in immer mehr Geräte integriert. Entscheidend für den Erfolg wird eine großes Angebot an Anwendungen sowie die Vernetzung mit anderen smarten Geräten sein“, so Dr. Christopher Meinecke, Leiter Digitale Transformation im Bitkom.

Zwei Drittel (69 %) nutzen ihren Sprachassistenten, um auf Befehl Musik abzuspielen oder Radio zu hören. Jeder Dritte (34 %) holt über den intelligenten Lautsprecher Informationen zu öffentlichen Verkehrsmitteln ein, wie beispielsweise Abfahrtszeiten. 32 Prozent lassen sich aktuelle Verkehrsnachrichten durchgeben. 27 Prozent informiert sich über Sportergebnisse. Über ein Fünftel (22 %) bestellt sich ein Taxi. Für ganz allgemeine Suchanfragen nutzen ihn nur 21 Prozent. Meinecke kommentiert: „Noch spielen Sprachassistenten vor allem Musik ab und geben das Wetter durch, künftig bilden sie die Grundlage eines selbstbestimmten Lebens im Alter. Zum Beispiel wenn ältere Menschen die Geräte nutzen, um mit ihrer Stimme Haushaltsgeräte zu steuern oder sich die Nachrichten ihrer Enkel vorlesen zu lassen.“ Für die Aktualisierung des Kalenders nutzt jeder Vierte (24 %) die Spracheingabe des Lautsprechers. Nur wenige lassen sich ihre Mails vorlesen (15 %) oder diktieren Nachrichten (8 %).

Trend zur Augmented Reality

Ein weiterer Trend, den die Studie behandelt, ist Augmented Reality. Hiervon haben bereits 68 Prozent der Bundesbürger gehört. Jeder Fünfte (21 %) war bereits in der „erweiterten Realität“ via Smartphone unterwegs. AR-Angebote werden sich laut Klaus Böhm, Director und Leiter Media bei Deloitte, weiterhin etablieren: „Im Jahr 2023 werden rund 20 Millionen Konsumenten in Deutschland mindestens einmal pro Woche Augmented-Reality-Angebote nutzen.“ Allerdings will nur jeder Fünfte (19 %) in Zukunft eine AR-Anwendung testen. 33 Prozent der befragten Internetnutzer können sich vorstellen, eine solche Anwendung als Reiseführer und zur Navigation zu nutzen. Jeder Fünfte (22 %) würde AR beim Lernen zu Rate ziehen.

Weitere Einsatzszenarien:

  • Games (21 %)
  • Shopping (19 %)
  • Social Media (15 %)

„Augmented Reality wird zu einem wesentlichen Feature mobiler Navigationsangebote werden. Auch AR-basierte Reiseführer werden sich schnell etablieren. Großes Potenzial gibt es auch beim E-Learning: Augmented Reality veranschaulicht komplexe Zusammenhänge und schafft durch spielerische Elemente zusätzliche Motivation“, so Böhm.

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