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Smartphone bremst Umsatz mit Unterhaltungselektronik

| Autor: Sarah Nollau

Das Smartphone hat die kleine Einstiegskamera abgelöst. Auch der MP3-Player muss dem Smartphone weichen.
Das Smartphone hat die kleine Einstiegskamera abgelöst. Auch der MP3-Player muss dem Smartphone weichen. (Bild: Pixabay / CC0)

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Der sinkende Umsatz mit Unterhaltungselektronik hat laut Bitkom Research vor allem einen Grund: Der Alleskönner Smartphone verdrängt MP3-Player und Digitalkameras. Allerdings geben Verbraucher gern mehr Geld für qualitative und innovative Geräte aus.

Bitkom Research kommt zu dem Ergebnis, dass der Umsatz mit Unterhaltungselektronik im laufenden Jahr leicht zurück geht. Unter den Verlierern sind Digitalkameras und Videospielkonsolen. Jedoch lässt sich ein Trend feststellen. Zwar gehen die Verkaufszahlen der Kameras um acht Prozent auf knapp 2 Millionen Geräte zurück, Verbraucher greifen nun allerdings tiefer in die Tasche und zahlen im Vergleich zum Vorjahr 20 Euro mehr pro Gerät. Im Durchschnitt legen Käufer 464 Euro pro Kamera auf die Ladentheke. Martin Börner, Mitglied des Bitkom-Präsidiums, erklärt: „Qualität steht im Vordergrund, die kleine Einstiegskamera hat für viele vor dem Hintergrund immer leistungsstärkerer Smartphone-Kameras ausgedient.“

Alleskönner Smartphone

Der „Sündenbock“ des Umsatzrückgangs ist auch in weiteren Kategorien das Smartphone. Denn viele nutzen das Handy nicht nur zum Telefonieren, sondern auch als MP3-Player, Navigationsgerät oder Radio. Laut Bitkom-Prognose beläuft sich das Volumen des Smartphone-Geschäfts auf 9,25 Milliarden Euro und liegt damit auf gleichem Niveau wie die Unterhaltungselektronik insgesamt. 22,7 Millionen Smartphones sollen 2018 in Deutschland verkauft werden. Treiber des Smartphone-Markts sind hochwertige Phablets – also Geräte ab einer Display-Größe von 5,5-Zoll – mit einem Absatzrekord von 7 Millionen verkauften Geräten. Ein Phablet-Kauf beläuft sich auf durchschnittlich 588 Euro, handelt es sich allerdings nur um kleinere Smartphones, werden lediglich 321 Euro erlöst.

„Qualität ist Trumpf“

Die größte Bedeutung im Geschäft der Unterhaltungselektronik nimmt weiterhin das TV-Gerät ein. Fernseher kommen auf einen Marktanteil von 44 Prozent. Den Umsatz mit den Geräten prognostiziert Bitkom für das laufende Jahr auf insgesamt 4,2 Milliarden Euro. Das würde dem Vorjahresniveau entsprechen. Börner kommentiert: „Der TV-Markt zeigt sich solide. In der klassischen Unterhaltungselektronik sorgen einmal mehr die Fernsehgeräte für weitgehende Stabilität.“ Allerdings lässt sich auch im TV-Segment ein Rückgang der Verkäufe um 4,8 Prozent verzeichnen. Durchschnittlich gibt der Verbraucher allerdings 30 Euro mehr, also fünf Prozent mehr als noch 2017 für ein Gerät aus. Im Schnitt liegt der Betrag für das Entertainment-Gerät bei 634 Euro. Das Fazit von Martin Börner: Die Qualität und Innovation der Unterhaltungselektronik wird dem Verbraucher zunehmend wichtiger, „Qualität ist Trumpf“.

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